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15 Jahre Gut Hartensdorf

Direkt vom Erzeuger auf die Teller der Region

Auf dem Rittergut Hartensdorf werden Gemüse und Obst in Bio-Qualität angebaut und vor Ort verkauft

Familie Buder aus Beeskow lässt sich von Berna Kühne-Spicer beraten. Fotos: Anne Bennewitz

22.06.2021

Hartensdorf. Noch ein echter Geheimtipp ist das Rittergut Hartensdorf. Das historische Anwesen selbst wird seit mittlerweile 15 Jahren wieder bewirtschaftet. Das hier angebaute Obst, Erdbeeren und Gemüse ging anfangs zum Verkauf an Bio-Geschäfte in der Region. Seit drei Jahren unterhält das Gut einen eigenen Hofladen. Jeden Dienstag und Freitag ab 10 Uhr sowie sonnabends ab 9 Uhr können Liebhaber regionaler und saisonaler Bio-Früchte hier aus dem Vollen schöpfen.

Eigentümer des Rittergutes Hartensdorf ist das Ehepaar Christa und Hans-Joachim Evers. Aus Göttingen zogen die beiden 2006 nach Hartensdorf, einem Ortsteil von Herzberg. Denn als ihnen das Hartensdorfer Gut samt Wald und Ackerland angeboten wurde, schlugen er und seine Frau zu. Das alte Anwesen, auf dem die markante neoklassizistische „Villa mit Turm“ aus den 1920er Jahren thront, hatte es dem Ehepaar angetan. Ihm gefiel der Wald, ihr die Möglichkeit, hier Gemüseanbau betreiben zu können. Dabei war der Zustand bei der Übernahme im Februar 2006 „katastrophal“, wie Hans-Joachim Evers erzählt: „Ein Brand hatte Wirtschaftsgebäude, die Ställe und auch die Villa zerstört. Sämtliches Inventar war verschwunden.“ Erschwerend kam hinzu, dass das Areal, das zuletzt eine Baumschule beherbergte, seit Jahren brach lag. Und so wuchsen auf rund zehn Hektar völlig verwilderte Bäume und Sträucher. „Wir mussten bei Null anfangen“, schildert Hans-Joachim Evers.

Die Evers stellten regionale Kräfte ein, die teils zuvor schon hier beschäftigt waren. Sie investierten nach und nach und bauten eine Wirtschaft mit Gemüseproduktion, Ackerbau und Forstbetrieb auf. „Erhaltung und Zurückführung – das war und ist unser Ziel“, sagt Hans-Joachim Evers. Nicht zuletzt auch deshalb richteten er und seine Frau Wohnungen in ehemaligen Arbeiterhäusern auf dem Gutshof zur Vermietung ein.

Von Anfang an hatten sich Christa und Hans-Joachim Evers eine Bio-Produktion, sowohl was das Getreide, als auch das Gemüse anging, vorgestellt. Doch sie mussten feststellen, dass die 200 Hektar Ackerland schlicht zu klein waren, um darauf wirtschaftlich Bio-Anbau zu betreiben. Also konzentrierte man sich auf den Bio-Gemüseanbau, auf die Obstbäume sowie den Anbau von Kartoffeln und Erdbeeren. Hinzu kam eine Mutterkuhhaltung – einerseits, um Dünger zu gewinnen, andererseits, um als weiteres Standbein die Jungtiere zu verkaufen.

Nun hat es erneut Veränderungen auf dem Rittergut Hartensdorf gegeben. Seit gut einem Vierteljahr gehört die Storkowerin Berna Kühne-Spicer als selbständig tätige Gärtnerin zum Team. „Ich war im positiven Sinne erschlagen. Hier würde man so viel machen können“, schildert sie ihren ersten Eindruck damals. Ihre Mission fortan: Das Rittergut Hartensdorf soll wieder bekannter und einladender werden. „Durch beste Bio-Qualität und Frische bei solider Beratung zu überzeugen, ist das feste Ziel“, so Hans-Joachim Evers.

Schon in den nächsten Tagen steht die besondere Freiland-Erdbeere wieder schmackhaft zur Verfügung. Der Gemüseanbau liefert aktuell Salate, Mangold, Rettiche, Rübchen, Radieschen und Rucola für den Verkauf. Es folgen nach und nach alle denkbaren Gemüsearten von Tomaten über Gurken und Fenchel bis Bohnen, die allesamt in nachhaltiger Permakultur auf 300 Quadratmetern Fläche unter Leitung der Fachgärtnerin Berna Kühne-Spicer produzeirt werden. Auch Obst und Kartoffeln wird es im Verlauf des Jahres geben, dazu ein Rest von Obstbäumen.

„Probieren Sie und lassen Sie sich überraschen von der Qualittät, dem direkten Kauf aber auch der wöchentlichen Bio-Kiste, die wir anbieten“, lädt Hans-Joachim Evers ein. Berna Kühne-Spicer und elf weitere Mitarbeiter stehen auf dem 15-jährigen Rittergut bereit. abe

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