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30 Jahre AWO Soziale Dienste MOL gGmbH

Ein geachteter und geschätzter Partner in Sachen Hilfe

Im 30. Jahr ihres Bestehens werden in der AWO Soziale Dienste Märkisch-Oderland (g) GmbH wichtige Weichen für die Zukunft gestellt

Im neuen Beratungs- und Schulungsraum der AWO Soziale Dienste Märkisch-Oderland (g) GmbH: Geschäftsführerin Christine Jagnytsch (2.v.l.), Pflegedienstleiterin Stefanie Hasselbach (l.), und die Mitarbeiterinnen Stefanie Bratke und Daniela Homberg. Foto: Bernd Röseler

8.06.2021

Seelow. Ob Mitarbeiter oder Gäste - wenn Christine Jagnytsch in den Beratungs- und Schulungsraum der AWO Soziale Dienste (g)GmbH in der Breiten Straße 1 in Seelow einlädt, ist dabei auch immer eine Portion Stolz mit im Spiel. Dieser Raum, in den AWO-Farben Weiß und Rot gehalten, zeigt ein gutes Stück des Wandels, den die AWO-Gesellschaft im vergangenen Jahr vollzogen hat. Neben einem großen Beratungstisch und Großraum-Monitor gibt es vier separate Computerarbeitsplätze. „Hier kann sich jeder unserer Mitarbeiter anmelden, es finden Weiterbildungskurse und Online-Schulungen statt“, erklärt die Chefin.

AWO Kreisverband Märkisch-Oderland und Sozialstation der AWO Soziale Dienste Märkisch-Oderland (g)GmbH haben gerade ihr 30jähriges Jubiläum begangen. Gefeiert werden konnte nicht. Aber Rückschau gehalten. Auf viele Jahre, in denen sich die AWO in Märkisch-Oderland zu einem Verband entwickelt hat, der heute nicht mehr wegzudenken ist aus dem gesellschaftlichen Leben. „Für andere da sein“ - getreu dieses Grundsatzes leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit Jahrzehnten einen verantwortungsvollen Dienst. In der Seniorenpflege, bei der Kindererziehung, bei der Betreuung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

Es ist eine Arbeit, die lange Zeit ohne große gesellschaftliche Beachtung erfolgte. Sie wurde einfach gemacht. Erst in den vergangenen Jahren und befeuert durch die Corona-Pandemie rückte sie stärker ins öffentliche Blickfeld. Als klar wurde, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Tag für Tag leisten, wenn sie ganz nah dran sind an den Problemen, sich zum Beispiel unter Vollschutz um Menschen kümmern, die das Virus in sich tragen.

Sozialstation der ambulanten häuslichen Krankenpflege

„Das hat auch zu einem Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung unserer Arbeit geführt“, sagt die Geschäftsführerin. Einen Wandel, den Christine Jagnytsch genutzt hat, um Veränderungen voranzutreiben. Moderner, zeitgemäßer soll die Arbeit werden, um so das eigentliche Ziel des Helfens auch unter veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen immer besser umsetzen zu können. Seit Ende 2019 ist Christine Jagnytsch Geschäftsführerin. Im Dezember hatte sie das Amt von ihrem Vorgänger Steffen Kiesler übernommen. Die Veränderungen, die sie seither auf den Weg gebracht hat, zeigen sich unter anderem in einem Generationswechsel in der Führungsebene. So hat erst Anfang Februar dieses Jahres mit der 30jährigen Stefanie Hasselbach eine engagierte junge Frau die Funktion der Pflegedienstleitung übernommen.

Besonders wichtig ist der Chefin auch, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine größere Wertschätzung der eigenen Arbeit erfahren. Gerade deshalb ist sie sehr froh darüber, dass inzwischen all ihre Mitstreiter in den Verbund der Tarifgemeinschaft AWO Brandenburg überführt wurden und jetzt nach Tarif bezahlt werden. Auch das ist zeitgemäß und war längst überfällig. Nicht zuletzt, weil es eine Anerkennung für die aufopferungsvolle Arbeit ist, die viele ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Jahrzehnten geleistet haben. Ina Lerche, Petra Kriening, Kathrin Wenzel, Ines Weissert, Karola Winkel zum Beispiel, Marina Ziehe, die seit kurzem in Rente ist, oder auch die verstorbene Martina Wresche.

„Diese Tarifbindung macht unsere Arbeit auch für junge Leute interessant, ist sich Christine Jagnytsch sicher. Sie werden dringend gesucht. Als Pflegefachkräfte, Betreuer, Kindererzieher... „Sie sollen zu uns kommen und spüren, dass sie hier eine Zukunft haben.“ Zukunftsfähig zu sein, bedeutet für die Geschäftsführerin auch, den Standort in der Breiten Straße 1 in Seelow zu einem akzeptierten Partner zu machen, für junge Menschen, aber auch für Kommunen, Verwaltungen, Behörden.

„Es wird sich vieles in den kommenden Jahren wandeln“, ist sich Christine Jagnytsch sicher. „Wir müssen die Pflege ausweiten und sind dabei noch in der Ideenfindung.“ Neue Wohnprojekte sollen gemeinsam mit den Kommunen entwickelt werden.

Im 30. Jahr ihres Bestehens ist die Arbeit der AWO-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtiger denn je. Denn die Hilfe für Menschen, die Hilfe brauchen, gehört für Christine Jagnytsch und ihr Team zu den Grundpfeilern unseres Sozialstaates. Und diesen Grundpfeiler wollen sie auch künftig mit stärken. Bernd Röseler

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