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Innung Aktuell

SHK-Innungsbetrieben Regionalen das Vertrauen schenken

Innungsversammlung Werben für die Innungsmitgliedschaft und das SHK-Handwerk sowie Tipps zur Computernutzung im Handwerk und Schutz gegen Cyberkriminalität

SHK-Innungsmitgliederversammlung im Restaurant La Gondola in Eberswalde mit Herbert Treichel (vorne links) und Norbert Band (vorne rechts) Fotos: Reinhard Witteck

09.03.2026

Im Restaurant La Gondola am Finowkanal berieten Meister der Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Ober- und Niederbarnim am 25. Februar in ihrer ersten Mitgliederversammlung des Jahres. Innungsobermeister Herbert Treichel begrüßte die Teilnehmer der Innungsbetriebe der Region und als Gast Norbert Band, den Innungsobermeister des SHK-Fachverbandes Brandenburg.

„Anlagenmechaniker ist einer der interessantesten und weitläufigsten Berufe in unserer Branche“, unterstrich Innungsobermeister Herbert Treichel. „In die Gesellenprüfung wurde das Thema Schweißen eingefügt. Es ist gut rübergekommen und wurde gut von den Prüflingen gemeistert.“ 41 Teilnehmer aus der Region stecken im Moment in den Prüfungen, die die Innung abnimmt. Im Kammerbezirk der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) werden 104 Auszubildende gerade geprüft, davon 41 aus der Region Barnim und MOL. 

Für den Gesellenprüfungsausschuss werden Gesellenbeisitzer 1 und ein Meister gesucht, die sich ehrenamtlich für die Prüfung engagieren wollen.“ Diskutiert wurde in der Runde die Frage: „Ist die Prüfung der Auszubildenden an Ölheizungen überhaupt noch zeitgemäß?“ Immerhin verwenden in Deutschland circa 51 Prozent der Haushalte Gas und circa 40 Prozent Öl zu Heizzwecken. Die Wärmepumpe, das Modell der Zukunft, liegt gerade einmal bei drei Prozent.

Bernhard Kappes, der aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten will, sucht junge Leute für die Mitarbeit in der SHK-Landesfachgruppe als Sachverständige, die sich zwei bis drei Mal im Jahr treffen. Auch für die Sitzungen der Ortsinstallateure werden neue Mitstreiter gesucht, so Gunar Stirnat. „Für das Ehrenamt zahlt die Innung die Fahrtkosten und die Parkgebühren“, ergänzte Herbert Treichel. Die Innung wird demnächst der Kreishandwerkerschaft Oder-Spree als Mitglied beitreten.

Unternehmen aus der Region

Norbert Band, der Obermeister des Brandenburger SHK-Fachverbandes informierte: Micheal Gürtler ist neuer Geschäftsführer des SHK-Fachverbandes. Für die Stellen in der Geschäftsführung und weiterer technischer Mitarbeiter läuft nach 35 Bewerbungen unter zehn verbliebenen Kandidaten das Auswahlverfahren.

Patrick Rolfes (I.) und Vincent Horenburg erklärten praxisbezogen Tipps für den Umgang mit Computern und wie sich Betriebe vor Cyberkriminalität schützen können.
Patrick Rolfes (I.) und Vincent Horenburg erklärten praxisbezogen Tipps für den Umgang mit Computern und wie sich Betriebe vor Cyberkriminalität schützen können.

Zum gerade in der Anfangsdiskussion befindlichen neuen Wärmegesetz stellte er fest: „Es ist erst noch vom Bundestag zu beschließen. Die Wärmeplanung wird bleiben. Kleine Gemeinden bis 10.000 Einwohner haben dafür bis Ende 2028 Zeit. Die Förderung für Wärmepumpe soll bis 2029 gewährt werden. „Der jetzt eingeschlagene Weg ist nicht gut. Der SHK-Bundesverband und die Fachverbände der Länder wurden wieder nicht zu diesem Gesetz als Fachleute befragt.“ Positiv sieht er: „Wir brauchen als Handwerksbetriebe keine Beratungsprotokolle mehr anfertigen. Doch das Gesetz muss erst einmal vom Bundestag beschlossen werden.“ Für einen geplanten Einbau einer Wärmepumpe empfiehlt er, „heimischen Handwerksbetrieben der SHK-Innung zu bevorzugen und ihnen das Vertrauen zu schenken.“

Für die vom 13. Bis 15. Oktober in Berlin stattfindenden Fachmesse gedatec für Innungsbetriebe der Branchen Elektro, SHK und Dachdecker werden für die Messestände und eine Werkstraße des Handwerkes zündende Ideen gesucht, mit denen besonders Schüler aus den 9. und 10. Klassen anschaulich und praktisch für das Handwerk begeistert werden können. Angedacht sind Busfahrten ganzer Schulklassen zum Messegelände und eine Begleitung durch junge SHK-Fachleute über diese Messe mit den Schülern gemeinsam. Angesprochen werden sollen auch Techniker in kommunalen und städtischen Wohnungsbauunternehmen.

„Für die Innungsmitgliedschaft wollen wir weiter ständig werben“, so Norbert Band. „Wir müssen als Unternehmer Werbung treiben, wenn es uns gut geht. Wenn Sie den Schlüssel Ihrer Firma wegwerfen können, brauchen Sie keine Werbung mehr.“

Angriff aus dem Netz abwehren

Eine Cyber-Versicherung schützt Unternehmer und Privatpersonen vor finanziellen Folgen durch Internetkriminalität wie Phishing, Datenverlust, Erpressung oder Cyber-Mobbing. Sie deckt Kosten für IT-Wiederherstellung, Rechtsbeistand und Krisenmanagement. Während oft Zusatzbausteine nötig sind, bieten manche Tarife auch Schutz bei Online-Banking-Betrug oder rufschädigenden Inhalten. Vincent Horenburg, Versicherungsfachwirt bei der Otto Maurer Assekuranzmakler GmbH und Patrick Rolfes, Cyberexperte schilderten den versammelten Handwerksmeistern in einem einstündigen Vortrag anschaulich über Computernutzung und den Schutz vor Cyberkriminalität. Sie erläuterten die Idee der Cyberkriminellen so: „Ich werfe einmal mein Angelnetz aus und schaue, was ich da abgreifen kann.“ 

An Schadensbeispielen wurde deutlich, jeder Handwerksmeister steht mit seinem Innungsfachbetrieb vor den Fragen, wie sicher ist mein IT-System, sind sie auf dem neuesten technischen Stand und wie sind meine Mitarbeitenden dafür ausgebildet. Achtzig Prozent der Störungen entstehen laut Statistik durch Mitarbeiter. Ein Einwurf aus der Runde: „Das Problem sitzt meistens vor dem Computer!“, bestätigte dies. Der Tipp der beiden Computerfachleute: E-Mails können gern 15 Zeichen und mehrere Sonderzeichen enthalten. Bei plötzlichen Kontoänderungen auf Rechnungen hilft oft ein Telefonat mit dem Geschäftspartner und schafft Klarheit. Eine Dienstleistungsversicherung hilft, nach einer Computersabotage den Betrieb wieder aufzunehmen, Lösegeldverhandlungen zu führen und Schadensersatzansprüche auszugleichen.

Unternehmen aus der Region

Der Preis einer jährlichen Computerversicherung gegen Cyberkriminalität mit umfangreicher Beratung und fachmännischem Blick auf die Informationstechnik sowie Schulung der Mitarbeitenden beginnt bei 680 Euro und reicht bis zu 1.500 Euro Jahresumsatz im Jahr je nach Der Rat der beiden Experten, verschiedene Tarife zu vergleichen und auf die Höhe der Deckungssumme sowie Selbstbeteiligung zu achten. rw

Die Termine der Innung für 2026:

20. März, 16 Uhr: Gesellenfreisprechung, Golfpark Wilkendorf
19. Mai, 14.30 Uhr: Vorstandssitzung, 16 Uhr: Innungsversammlung, TGA Heinemann in Strausberg
26. Juni: Sommerfest der Innung
7. Oktober, 14.30 Uhr: Vorstandssitzung, 16 Uhr: Innungsversammlung, TGA Heinemann in Strausberg
12. bis 15. Oktober: Fachmesse gedatec Berlin
Infos: www.ishk.de


Ausbildung im Beruf SHK-Anlagenmechaniker

Hennickendorf. In den nächsten Tagen erhalten Schülerinnen und Schüler wieder ihre Halbjahreszeugnisse. In vielen Familien diskutieren dann wieder Eltern und Kinder über erfolgversprechende Zukunftsberufe.

Die Ausbildungsbetriebe der Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Ober- und Niederbarnim bieten für den Ausbildungsbeginn im August freie Ausbildungsplätze für den Beruf Anlagenmechaniker (m/w/d). Für den Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (m/w/d) suchen die Fachbetriebe der Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Ober- und Niederbarnim Auszubildende.

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik installieren versorgungstechnische Anlagen und Systeme und halten sie instand. Anlagenmechaniker/ in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist ein dreijährig anerkannter halbjähriger Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk. Anlagenmechaniker/-innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik finden Beschäftigung in versorgungstechnischen Installationsbetrieben und bei Heizungs- und Klimaanlagenbauern.

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise, wie Messungen mit unterschiedlichen Messzeugen durchgeführt werden und wie man analoge und digitale Signale prüft, wie man Bleche und Rohre durch Schmelzschweißen fügt und Kunststoffschweißverfahren anwendet. Sie lernen, wie man Aufträge entgegennimmt, Anlagenbetreiber in die Bedienung von Anlagen einweist und Anlagen an Kunden übergibt. Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Unternehmen aus der Region

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse in berufsspezifischen Lernfeldern zum Beispiel Sanitärräume ausstatten, ressourcenschonende Anlagen installieren oder versorgungstechnische Anlagen warten. Die Ausbildung wird in mindestens einem der folgenden Einsatzgebiete vermittelt: Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Lüftungs- und Klimatechnik, erneuerbare Energien und Umwelttechnik.

Aufstiegsweiterbildung bietet die Möglichkeit, beruflich voranzukommen und in Führungspositionen zu gelangen. Zum Beispiel durch die Prüfung als Installateur-/Heizungsbauermeister und in oder durch eine Weiterbildung als Techniker. rw