Bauvostellung Forststraße Sozialer Wohnungsbau in bester Lage

Wegen der Größen wird Balkonien in der Forststraße 1-2 zu einem außergewöhnlichen Vergnügen. Etwa ein Drittel der Wohnungen ist noch verfügbar. Wohnberechtigungsscheine sind Voraussetzung. Fotos (7): Wernitz
Wegen der Größen wird Balkonien in der Forststraße 1-2 zu einem außergewöhnlichen Vergnügen. Etwa ein Drittel der Wohnungen ist noch verfügbar. Wohnberechtigungsscheine sind Voraussetzung. Fotos (7): Wernitz

Zwölf Wohnungen und neun Zimmer für eine WG im KWR-Neubau Forststraße 1-2

Rathenow. Klassischer Sozialer Wohnungsbau mitten in der City: Die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR), ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadt, hat in der Forststraße 1-2 ein Haus errichtet, in das Familien einziehen, die es finanziell nicht dicke haben. Ein Wohnberechtigungsschein (WBS) ist notwendig. 

In bester Zentrumslage sind zwölf exquisite 2- bis 4-Raum-Wohnungen entstanden, die zu zwei Dritteln bereits vermietet sind, so KWR-Geschäftsführer Danny Harwardt. Im Erdgeschoss betreibt das Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege eine WG für an Demenz erkrankte Menschen. Hier stehen neun Zimmer und insgesamt 332 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung.

KWR Kommunale Wohnungsbaugesellschaft mbH Rathenow

Alle Mietwohnungen des kürzlich fertiggestellten Objekts haben Balkone, die ungewöhnlich groß anmuten. Sie befinden sich auf der Südseite, hin zu einem Hofareal, das noch begrünt wird. Auch Spielgeräte sind dort geplant. Die Balkone sind überdacht und in die vorgebaute Wand integriert. Sowohl auf der Süd- als auch auf der Nordseite wurden hier architektonische Akzente gesetzt. Zur Forststraße hin befinden sich hinter der vorgebauten Wand die Treppenhäuser der beiden Aufgänge. Es gibt Fahrstühle. Zu jeder Wohnung gehört ein Abstellraum, der Platz für Fahrräder, Kinderwagen, Spielzeug etc. bietet.
     
In einer noch freien 3-Zimmer-Wohnung (97 Quadratmeter groß) zeigt Danny Harwardt zunächst ins Bad. Im ganzen Haus seien die Bäder mit Wanne und Dusche ausgestattet. Das Wohnzimmer reicht von der Balkonbis zur Straßenseite, wo Platz für eine offene Küche reserviert ist. Alle Wohnungen sind mit Fußbodenheizungen ausgestattet, durch attraktiven und robusten Vinyl-PVC-Bodenbelag in allen Zimmern könnten Mieter auf Teppiche getrost verzichten. Das spart Geld. Schließlich haben die Wohnungen Größen zwischen 79 und 117 Quadratmeter. Pro Quadratmeter verlangt die KWR eine Kaltmiete von lediglich 4,90 Euro.
       
Harwardt betont, dass die KWR in der Forststraße auch für den freien Wohnungsmarkt hätte bauen können, wie gegenwärtig in der Fehrbelliner Straße. Doch habe man bewusst auf Sozialen Wohnungsbau gesetzt. Der Geschäftsführer erklärt, dass auch die KWR durchaus von den Mietpreisentwicklungen in und um Berlin profitiert. Der Wohnungsleerstand beläuft sich aktuell auf weniger als 5 Prozent.

Das Bauprojekt, das Ende 2018 gestartet war, wird über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) finanziert. Die KWR nahm ein Baudarlehen der ILB in Höhe von fast 2,9 Millionen Euro in Anspruch. Zusätzlich erhält die KWR von der ILB noch einen Zuschuss von rund 500.000 Euro. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt ca. 4 Millionen Euro. Ursprünglich sollte die Forststraße 1-2 saniert werden. Statt die Wohnungen im nicht mehr zeitgemäßen Vorgängerobjekt zu sanieren, wurde auf einen wirtschaftlicheren Neubau gesetzt.

Insgesamt befinden sich nun 2.460 Wohnungen im KWR-Bestand. Informationen zu Vermietungen gibt es online auf www.kwr-rathenow.de. (rez)
     
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