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Wir steigen Ihnen aufs Dach

Mit neuer Etage mehr Wohnraum schaffen

Der örtliche Bebauungsplan regelt Dachform, Dachneigung und Firstrichtung

Ein Gebäude kann mit Fertigteilelementen aufgestockt werden. Solche neuen Obergeschosse sind zum Teil schon mit Küche, Bad und Privaträumen ausgestattet. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

28.04.2021

Bauland ist knapp und teuer, aber Platz nach oben gibt es eigentlich genug. Warum also nicht einfach eine zusätzliche Etage aufs Haus bauen, um neuen Wohnraum zu schaffen? Ein Obergeschoss bietet Raum für vieles: genügend Zimmer für die Kinder, Platz für Hobbys, vielleicht Büro- oder Gewerberäume fürs Homeoffice oder eine Einliegerwohnung, die vermietet werden kann.

„Grundsätzlich ist es eine gute Idee, darüber nachzudenken, ein neues Dach aufzusatteln“, sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren in Berlin. „Aber jedes diesbezügliche Gedankenspiel sollte mit einem Besuch der zuständigen Baubehörde beginnen“, ist ihr Rat. Denn ein Geschossaufbau ist vergleichbar mit einem Neubau. Das bedeutet: Der Bauherr muss Pläne und Berechnungen einreichen und behördlich genehmigen lassen.

Nur wenn es die regionale Bauordnung hergibt, darf in die Höhe gebaut werden. Der örtliche Bebauungsplan regelt Gebäudehöhen, maximale Wohnflächen, Dachform, Dachneigung und Firstrichtung. „Ist kein Bebauungsplan vorhanden, gilt der Grundsatz, dass sich jeder an den Gebäuden der Umgebung zu orientieren hat“, erklärt Reinhold-Postina.

Ob sich ein neues Geschoss aufbauen lässt, hängt natürlich auch wesentlich vom Zustand des vorhandenen Gebäudes ab. „Es muss intakt und wertig sein“, sagt Georg Lange, Geschäftsführer im Bundesverband Deutscher Fertigbau in Bad Honnef. Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein neues Dachgeschoss zu errichten. „Man kann ein Flachdach durch ein stärker geneigtes Dach ersetzen“, nennt Reinhold-Postina ein Beispiel.

Die umfangreichste Maßnahme ist jedoch der Aufbau einer kompletten zusätzlichen Etage. Dafür wird das alte Dach entfernt und ein neues Geschoss mit einem neuen Dach aufgebaut. Meist wird das in Häusern mit einem Flachdach praktiziert.„Das lässt sich gut mit Holztafelelementen ausführen“, sagt Lange. „Sie eignen sich nicht nur hervorragend zum Bau von Fertighäusern, sondern nahezu jedes Wohnhaus kann mit diesen Fertigteilelementen aufgestockt werden.“ Solche neuen Obergeschosse sind zum Teil schon mit Küche, Bad und Privaträumen ausgestattet und haben eine bereits montierte Sanitärausstattung. Wichtig ist, so erklärt es Lange, dass die Anschlüsse zum alten Haus passen. „Deshalb sollten Bauherren unbedingt ihre alten Baupläne bereithalten, um die Planung zu erleichtern.“ Auch wenn manche Baufirmen versprechen, dass das neue Dach im Handumdrehen aufgebaut ist, sollten Bauherren den Aufwand nicht unterschätzen. „Es ist nicht mit zwei, drei Tagen getan“, warnt Reinhold-Postina. „So ein Dachaufbau kann Monate dauern.“

Ist das Haus in dieser Zeit bewohnt, müssen die Bewohner mit viel Lärm und Dreck rechnen. Und es kann sein, dass der Dachausbau weitere Baumaßnahmen am Haus nach sich zieht. „Nicht selten steht am Ende eine Komplettsanierung des Gebäudes an“, erzählt die Bau-Expertin.

Lange findet die Investition in ein zusätzliches Geschoss dennoch oft sinnvoll. „Vorausschauende Häuslebauer planen schon beim Neubau ihres Hauses einen möglichen Dachausbau mit ein“, sagt er. Entsteht Bedarf nach zusätzlichen Wohnraum, könne er unkompliziert und kostengünstig geschaffen werden, weil das Haus bereits darauf vorbereitet ist. (dpa)

Von Natur aus stabil

St. Georg Kirche, Frankfurt (O.) Quelle: huebner-oehmig.de
St. Georg Kirche, Frankfurt (O.) Quelle: huebner-oehmig.de

Das Ei gilt in alten Kulturen als Symbol des Lebens. Deshalb und aus noch einem anderen Grund haben Baumeister schon früh auf seine Form zurück gegriffen: Die Schale eines Hühnereis ist im Schnitt 0,4 Millimeter dick und besteht aus hartem Calciumcarbonat. Der Aufbau gibt ihr Stabilität: Sie besteht aus vielen kleinen Säulen. Auch die gebogene Schalenform macht es robust. Druck verteilt sich über die ganze Ei-Form, statt auf einen Punkt zu wirken.

Bei Bogenbrücken und Kuppeln ist eben diese Stabilität gefragt. Zu den ältesten Dachformen zählen Tonnendächer: Schon im antiken Jericho, einige Jahrtausende v.u.Z. waren Häuser mit Tonnendächern allgemein üblich. Auch Kuppelbauten sind so alt wie die Architektur selbst. Von den afrikanischen Rundkuppelhütten bis zu den Iglus in Grönland sind sie auf der ganzen Welt verbreitet. Ihre selbsttragende Kugelform erlaubt nicht nur eine stützenfreie Überdachung; sie verhilft der Konstruktion auch zu einem optimalen Verhältnis von Oberfläche zu Volumen. (cmi)

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