Im niedersächsischen Langenhagen steht das neue Rathaus kurz vor der Fertigstellung. Besonders ins Auge fällt die markante Fassade aus rotem Architekturbeton mit auffälligen Lochstrukturen. Und wer hat's gemacht? Das Team der GBJ Geithner Betonmanufaktur Joachimsthal GmbH hat sie gefertigt und montiert. Wer auf der Bundesstraße 198 zwischen Althüttendorf und Groß Ziethen unterwegs ist, dem ist sicherlich schon einmal der große Mischerturm des Unternehmens aufgefallen. In ihm lagern rund 900 Tonnen spezieller Sande und Kiese, ob farbig oder glitzernd, aus denen die Betonmanufaktur in ihren Hallen Architekturbeton zu hochwertigen Fertigteilen formt. Erfahrene Tischler und Stahlbetonbauer fertigen hier Betonfertigteile für anspruchsvolle Bauprojekte, nicht nur für die Region Berlin-Brandenburg, sondern für ganz Deutschland und gelegentlich auch darüber hinaus. Von der Planung über die Fertigung und Lieferung bis hin zur Montage kommt dabei alles aus einer Hand.
Kurz vor Weihnachten verließen die letzten roten Fassadenfertigteile für das Rathaus in Langenhagen das Firmengelände. Die anspruchsvollen Bauteile wurden zuvor mit Stahlbewehrungen versehen und anschließend in komplexe Schalungen gegossen. Der verwendete Beton besteht aus einer nur für dieses Bauvorhaben und nach den Wünschen des Architekturbüros entwickelten Betonrezeptur.
Anschließend wurde die Betonoberfläche behandelt, um ihre feine Struktur freizulegen und eine edle Anmutung zu erzeugen.
Kank ihrer 30-jährigen Expertise in der Betonverarbeitung und -veredelung sind die Fachleute von Geithner Bau geschätzte Partner nationaler und internationaler Architekturbüros, insbesondere für repräsentative Bauwerke wie das Bundeskanzleramt, das Denkmal für die ermordeten Juden Europas oder aktuell das neue Bundesumweltamt.
Allein Jörg Oeser, Bauingenieur und Werksleiter bei der Geithner Betonmanufaktur, kann auf mehr als 1000 entwickelte Betonrezepturen zurückgreifen, die unterschiedlichste Form- und Farbgebungen ermöglichen. „Wir entwickeln uns ständig weiter. Aktuell forschen wir auch an Betonfassaden, die durch Moose und Flechten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten sollen“, erklärt Oeser.
Wer neugierig geworden ist, kann sich unter www.geithnerbau.de über das Unternehmen und seine Arbeit informieren.


