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Sanierung Kirche Döberitz

Eine Kirche des Dorfs

Sanierung des Döberitzer Gotteshauses vollendet

Die sanierte Döberitzer Dorfkirche. Foto: Weber

26.10.2020

Döberitz. „Die Döberitzer Kirche ist nicht nur eine Kirche für das Dorf, sondern eine Kirche des Dorfs. Eine Dorfkirche im besten Sinn“, dankte Pfarrer Hans- Dieter Kübler ihrem 2015 gegründeten Förderverein. Dieser hatte zum Erhalt des Gotteshauses ein Nutzungskonzept erstellt, auf dessen Grundlage EU-Fördermittel in die umfassende Sanierung fließen konnten. Kürzlich wurde Projektfertigstellung gefeiert.

Nach Beginn der Planungsarbeiten im Jahr 2015 konnte im August 2018 mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden. Die insgesamt mehr als 400.000 Euro Investitionskosten wurden zu 80 Prozent durch EU-Mittel zur Förderung des ländlichen Raums gefördert. Die evangelische Kirche Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz sowie der Kirchenkreis Nauen-Rathenow gaben Geld dazu. Der Förderverein hatte Spenden gesammelt für den Eigenanteil in Höhe von 60.000 Euro. Die an der Sanierung beteiligten Gewerke stammen zumeist aus der Region. So auch die Trockenbaufirma Ebner aus Döberitz, die ihre Arbeitsleistung als Spende ausführte.

Im ersten Bauabschnitt wurden Dach und Dachstuhl des Kirchenschiffs und die Apsis erneuert, neue Fenster eingebaut und Türen saniert. Erstmals wurden Dachrinnen angebracht. Der zweite Bauabschnitt beinhaltete das Neustreichen der Wände, den Rückbau der eingezogenen Wände im Bereich der Winterkirche und die Rückerschließung der Empore. Eine moderne Gasheizung, neue elektrische Leitungen, erstmals Wasseranschluss, eine Miniküche und eine Toilette wurden eingebaut.

„Beim Abbau von Turmkugel und Wetterfahne zur Neu-Vergoldung, wurde sichtbar, dass der mittlere Kaiserstuhl, der Dachstuhl im Turm, stark marode und zum Teil weggefault war“, so Erhard-Hans Löser, zuständiger Architekt aus Kotzen. „Nach einem Gutachten wurde so auch die Sanierung des Turms und dessen Neueindeckung beschlossen. Dies erhöhte die Kosten um zirka 40.000 Euro, wofür wir zusätzliche Fördermittel bekamen.“

Ein Projekt im Projekt, das dem Architekten besonders am Herzen lag, ist die Öko-Kläranlage hinter der Kirche. Bei dieser kommen Sumpfpflanzen zum Einsatz.

Zur Feier des Tages gab Suhyun Lim ein Konzert auf der Orgel aus dem Jahr 1886, die nun - gereinigt und neu gestimmt - wieder ihren Platz auf der Empore fand. Die gebürtige Koreanerin, seit 2016 Kantorin der Katharinenkirche in Brandenburg an der Havel, begeisterte die rund 35 Zuhörer mit Stücken des 17. und 18. Jahrhunderts. Das letzte Konzert vor Sanierung hatte im Juni 2018 mit dem Brandenburger Musikensemble „Jazzocrazz“ stattgefunden. „Noch haben wir, auf Grund der Corona-Situation, keine weiteren kulturellen Veranstaltungen in der Kirche geplant“, so Fördervereinsvorsitzender Roland Bohm. Konzerte und Lesungen werden künftig, neben den Gottesdiensten, stattfinden. Akustik und technische Ausstattung erlauben sogar eine Nutzung als Proben- und Studio-Raum. (siw)

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