Steuertipps • Was ist neu? Märkisch-Oderland Neuer Freibetrag für Betriebsrentner

Viele Betriebsrentner sollen ab Januar 2020 etwas mehr von der betrieblichen Altersvorsorge haben. Es lohnt sich also, eine Beratung zu nutzen.      Foto: Karolin Krämer/dpa-mag
Viele Betriebsrentner sollen ab Januar 2020 etwas mehr von der betrieblichen Altersvorsorge haben. Es lohnt sich also, eine Beratung zu nutzen.      Foto: Karolin Krämer/dpa-mag

Bis Mitte 2020 auf Entlastung warten

Betriebsrentner werden ab Januar 2020 entlastet - mehr Geld kommt bei vielen aber erst im Laufe des Jahres an. Bislang gebe es technische und organisatorische Hindernisse, so der GKV-Spitzenverband. Zu viel gezahlte Krankenkassenbeiträge sollen jedoch später automatisch ausgezahlt werden.

Die Neuerung: Ab 2020 müssen Betriebsrentner nur noch für den Teil ihrer Betriebsrente Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung sowie den Zusatzbeitrag zahlen, der über dem neuen Freibetrag von 159,25 Euro im Monat liegt. Dieser Freibetrag soll sich jährlich entsprechend der Lohnentwicklung verändern.

Bisher zahlen Betroffene den Beitragssatz auf ihre komplette Betriebsrente, wenn die Rente über einer Freigrenze liegt. Der GKV-Spitzenverband rechnet damit, dass die Änderungen sich ab Mitte 2020 bei der monatlichen Auszahlung der Betriebsrente niederschlagen werden. Wer mehrere Betriebsrenten bezieht, kann demnach erst im Laufe des zweiten Halbjahrs mit einer höheren Auszahlung rechnen. Denn erst müsse sichergestellt werden, dass der Freibetrag weder mehrfach noch unvollständig berücksichtigt wird. Für beide Gruppen müsse zuerst das Meldeverfahren und Personalabrechnungsprogramme angepasst werden. Nach Angaben des Verbandes können die rund 46 000 beteiligten Zahlstellen und 105 Krankenkassen diese nach der Gesetzesänderung Mitte Dezember nicht pünktlich zum Januar 2020 anpassen.

Auch wenn vorerst mehr berechnet wird: Betriebsrentner haben ab dem Jahreswechsel Anspruch auf die günstigere Regel. Voraussichtlich Anfang 2021 werden zu viel gezahlte Beiträge zur Krankenversicherung erstattet. Ein Antrag ist dafür nicht nötig. (dpa)

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Pflege-Pauschbetrag

Steuerentlastung für pflegende Angehörige

Wer einen Angehörigen pflegt, wird steuerlich entlastet: 924 Euro können Helfer pro Jahr geltend machen. Dieser Pflege- Pauschbetrag wird unabhängig von tatsächlich angefallenen Aufwendungen gewährt, erklärt die Lohnsteuerhilfe Bayern.

Voraussetzung ist, dass bei der zu pflegenden Person der Vermerk „H“ im Behindertenausweis steht oder sie den Pflegegrad 4 oder 5 bescheinigt bekommen hat. Außerdem muss sie in der eigenen Wohnung oder der des Pflegers leben. Der Pfleger selbst muss ein Angehöriger oder sehr nahe stehend sein.

Ein ambulanter Pflegedienst darf zeitweise einspringen, die persönliche Pflege muss aber mindestens zehn Prozent ausmachen. Für die Hilfe darf es zudem keine Aufwandsentschädigung oder Vergütung geben. (dpa)
  
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Steuerberaterin Annett Duwe
SKG & Kollegen, Steuerberatungsgesellschaft mbH