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Ehrentag der Pflanze

Die Kraft der Heilkräuter

Lange war das Wissen um die Kräuter Sache der Klöster

Pflanze mit vielseitiger Heilkraft: Blutwurz wächst unscheinbar am Wegesrand. Foto: SonnenMoor GmbH/akz

14.04.2021

Ob Pfefferminze im Kaugummi, Lavendel im Badezusatz oder Zitronenmelisse im Raumspray: Kräuter begleiten uns. Ihre Wirkung jedoch ist in Zeiten der chemisch orientierten Medizin und der schnellen Küche weitgehend in Vergessenheit geraten.

Kräuter gegen Zipperlein

„Oh große Kräfte sind‘s, weiß man sie recht zu pflegen, die Pflanzen, Kräuter, Stein in ihrem Innern hegen.“ So besang der irische Dichter George Bernhard Shaw (1856- 1950) die Kräfte der Kräuter. Und doch fallen sie uns heute gar nicht mehr richtig auf.

Dabei ist die heilende Wirkung von Pflanzen und Kräutern seit Jahrhunderten bekannt. Als Tee, Umschläge, Pulver oder auch als frische Pflanze können sie unseren Körper und unseren Geist stimulieren und wieder ins rechte Lot bringen. Schon die alten Griechen kannten ihre Heilkraft. Sie widmeten fast jedes Kraut einem ihrer Götter.

Wissenschaftler nehmen an, dass die Menschen schon in der Altsteinzeit vor rund 50.000 Jahren herausgefunden hatten, dass sie ihren Speisen mit bestimmten Blättern und Früchten einen besonderen Geschmack verleihen konnten. Und die Völker Mittelamerikas würzten ihre Speisen bereits 7000 vor Christus mit verschiedenen Sorten wilden Chilipfeffers.

In Europa war das Wissen um die Kräuter lange Zeit Sache der Klöster. Die Benediktiner waren die Vorreiter im Kräuterimport, brachten sie doch viele Pflanzen aus ihrem Stammkloster in Monte Cassino nördlich der Alpen mit und verteilten sie über Europa.

Wirklich bekannt wurde die Kräuterkunde erst im 15. Jahrhundert, mit der Erfindung des Buchdrucks. Die „Kräuterfibel“ war plötzlich fast so wichtig geworden wie die Bibel. (http://planet-wissen.de/cr)

Ehren, was wächst

Der Ehrentag der Pflanze 2021 ist vor allem in den USA verbreitet, wo er unter dem Namen „International Plant Appreciation Day“ bekannt ist. Nach heutigen Schätzungen existieren auf der Erde zwischen rund 320.000 und 500.000 Pflanzenarten. Rund ein Fünftel davon ist vom Aussterben bedroht.

Die Nutzung der Pflanzen begann in der Frühzeit des Menschen mit dem Sammeln. Heute werden Pflanzen für den menschlichen Gebrauch überwiegend als Kulturpflanzen angebaut.

Die Ernährung der Menschen basiert praktisch vollständig auf Pflanzen, entweder durch den direkten Verzehr, oder indirekt durch den Verzehr von pflanzenfressenden Tieren oder Tierprodukten. Pflanzen sind das wichtigste Ausgangsmaterial zur Herstellung von Kleidung. Sie werden zu vielerlei Werkzeugen verarbeitet. Pflanzen, insbesondere Holz, sind zudem ein unverzichtbares Baumaterial. (www.kleiner-kalender.de/cr)

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