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Neues Lebenshilfehaus zum 30. Jubiläum Lebenshilfe Oder-Spree

Unter einem Dach vereint

Neues Lebenshilfe-Haus bietet viel Platz / Einweihungs-Fest wegen Corona-Pandemie verschoben

Das neue Multifunktionshaus des Lebenshilfe Oder-Spree e.V. - kurz Lebenshilfe-Haus - wurde in diesem Jahr fertig gestellt.
Foto: Sabine Uy

21.12.2020

Fürstenwalde. Es ist vollbracht: Helle, freundliche Räume, große Fenster, viel Licht, Holz und bunte Farben - die Einweihung des neuen Multifunktionsgebäudes des Lebenshilfe Oder-Spree e.V. im Konstantin-E.-Ziolkowski-Ring 1a in Fürstenwalde ist ein weiterer Höhepunkt in der nunmehr 30jährigen Vereinsgeschichte. Mit einem fröhlichen Fest sollte das in warmen Farben gestrichene Haus der Öffentlichkeit eigentlich im Mai zum Aktionstag der „Aktion Mensch“ bekannt gemacht werden. Auch die „Ersatztermine“ im September und Ende November platzten wegen der anhaltenden Corona-Pandemie, denn die Gesundheit geht vor.  

Das tut der Freude über das schöne neue Haus nun letztendlich aber keinen Abbruch. Und aufgeschoben ist nicht aufgehoben - geplant ist, das Fest im neuen Jahr nachzuholen. Ende August haben große und kleine Nutzer das moderne Lebenshilfe-Haus - auch ohne Einweihungsfeier - fröhlich in Besitz genommen. Ein großer Dank geht an alle Sponsoren und Spender, die den Bau des neuen Gebäudes und dessen Ausstattung unterstützt haben.

Bereits 2016 begannen die Planungen, bevor 2018 der Baustart für die 3,08-Millionen-Euro-Investition vollzogen wurde. Rund 300 000 Euro davon wurden von der Aktion Mensch gefördert. Ende März 2020 waren die Bauarbeiten abgeschlossen.

Neben besseren Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter bietet das Haus noch viele andere Vorteile: Die über das Stadtgebiet verteilten Lebenshilfebereiche rücken zusammen und arbeiten inzwischen zum Großteil unter einem Dach. Im Erdgeschoss befinden sich nun verschiedene Funktionsräume wie Sinnesraum, Snoezelenraum mit großem Wasserbett, Kreativwerkstatt, Bewegungsraum, Musikzimmer sowie Diagnostik- und Förderraum. Ebenso ein Matsch-Raum, in dem nach Herzenslust mit Wasser gepanscht werden kann, ist dabei. Auch die Räume des Eltern-Kind-Zentrums (EKZ) sowie Beratungsräume finden sich zu ebener Erde. Im ersten Obergeschoss sind vor allem Büros der Heilpädagogen der Frühförderung und der Kita sowie Beratungsund Seminarräume untergebracht. Ganz oben, im 2. Obergeschoss, sind der Vorstand der Lebenshilfe, die Geschäftsführung der heilpädagogischen gGmbH und die Verwaltung sowie später auch die Geschäftsstelle der ambulanten Dienste gGmbH zu finden.Die vielfältigen Möglichkeiten, die das neue Lebenshilfe-Haus bietet, ermöglichen auch die Umsetzung neuer Projektideen, wie die Angebote des EKZ.

„Davon konnte die Elterninitiative, auf deren Bestreben vor 30 Jahren der Lebenshilfe-Verein gegründet wurde, nur träumen“, berichtet der stellvertretende Vorstandvorsitzende Henning Brandner. Der Selbsthilfeverein der Eltern suchte damals nach neuen Betreuungsangeboten für die behinderten Kinder. „Seit der Vereinsgründung 1990 haben wir uns stetig weiterentwickelt und sind heute in der Lage, in vielen unterschiedlichen Bereichen auf den Bedarf und die Bedürfnisse unserer Klienten eingehen zu können. So betreuen wir in Fürstenwalde in der Integrations-Kita `Sputnik´ und in Beeskow bei den `Spreespatzen´ über 300 Kinder in Krippe, Kita, Vorschule und Hort.“ Ein Teil der Mädchen und Jungen hat ein Handicap. Dabei kann der Lebenshilfe-Verein auf lange Erfahrung zurückblicken. Die anerkannte Integrationskita „Sputnik“ feierte 2019 bereits ihr 40jähriges Bestehen mit einem großen Fest.

Durch die heilpädagogische Frühförderung, die die Lebenshilfe anbietet, kann bereits Kindern im frühen Alter bei der Aufarbeitung ihrer Entwicklungsrückstände geholfen werden. Bei den ambulanten Diensten beschäftigt der Verein Schulbegleiter und arbeitet im familienentlastenden Dienst. „Insgesamt sind bei der Lebenshilfe Oder-Spree heute über 130 qualifizierte Mitarbeiter tätig, worauf wir sehr stolz sind“, betont Henning Brandner. Davon arbeiten über 30 Fachleute im heilpädagogischen Bereich und 40 im ambulanten Bereich. Auch in schwierigen Zeiten, wie bei der Sanierungsinsolvenz 2006/2007, haben viele von ihnen dem Verein die Treue gehalten. „Ganz besonders hervorheben möchte ich dabei die Gründungsmitglieder Sigrid Daske, die ehemalige Leiterin der Integrationskita, sowie Axel Würzburg, der auch als Rentner weiterhin ehrenamtlich im Verein mitarbeitet“, so Henning Brandner.

„An dieser Stelle möchten wir uns aber auch bei allen anderen Mitarbeitern sowie Partnern und Vereinsmitgliedern ganz herzlich bedanken, denn das Jahr 2020 hat auch uns als Verein vor große Herausforderungen im Umgang mit der Corona-Pandemie gestellt. Unsere Mitarbeiter waren auch in dieser herausfordernden Zeit für unsere Klienten und Familien da. Ein großes Dankeschön dafür!“ (uy)
                             

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