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Steuertipps - Steuererklärung Neuer Laptop und Co. machen sich bezahlt

Unerwartet neuer Arbeitsplatz im Wohnzimmer und dazu ein neues Notebook? Das kann man von der Steuer absetzen. Foto: Christin Klose/dpa-mag
Unerwartet neuer Arbeitsplatz im Wohnzimmer und dazu ein neues Notebook? Das kann man von der Steuer absetzen. Foto: Christin Klose/dpa-mag

Homeoffice

Im Homeoffice geht ohne Computer nichts. Auch das Smartphone ist für viele Arbeitnehmer jetzt wichtiger denn je. Denn wer wegen der Corona-Krise von zuhause arbeitet, muss Kontakt zu Vorgesetzten, Kollegen und Kunden halten. Statten Arbeitgeber ihre Beschäftigten mit Dienstgeräten aus, ist das steuerfrei, erklärt der Bund der Steuerzahler in Berlin. Dann bleibt das Gerät aber im Eigentum des Arbeitgebers. Wer seine private technische Ausrüstung aus eigener Tasche erneuert, kann die Kosten dafür steuerlich geltend machen. Das gilt auch für die Kosten für neue Software, Zubehör und Reparatur.

Bei Privatnutzung müssen Kosten aufgeteilt werden

Dabei gilt: Wird der Computer, das Tablet oder das Smartphone ausschließlich beruflich genutzt, stellen die gesamten Kosten Werbungskosten dar, erklärt der Bund der Steuerzahler. Wird der Laptop oder das Smartphone aber auch privat genutzt, müssen die Kosten in einen privaten und beruflichen Teil aufgeteilt werden. Die Finanzämter akzeptieren meist eine Aufteilung in 50 Prozent Privatnutzung und 50 Prozent berufliche Nutzung.

Eine wichtige Rolle bei der Absetzbarkeit spielt der Preis des Gerätes: Lagen die Kosten bei nicht mehr als 800 Euro netto (952 Euro brutto), können die Ausgaben sofort als Werbungskosten abgezogen werden. Bei höheren Anschaffungskosten werden die Kosten über die Nutzungsdauer verteilt. Computer und ähnliche elektronische Geräte sind in der Regel über einen Zeitraum von drei Jahren abzuschreiben. Bei Mobiltelefonen gilt sogar eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren.

Abschreibung muss monatlich vorgenommen werden

Ein Beispiel: Wer sich im Januar 2019 einen Computer zum Preis von 1500 Euro brutto kauft und diesen gänzlich beruflich nutzt, kann in den Steuererklärungen für die Jahre 2019, 2020 und 2021 jeweils 500 Euro absetzen. Wird der Computer nur zu 50 Prozent beruflich genutzt, so müssen die Anschaffungskosten ebenfalls über drei Jahre verteilt werden. In diesem Fall können nur 50 Prozent, also 250 Euro pro Jahr, abgeschrieben werden. Wichtig zu beachten: Die Abschreibung muss monatsweise vorgenommen werden. Wurde das Notebook im Beispiel erst im November 2019 gekauft, darf in der Steuererklärung für das Jahr 2019 nur für zwei Monate eine Abschreibung vorgenommen werden. (dpa)
     

Kurzarbeit in Corona-Zeiten

Aufgrund der Corona-Pandemie verbessert die Bundesregierung das Kurzarbeitergeld. Aber: Wer Kurzarbeitergeld von mehr als 410 Euro im Jahr erhalten hat, für den besteht die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung.

Bisher galt: Hatten Arbeitnehmer vor ihrer Kurzarbeit eine Nebenbeschäftigung, wurde der Lohn aus dieser Nebenbeschäftigung nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Wer allerdings während der Kurzarbeit eine neue Nebenbeschäftigung anfing, dem wurde dieses Einkommen in voller Höhe auf die Lohnersatzleistung angerechnet. Das Kurzarbeitergeld fiel entsprechend geringer aus.

Im Zuge der Corona-Krise hat die Bundesregierung nun diese Regelung vorübergehend fallen gelassen. Nun haben Kurzarbeiter die Möglichkeit, zusätzliches Geld zu verdienen, ohne dass es sich auf das Kurzarbeitergeld auswirkt.

Das Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, da es durch die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung getragen wird. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Lohnersatzleistung - die allerdings dem steuerlichen Progressionsvorbehalt unterliegt. Dadurch erhöht sich der persönliche Steuersatz, mit dem das restliche Einkommen versteuert wird. Je nachdem, wie lange und wie viel ein Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld bezieht, können für ihn dadurch mehr Steuern anfallen als vorher. (Quelle: VLH/pm)
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