Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

In guten Händen - Pflegeratgeber Hilfe nach Hause holen

Wenn das Einkaufen schwer fällt: Immer mehr Geschäfte, Dienste und Apotheken bieten einen Einkaufs- oder Lieferservice an. Foto: Andrew Angelov/shutterstock
Wenn das Einkaufen schwer fällt: Immer mehr Geschäfte, Dienste und Apotheken bieten einen Einkaufs- oder Lieferservice an. Foto: Andrew Angelov/shutterstock

Lieferdienste, Essen auf Rädern oder mobile Dienste unterstützen Pflegebedürftige


Oft bereitet Pflegebedürftigen und deren Angehörigen das Einkaufen, Putzen oder die Fahrt zum Arzt, die umständlich organisiert werden muss, große Mühe. Meist müssen sie sich dann Hilfen nach Hause holen. 

Einkaufs- und Lieferdienste
Häufig machen Bewegungseinschränkungen Pflegebedürftigen das Einkaufen schwer. Immer mehr Geschäfte, Dienste und Apotheken bieten daher einen Einkaufs- oder Lieferservice an. Auch Getränkemärkte, Supermarkt- bzw. Tiefkühlkostketten oder kleinere Lebensmittelgeschäfte haben inzwischen einen solchen Einkaufs- und Lieferservice.Besonders im ländlichen Raum verbreitet kommen rollende Bäcker, Fleischer oder Supermärkte hinzu.

Die Bestellung kann meist telefonisch, per Fax, SMS oder per Internet erfolgen. Tipp: Beim nächsten Einkauf im Laden oder Besuch in der Apotheke nach einem Einkaufs- und Lieferservice fragen. Wenn ein solcher Service angeboten wird, kann man sich auch mit Nachbarinnen und Nachbarn zusammenschließen und dadurch bei eventuellen Liefergebühren etwas Geld sparen.

Essen auf Rädern
Wenn Pflegebedürftigen oder ihren Angehörigen das Kochen schwer fällt, können Sie sich an einen Menübringdienst wenden. Menübringdienste – auch Essen auf Rädern genannt – liefern regelmäßig fertig zubereite komplette warme Mahlzeiten nach Hause.

Meist haben die Wohlfahrtsverbände oder Kirchen solch einen Menüservice im Angebot. Oft bieten auch Seniorenzentren, Altenheime, Restaurants oder Metzgereien ein preisgünstiges Menü mit Lieferservice an. Wichtig: Wer einen Menübringdienst testen will, sollte darauf achten, dass man den Dienst auch kurzfristig wieder ab- oder umbestellen kann.

Haushaltshilfen
Wenn Pflegedürftige und ihre Angehörigen die tägliche Hausarbeit alleine nicht mehr schaffen, können sie sich durch eine Haushaltshilfe beim Putzen oder bei der Wäscheversorgung unterstützen lassen. Nach Absprache kann eine Haushaltshilfe auch kleinere Besorgungen erledigen. Inzwischen gibt es schon Agenturen, die entsprechende Haushaltshilfen vermitteln. Pflegebedürftige können aber auch selbst solche Haushaltshilfen einstellen, müssen dann aber das Beschäftigungsverhältnis anmelden und Sozialversicherungsabgaben sowie Steuern für die Haushaltshilfe zahlen.

Hausmeisterdienste
Für schwierige Arbeiten im Garten oder kleinere Reparaturarbeiten im Haus werden Hausmeisterdienste angeboten, die im Winter auch den Schnee räumen.

Mobile Soziale Dienste
Mobile soziale Dienste helfen oft beim Sauberhalten der Wohnung, Reinigen und Instandsetzen der Wäsche und auch beim Erledigen von Einkaufen. Auch die Hilfe bei der Körperpflege, die Begleitung bei Arzt- oder Behördengängen, Schreib- und Vorlesedienste sowie das Erledigen von kleineren Reparaturarbeiten in der Wohnung gehören häufig zu ihrem Aufgabenbereich.

Mobile Nagel-, Fuß- und Haarpflege
Viele Pflegebedürftige schaffen es alleine nicht mehr zum Friseur oder zum Fußpfleger. Friseure oder Fußpfleger, aber auch Nagelpfleger kommen daher – gegen einen geringen Aufpreis – auch ins Haus.

Fahr-, Begleit- und Besuchsdienste
Wenn Pflegebedürftige nicht mehr gut laufen und selbst nicht mehr Auto fahren können, brauchen sie Hilfe, etwa bei der Begleitung zum Arzt, oder beim Besuch von Freizeit- und Kulturveranstaltungen. Nicht immer stehen dann aber öffentliche Verkehrsmittel oder Angehörige und Freunde mit einem Auto zur Verfügung.

Taxi- oder andere Fahrdienstunternehmen bieten dafür Fahr- und Begleitdienste an. Mancherorts gibt es noch ehrenamtlich organisierte Dienste („Bürgerbusse“), aber auch geschäftliche Besuchs- und Begleitdienste, die gegen Geld z. B. auch Unterstützung bei Behördenangelegenheiten leisten.

Tipp: Auskünfte zu genannten Diensten und weitere Möglichkeiten können Pflegestützpunkte geben. Oder man fragt bei der Kommune, beim Nahverkehrsunternehmen, bei ehrenamtlichen Organisationen, wie Seniorenbüros oder Nachbarschaftshilfe und der Kirche danach. (Quelle: curendo.de)
         

Kostenloser Kurs kann Angehörige bei Pflege unterstützen

Wer im Pflegebereich arbeitet, kennt praktische Tipps, die den Alltag erleichtern können. Von dieser Expertise können Angehörige profitieren. Denn ihnen steht ein kostenloser Pflegekurs zu, in dem Pflegeprofis ihr Wissen vermitteln, so die Zeitschrift „Senioren Ratgeber“. Dort geht es etwa um Handgriffe, die den Rücken schonen und helfen, einen Pflegebedürftigen einfacher aus dem Bett zu heben. Angehörige bekommen darüber hinaus zum Beispiel vermittelt, warum kleine Pausen zwischendurch wichtig sind. Die Kurse finden in Krankenhäusern, Volkshochschulen, Sozialstationen oder bei Pflegediensten statt - häufig abends über mehrere Wochen verteilt oder kompakt als Block am Wochenende.

Wer an dem kostenlosen Angebot Interesse hat, sollte sich an die Pflegekasse wenden. Zum Teil können pflegende Angehörige auch Beratungstermine vor Ort wahrnehmen oder etwa Online-Kurse. Das bietet sich zum Beispiel für diejenigen an, die wegen der Pflege zu Hause bleiben müssen. (dpa)

Seit wann und wie

Was Pflegende über Medikamente wissen müssen

Morgens, mittags, abends: Tabletten-Boxen helfen, bei der Einnahme von Medikamenten den Überblick zu behalten. Foto: Caroline Seidel/dpa-mag
Morgens, mittags, abends: Tabletten-Boxen helfen, bei der Einnahme von Medikamenten den Überblick zu behalten. Foto: Caroline Seidel/dpa-mag
Pflegebedürftige müssen oft jede Menge Medikamente nehmen. Aufgabe von Angehörigen ist es dann, den Überblick zu behalten - und das geht leider nur mit etwas Recherche und guter Buchführung, wie das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) erklärt.

Zuerst gilt es dabei, die Arzneimittel genau kennenzulernen: Was muss wann eingenommen werden, wie funktioniert die Einnahme genau? Bei Kapseln und Tabletten ist das oft noch selbsterklärend, bei Augen- und Nasentropfen, Salben oder gar Inhalationen wird es aber oft kompliziert.

Hier gilt: Konsequent nachfragen und die Infos auf einer eigenen Medikamenten-Liste notieren - am besten zusätzlich zum Medikationsplan, den alle Patienten mit mindestens drei verschriebenen Arzneimitteln bei Haus- oder Facharzt bekommen können. Auf der Liste sollten dabei nicht nur die verschreibungspflichtigen, sondern auch alle anderen Medikamente sowie Heil- und Nahrungsergänzungsmittel stehen.

Wissen und notieren sollte man auch, wie ein Medikament aufbewahrt werden kann: Manche müssen zum Beispiel in den Kühlschrank, andere ins Dunkle. Manche Pillen lassen sich in eine Tabletten-Box packen, andere sind dafür nicht geeignet. Zusätzlich sollten Angehörige auf der Verpackungnotieren, wann sie diese geöffnet haben - und wie lange das Medikament damit noch haltbar ist. Das hilft auch, rechtzeitig ein Rezept für Nachschub zu besorgen. (dpa)

Naturheilmittel nicht sorglos einsetzen

Eine Erkältung belastet pflegebedürftige Menschen oft besonders. Haus- oder Naturheilmittel können dann Linderung verschaffen. Auch solche Mittel haben aber Neben- und Wechselwirkungen, warnt das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Pflegende sollte sich daher über mögliche Risiken informieren und die Anwendung mit dem Hausarzt abstimmen. Bei Husten zum Beispiel hilft Thymiantee aus der Apotheke. Wer mag, kann auch selbst schleimlösenden Zwiebelsaft ansetzen und diesen über den Tag verteilt löffelweise anbieten. Allerdings sollte man den Saft jeden Tag neu zubereiten, so die Experten. Ansonsten können sich darin Keime bilden. Geht die Erkältung mit Fieber einher, können Wadenwickel den Körper kühlen. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Begleiterscheinungen, bei denen Wadenwickel nicht zum Einsatz kommen dürfen - Schüttelfrost zum Beispiel, Harnwegsinfekte und kalte Hände oder Füße zum Beispiel. Auch für viele andere Beschwerden von Pflegebedürftigen gibt es Naturheilmittel - von Appetitbis Schlaflosigkeit. Was wie hilft, erklärt das ZQP in einem Ratgeber zum Thema. Wichtig dabei: Das Hausmittel ersetzt nicht den Arztbesuch. Hat der Pflegebedürftige zum Beispiel Fieber und ist gleichzeitig geschwächt, sollten Pflegende medizinische Hilfe holen. (dpa)

             

                
Krankenfahrten zur Strahlen- und Chemotherapie
Tagespflege Schwedter Tor
Uckermärker Schwestern - Krankenpflege- und Gesundheitsdienst
Die Essenmanufaktur
Mevice
Sozialstation der MAQT e.V.
Doreen Stichel
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG
Datenschutz