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Regionale Produkte aus dem Ruppiner Land Neuruppiner Unternehmer führt Likörtradition fort

Zum Wohl: Neuruppiner Liköre blicken auf eine lange Tradition zurück. Foto: Siegmar Trenkler
Zum Wohl: Neuruppiner Liköre blicken auf eine lange Tradition zurück. Foto: Siegmar Trenkler

  

Ob auch Theodor Fontane seinen Wein oder den Likör für seine Frau Emilie bei Degener ausgewählt und gekauft hat, ist nicht überliefert – wäre aber möglich. Denn 1883 war es – also zu Lebzeiten Fontanes – als Hermann Degener in Neuruppin seine Weinhandlung und Likörfabrik gründete. Er war erfolgreich mit seinem Unternehmen. Getreu dem Motto „Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren“ gönnte man sich damals auch in Neuruppin hin und wieder ein geistiges Getränk und wusste die Qualität aus dem Hause Degener zu schätzen. Das ist auch heute noch so. Beeindruckt von der langen Firmengeschichte, hatte im Februar 2015 Sven Stirnemann das Familienunternehmen vom Enkel des Gründers, Hans- Hermann Degener, übernommen.
      
Der Inhaber des Geschäftes „Teetraum“ besitzt bereits seit 2007 das alleinige Recht, die Degenerschen Produkte zu vermarkten. Als „Ruppiner Tafelrunde“, „Boltenmühler Hexenfeuer“, „Alter Ruppiner Obstler“ und „Zieten aus dem Busch“ mit Namen versehen, die den engen Bezug zur Region haben, sind sie auf der Speisekarte zahlreicher Restaurants ringsum zu finden. Einheimische wie auch Touristen lassen sich gern überraschen von dem feinen Aroma, das sich hinter den fantasievollen Bezeichnungen verbirgt. Und mancher ist so begeistert, dass er die edlen Tropfen für würdig befindet, sie als Geschenk oder Mitbringsel vom Urlaubsort weiterzureichen. Sven Stirnemann weiß das und fügt seinen beliebten regionalen Geschenkekörben, die er im „Teetraum“ anbietet, gern ein Degenersches Fläschchen hinzu. Der Neuruppiner Geschäftsmann besitzt sowohl die Patente, als auch die Markenrechte aller Rezepturen. Und er legt Wert darauf, die alten Traditionen weiter fortzuführen. Deshalb werden noch immer all diese Spezialitäten in Neuruppin angesetzt. Zum Beispiel der „Ruppiner Klosterlikör“, der besonders beliebt ist. Die älteste dieser Kreationen ist „Degeners Klosterkorn“. Er wurde bereits 1883 angeboten. Nach und nach kamen weitere Marken hinzu. Prinzip ist, dass alle im Namen den Hinweis auf Orte, Personen und historische Begebenheiten erkennen lassen. Wie „Zieten aus dem Busch“, der Likör, der seit 2007 abgefüllt wird und daran erinnern soll, dass der Firmengründer aus Wustrau, dem Wirkungsbereich des Zieten, stammt. Dazu hat Enkel Hans-Hermann Degener eine alte und bewährte Rezeptur mit Chili und Ingwer gewürzt und einen scharfen Reiterlikör geschaffen.

Nun, da Sven Stirnemann die Verantwortung für das Familienunternehmen übernommen hat, sieht er seine Aufgabe darin, die alten Rezepturen zu bewahren und ihnen neue Kreationen hinzuzufügen. (pr)
      
Löwen-Apotheke
Neuruppins Biofachgeschäft mit BioBistro
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