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Lebus, das malerische Städtchen an der Oder, hat derzeit ein Problem mit dem Fluss. Das Wasser zieht sich immer weiter zurück. So niedrig, wie in diesem Jahr, war es selten am Grenzfluss zwischen Deutschland und Polen. Während der mittlere Pegelstand zu dieser Jahreszeit im benachbarten Frankfurt bei 2,74 Meter liegt, sind es derzeit nur knapp über einem Meter. Die Buhnenköpfe und Uferbefestigungen liegen auf dem Trockenen.          Fotos: Matthias Lubisch
Lebus, das malerische Städtchen an der Oder, hat derzeit ein Problem mit dem Fluss. Das Wasser zieht sich immer weiter zurück. So niedrig, wie in diesem Jahr, war es selten am Grenzfluss zwischen Deutschland und Polen. Während der mittlere Pegelstand zu dieser Jahreszeit im benachbarten Frankfurt bei 2,74 Meter liegt, sind es derzeit nur knapp über einem Meter. Die Buhnenköpfe und Uferbefestigungen liegen auf dem Trockenen.          Fotos: Matthias Lubisch

Lebus: Drei Fraktionen bestimmen Geschicke der Stadt

Auch in Lebus hat nach den Brandenburger Kommunalwahlen im Mai die neue Stadtverordnetenversammlung ihre Arbeit aufgenommen. 16 Abgeordnete gehören ihr an. Der 34-jährige Benjamin Maack ist eines von sechs neuen Gesichtern im Gremium. Die anderen Neuen sind die 54-jährige Angestellte Irena Neumann, der Theologe Ulrich Falkenhagen (59), Betriebswirtin Christin Fritz (34), Tierarzt Dr. Albrecht Horzetzky aus Wulkow und Malermeister Sven van Dyk (43). Letzterer ist auf der Liste der Bürgerallianz für Peter Heinl nachgerückt, der die Wahl zum ehrenamtlichen Bürgermeister von Lebus gegen Britta Fabig von der Liste Pro Lebus gewonnen hat und damit im Amt geblieben ist.

In der neuen Stadtverordnetenversammlung gibt es drei Fraktionen: Die mit neun Mitgliedern stärkste ist die Bürgerallianz. Fraktionsvorsitzende ist Monika Fritz. Zweitstärkste Fraktion ist Pro Lebus mit vier Abgeordneten, geführt von Britta Fabig.

Auch die zwei Abgeordneten der CDU haben eine Fraktion gebildet, deren Vorsitzender Dr. Joachim Naumann ist.

Einziger fraktionsloser Stadtverordneter ist AfD-Abgeordneter Detlev Frye.   

Lebus: Toller Ort für Urlaub und Ferien

Die Europäische Naturerlebnisstätte in den Lebuser Oderbergen ist für große wie kleine Besucher ein beliebter Anlaufpunkt. Hier lassen sich tolle Sommerferien verbringen. Und von der Terrasse schweift der Blick bis nach Frankfurt
Die Europäische Naturerlebnisstätte in den Lebuser Oderbergen ist für große wie kleine Besucher ein beliebter Anlaufpunkt. Hier lassen sich tolle Sommerferien verbringen. Und von der Terrasse schweift der Blick bis nach Frankfurt
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Lebus ist nicht nur eine Stadt mit langer Geschichte. Heute ist es auch ein Ort, an dem sich wunderbar Urlaub und Ferien machen lassen. Auf dem Parkplatz vor dem Anglerheim sind immer öfter Wohnmobile und Caravans aus allen Teilen Deutschlands anzutreffen. Manche kommen für eine kurze Rast, andere bleiben länger. Von hieraus erkunden die Camper die Altstadt und entdecken per Fahrrad die Umgebung. Lebus ist auch für Schulkinder ein beliebtes Ferienparadies. So hatten in diesem Jahr deutsche und polnische Mädchen und Jungen aus der der Seelower Region und aus Kostrzyn als Gäste der Europäischen Naturerlebnisstätte auf dem Lebuser Oderberg eine tolle Zeit. Auf dem Programm stand u.a. eine Spaziergang durch die geschichtsträchtige Altstadt, bevor es ans kreative Gestalten ging: „Wir haben T-Shirts mit Textilfarbe gemalt und kleine Körbe geflochten“, berichtete Aurelia (12) aus Seelow, die den traumhaften Ausblick von der Terrasse über die Oder liebt. Vom kommenden Montag, den 29. Juli bis zum 3. August, findet in der Naturerlebnisstätte das letzte Natur- und Erlebniscamp in diesen Sommerferien statt.

Lebus: Schule startbereit

Die Lebuser Burgschule ist in den Sommerferien für den Schulbeginn hergerichtet worden. Alle Räume bekamen eine Grundreinigung verpasst. Und die Erstklässler können sich in einem komplett renovierten Klassenraum wohlfühlen.
Die Lebuser Burgschule ist in den Sommerferien für den Schulbeginn hergerichtet worden. Alle Räume bekamen eine Grundreinigung verpasst. Und die Erstklässler können sich in einem komplett renovierten Klassenraum wohlfühlen.
Eine Woche noch, dann sind sie vorbei, die großen Sommerferien. Auch in Lebus beginnt dann für die Schüler wieder der Schulalltag. Und für 34 ABC-Schützen der Burgschule bricht eine völlig neue Zeit an. Dafür, dass diese neue Schulzeit ihnen auch Freude macht, haben viele fleißige Hände in den vergangenen Ferienwochen gesorgt.

Wenn die Mädchen und Jungen ihre Klassenzimmer beziehen, wird es in einem davon besonders hell, freundlich und leise sein. Denn der Raum wurde komplett renoviert. Zuerst wurde eine Schallschutzdecke eingezogen. Danach haben Maler die Wände mit einem frischen Anstrich versehen und Fußbodenleger neuen, trittschall-dämmenden PVC-Belag verlegt.

„Ich bin froh, dass wir die Erstklässler so empfangen können“, sagt Schulleiterin Andrea Perlwitz. Sie verweist auf eine Vereinbarung mit der Stadt als Schulträger, der zufolge künftig jedes Jahr ein Klassenraum renoviert werden soll. Im vorigen Jahr war der Zeichenraum dran. In den Sommerferien wurden zudem alle Burgschul-Räume und die Turnhalle einer Grundreinigung unterzogen, so die Schulleiterin. Sie verweist darauf, dass die Einschulungsfeier erstmals nicht in der Turnhalle, sondern im Kulturhaus stattfinden wird – am 3. August, ab 10 Uhr.
   

EIN RÜHRIGER HEIMATVEREIN

Im Haus Lebuser Land wird Geschichte lebendig
Lebus ist ein Ort mit Geschichte. Um deren Pflege kümmern sich die Mitglieder des Lebsuer Heimatvereins. Regelmäßig gestalten sie Ausstellungen im Haus Lebuser Land. Aktuell ist dort eine Sonderschau zum Lebuser Gastgewerbe zu sehen - mit vielen historischen Fotos, wie jenem vom einstigen Gasthof Deutsches Haus. Foto: Repro Doris Steinkraus
Lebus ist ein Ort mit Geschichte. Um deren Pflege kümmern sich die Mitglieder des Lebsuer Heimatvereins. Regelmäßig gestalten sie Ausstellungen im Haus Lebuser Land. Aktuell ist dort eine Sonderschau zum Lebuser Gastgewerbe zu sehen - mit vielen historischen Fotos, wie jenem vom einstigen Gasthof Deutsches Haus. Foto: Repro Doris Steinkraus
In Lebus gibt es etliche aktive Vereine. Einer, der das gesellschaftliche und touristische Leben in der Stadt besonders befördert, ist der Lebuser Heimatverein. Die Förderung der Heimatpflege und -kunde und die Förderung von Natur- und Umweltschutz haben sich die Mitglieder insbesondere auf ihre Fahnen geschrieben. So finden im Haus Lebuser Land, dem Vereinssitz, regelmäßig Ausstellungen statt, die sich mit der Geschichte des Ortes befassen.

Aktuell ist im Haus Lebuser Land eine Ausstellung über das Lebuser Gastgewerbe zu besichtigen. Gezeigt werden viele Dokumenten, Exponaten und Fotos.

Der Heimatverein hat lange recherchiert, in Archiven gesucht, alte Zeitungen ausgewertet, Dokumente von alten Lebusern gesichtet und auch Kontakt mit der im benachbarten Frankfurt lebenden Angelika Ebert aufgenommen. Die war mit 14 Cousinen und Cousins, die in Westberlin leben, im Frühjahr zur Ausstellungseröffnung nach Lebus gekommen. „Wir sind alle Enkel des einstigen Gastwirts vom Deutschen Haus“, erzählte sie.

Die Sonderausstellung unterstreicht einmal mehr die Bedeutung der Stadt in der Geschichte der gesamten Region. Ortschronist Manfred Hunger erinnert an die alten Handelswege und den bronzezeitlichen Burgberg. Damals zogen viele Kaufleute durch die Stadt. Entlang der alten Poststraße seien diverse „Krüge“ entstanden, in denen auch die Pferde versorgt wurden. Der Bischofszeit folgte die Domäne, die das Brauereimonopol besaß. Mit dem Ausbau der Chausseen verloren Krüge an Bedeutung. Jede Zeit hatte ihre besondere Gastwirtschaft-Landschaft. Nach der Eindeichung des Oderbruchs entstanden auf der anderen Seite der Oder – heute Polen – zahlreiche Fähr-Krüge. Der am Lebuser Ufer existierte bis 1945. In ihm hatte sich, so sagt es die Legende, jener Herr Fiddinger niedergelassen, der in Theodor Fontanes Roman „Unterm Birnbaum“, der in Letschin spielt, den Getreidehändler ermordet haben soll. Auch nach 1945 – nur das Gasthaus Hoppe hatte den Krieg unbeschadet überstanden – gab es sehr bald wieder Gastronomie.

Nach einem Aufruf des Vereins hatten zahlreiche Lebuser sowie Bürger aus dem Umland Exponate als Leihgaben für die Ausstellung zur Verfügung gestellt.

Die Sonderausstellung „Lebuser Gastgewerbe im Wandel der Zeiten“ ist bis 22. Dezember geöffnet, Mi bis So sowie an Feiertagen 13 bis 16 Uhr, Tel. 033604 230
Michael Drösler
Burg - Apotheke Lebus
FB Frank Breitmann
Uwe Ahlert Raumausstattermeister
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