Seit dem Jahresbeginn 2026 hat das Amt Joachimsthal neue Amtswehrführung: Das neue Duo will sich unter anderem für den Zusammenhalt bei der Feuerwehr einsetzen.
Noch mehr Aufgaben
Als hätten nicht schon ein anspruchsvolles Ehrenamt, kommt's für Axel Müller und Katja Skala jetzt noch dicker: Sie haben seit wenigen Wochen als Amtswehrführer und Stellvertreterin noch mehr Aufgaben übernommen. „Aber selbstverständlich ganz freiwillig“, unterstreicht Axel Müller schmunzelnd. Der Hauptbrandmeister und die Oberbrandmeisterin, die in der Wehr in Joachimsthal aktiv sind, hatten sich im Bewerbungsverfahren gegen mehrere andere Bewerber durchgesetzt. Sie wollten das zusätzliche Ehrenamt tatsächlich ausüben, auch wenn damit noch mehr Verantwortung verbunden ist. Denn die Amtswehrführung muss sich um die Einsatzbereitschaft der Wehren im Amt, um die Ausbildungsplanung, die Beschaffung der Ausstattung, die Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung und nicht zuletzt um unzählige Verwaltungsaufgaben kümmern.
Zusammenhalt fördern
„Wir machen das gern“, so Katja Skala. Als Gründe nennen die beiden nicht nur die gute Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung, wo man sehr wohl um die Leistung des Ehrenamts weiß. Beide betonen auch das große Engagement und die tolle Leistung, die von den Kameraden in den insgesamt drei Ortswehren mit ihren sechs Löschgruppen geleistet wird. „Wir haben uns deshalb vorgenommen, das auch wieder mehr in den Vordergrund zu rücken, die einzelnen Ortswehren einander wieder näherzubringen und den Zusammenhalt zu stärken“, beschreibt es Axel Müller. Im Einsatz weiß jeder Feuerwehrmann, was zu tun ist.
Aber die gemeinsame Zeit soll sich eben nicht nur auf Ernstfälle beschränken. Deshalb will das neue Duo nicht nur regelmäßig bei den Ortswehren Präsenz zeigen, sondern auch Gelegenheiten zum Zusammenkommen wie etwa den Amtsfeuerwehrball oder gemeinsame Aktionstage wiederbeleben. Früher hätte es das alles gegeben, irgendwann sei das aber eingeschlafen. „Schade, vielleicht können wir das zusammen wieder ins Leben rufen“, wünscht sich Katja Skala.
Junge Leute im Einsatz
Darüber hinaus sieht die neue Amtswehrführung die Feuerwehr im Amt gut aufgestellt. Natürlich sei die Tagesbereitschaft in kleineren Ortschaften ausbaufähig, aber dieses Problem ist in den Weiten Brandenburgs bei weitem nicht neu. „Richtig gut ist zum Beispiel, dass wir im Amt eine junge Feuerwehr mit vielen jungen Leuten haben, die inzwischen in den aktiven Dienst gewechselt sind“, erzählt der Amtswehrführer. „Und das nicht nur in Joachimsthal, wo der älteste Aktive 54 Jahre alt ist, sondern überall in den Orten“, ergänzt Katja Skala. Natürlich dürften es immer noch mehr Menschen sein, die sich für die Feuerwehr einsetzen, als kleinstes Amt im Barnim könne man sich aber durchaus sehen lassen.
Neubau und TLF
Größte Baustelle in diesem Jahr ist Althüttendorf, wo eine neue Feuerwehr gebaut wird. Der harte Winter hat die Arbeiten hier etwas verzögert, aber auch die neue Amtswehrführung ist schon voller Vorfreude auf die Fertigstellung. Außerdem könnte das Amt mit etwas Glück auch noch ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 4000 erhalten, aber hier ist die Planung noch nicht durch“, informiert Axel Müller. Und noch etwas gibt es in diesen Tagen erstmals: das Einsatz-Nachsorge-Team, das – ebenfalls ehrenamtlich – nach emotional fordernden Einsätzen der Rettungskräfte – angefordert werden kann, stellt sich bei den Feuerwehrleuten vor. Ein Angebot, mit dem das neue Joachimsthaler Führungsduo dazu ermutigen will, sich bei Bedarf Hilfe zu suchen – um auch zukünftig gut und gern in den Einsatz zu gehen.


