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Gesundheit - Experten gefragt

Ohne Diabetes durch die Schwangerschaft

Schwangere möchten Sicherheit für sich und ihr Kind. Vorsorgetests helfen, Risiken zu erkennen. Foto: IKK BB

14.09.2020

Schwangerschaftsdiabetes ist eine Störung des Blutzuckers, die bei Schwangerschaft oft erstmals auftritt. Durch Vorsorge lässt sie sich oft vermeiden. Die IKK BB sagt, worauf zu achten ist:

IKK BB

Unter Schwangerschaftsdiabetes leiden in Deutschland etwa fünf von hundert Schwangere. Die Störung ist damit eine der häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen. Ein höheres Risiko hierfür tragen werdende Mütter ab einem Alter von 35 Jahren oder bei familiärer oder persönlicher Vorbelastung. Auch Frauen, die schon vor der Schwangerschaft nicht ganz schlank waren bzw. in der Schwangerschaft mehr zunehmen als üblich und alle, die sich eher wenig bewegen. Dieser Diabetes verläuft oft zunächst beschwerdefrei, bleibt daher teilweise unbemerkt und verschwindet meist unmittelbar nach der Geburt von selbst. Das ist tückisch, denn ein nicht erkannter Schwangerschaftsdiabetes birgt teils langfristige Gesundheitsgefahren für Mutter und Kind. Dazu zählen Mangelversorgung und Entwicklungsverzögerungen für das ungeborene Kind. Auch steigt für Mutter und Kind die Gefahr, später an Typ 2-Diabetes zu erkranken. Wachsamkeit ist also geboten gegenüber diesem Risiko in der Schwangerschaft.

Lösbares Problem


Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Das Diabetesrisiko lässt sich vergleichsweise leicht in den Griff bekommen, wenn typisch veränderte Blutzuckerwerte frühzeitig festgestellt werden und der Blutzucker für Mutter und Kind behandelt und im gesunden Bereich gehalten wird.

Über 80 Prozent der Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes senken die Risiken erfolgreich mit gesunder Kost und mehr Bewegung. Muss gegebenenfalls zusätzlich mit Insulin behandelt werden, gibt es spezielle Kurse, die neben der Ernährungs- und Bewegungsberatung auch helfen, die Blutzuckerselbstkontrolle und notwendige Insulingaben selbstständig zu erlernen.

Glukose-Belastungstest gibt Sicherheit

Zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche sollte bei Schwangeren ein Glucose- Toleranztest stattfinden. Dies ist ein vorsorglicher Suchtest und eine kostenlose Leistung bei der IKK BB für schwangere Versicherte. Gegebenenfalls übernimmt die Kasse auch Kosten für einen anschließenden Diagnosetest mit drei Blutzuckermessungen. Wird ein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt, überweist der Arzt die Patientin in eine Diabetes- Schwerpunkteinrichtung zur weiteren Betreuung.

Mehr Infos rund um „Schwangerschaft“ finden Sie auf www.ikkbb.de. Stichwort „Schwangerschafts- Leistungen“. Oder Sie wenden sich an das IKK BB-Servicecenter, Ferdinandstr.13, 15230 Frankfurt (Oder) – Telefon: (0335) 55 517 70.