Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ausbildung und Studium Berufsstart in die Logopädie

Logopäden haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Foto: kasto/123rf/randstad
Logopäden haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Foto: kasto/123rf/randstad

Berufsstart in die Logopädie

Mit Stift und Geduld: Menschen zu gutem Reden verhelfen

Wem Zukunftssicherheit und der Umgang mit Menschen wichtige Aspekte bei der Berufswahl sind, der wird am Beruf des Logopäden viel Freude haben. Sie behandeln, beraten und untersuchen Patienten mit verschiedenen Sprach-, Sprech- oder Stimmstörungen. Das fängt bei kleinen Kindern an, deren sprachliche Entwicklung verzögert ist, und reicht bis zu Erwachsenen, die stottern, Stimmprobleme haben oder nach einem Schlaganfall nicht mehr richtig sprechen können. „Der Bedarf an Logopäden nimmt zu“, weiß Petra Timm, Sprecherin des Personaldienstleisters Randstad, „die Entwicklungsmöglichkeiten und Karrierechancen, beispielsweise im klinischen Bereich, sind entsprechend groß“. Und diejenigen, die am liebsten selbstständig arbeiten, haben die Möglichkeit, eine eigene Praxis zu eröffnen. Ein weiterer Pluspunkt: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für Logopäden in der Regel kein Problem. Die praxisnahe Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung. (txn)

Nagel-Group / Kraftverkehr Nagel SE & Co. KG

Handyvideos statt Anschreiben

Digitale Business-Netzwerke machen es möglich: Schon vor dem ersten Gespräch können Personaler das Business-Profil von Kandidaten im Netz prüfen. Foto: Peter Scholl/dpa-mag
Digitale Business-Netzwerke machen es möglich: Schon vor dem ersten Gespräch können Personaler das Business-Profil von Kandidaten im Netz prüfen. Foto: Peter Scholl/dpa-mag
Bewerbung mit nur einem Klick oder Software für den ersten Kandidatencheck: Die Digitalisierung verändert die Suche nach Arbeitskräften und die Art, wie Stellen vermittelt werden.

Personaler machen sich verstärkt selbst auf die Suche nach geeigneten Kandidaten. Das passiert vor allem über digitale Business-Netzwerke. „Wer Personaler auf sich aufmerksam machen möchte, sollte sein Profil in jedem Fall gut pflegen“, rät Prof. Armin Trost, der an der Business School der Hochschule Furtwangen Personalmanagement lehrt. Die Digitalisierung hat weitere Dialog-Kanäle zwischen Unternehmen und Bewerbern eröffnet, zum Beispiel Messaging-Dienste oder Chatbots. Das sind Computerprogramme, die automatisiert mit dem Anwender kommunizieren und Fragen beantworten. Digitale Bewerberplattformen haben zudem viele Prozesse vereinfacht. Oft genügen hier der Lebenslauf und ein Link zum Business-Profil. Oder Kandidaten beantworten online einige Motivationsfragen. Gerade junge Bewerber nutzen verstärkt Videointerviews, in denen sie meist auf standardisierte Fragen des ausgewählten Unternehmens antworten. In Zukunft kann auch künstliche Intelligenz bei der Bewerberwahl zum Einsatz kommen. „Etwa beim sogenannten Matching, also dem automatischen Abgleich von Kandidatenprofilen und Unternehmensanforderungen“, erklärt Martina Weiner, Geschäftsführerin der Personalberatung „i potentials“ in Berlin. Die Technologie steht jedoch noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung.

„Die Entscheidung über einen Kandidaten muss am Ende immer der Mensch treffen“, so die Einschätzung von Martina Niemann, Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes der Personalmanager. (dpa)

Darf ich meinen Arbeitgeber im Netz bewerten?

Gesetze müssen eingehalten werden

Foto: Warnecke
Foto: Warnecke
Arbeitgeberbewertungen in entsprechenden Portalen im Internet sind für andere Bewerber oft hilfreich. Doch dürfen Arbeitnehmer eine solche Rezension einfach ins Internet stellen? „Ja“, sagt Jürgen Markowski, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Nürnberg und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein. „Arbeitnehmer dürfen ihren Arbeitgeber im Netz bewerten.“

Aber es gibt Einschränkungen: Beachten müssen Arbeitnehmer bei einer Bewertung die geltenden Gesetze sowie die Treuepflicht, die im Arbeitsvertrag geregelt ist. Was heißt das genau? Dem Fachanwalt zufolge dürfen Arbeitnehmer beispielsweise nicht über betriebsinterne Vorgänge berichten, die der Geheimhaltungspflicht unterliegen. Auch darf ein Angestellter in seiner Bewertung keine unwahren Tatsachen über seinen Arbeitgeber veröffentlichen oder ihn gar beleidigen. „Wird durch die Bewertung ein Straftatbestand erfüllt, kann der Arbeitgeber nämlich Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten“, erklärt Markowski. Der Verfasser der Bewertung müsse dann damit rechnen, dass die Strafverfolgungsbehörden seine Identität ermitteln - und die wird auch dem Arbeitgeber mitgeteilt. Eine Abmahnung oder Kündigung können mögliche Folgen für den Arbeitnehmer sein. Wer seinen Arbeitgeber im Internet bewerten möchte, sollte also immer bei der Wahrheit bleiben. Das hilft am Ende auch potenziellen Bewerbern am meisten weiter, die die Rezension lesen. dpa

Gute Vorsätze durchhalten

Ohne Ausreden und mit mehr Realismus

Das neue Jahr hat begonnen, die guten Vorsätze sind noch frisch - Was sollte im neuen Jahr in Beruf und Studium nicht alles anders laufen! Doch wie hält man die Absichten auch durch?

Realistisch bleiben: Wer sich zu viel vornimmt, erreicht oft gar nichts. Viele verschätzen sich, da sei Frust programmiert, sagt Julia Haferkamp von der Prokrastinationsambulanz der Universität Münster.

Konkrete Ziele setzen: Vorsätze wie „Ich müsste mal beruflich vorankommen“ sind laut Haferkamp zum Scheitern verurteilt. „Hier fehlt ein klares Ziel“, erklärt die Psychologin.

Gewinn vor Augen halten: Wichtig ist, dass Berufstätige sich verdeutlichen, was sie von ihren Vorsätzen haben: Wer sich ein konkretes Wunschbild vorstellt, setze damit positive Energie frei, erläutert Markus Hornig aus Berlin, der als Coach im Spitzensport und in der Wirtschaft tätig ist.

Antworten auf Ausreden überlegen: Zu müde, zu hungrig, keine Lust: Um den inneren Schweinehund im Zaum zu halten, sollte man sich gleich Antworten auf solche Ausreden zurechtlegen, rät Haferkamp.

Sich selbst belohnen: Zur Motivation sollten Berufstätige und Studenten sich ab und zu selbst belohnen, sich einen Abend Zeit zum Entspannen in der Badewanne gönnen etwa, rät Prof. Dirk Windemuth vom Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG).

Berufe im Wandel

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren es gemeinnützige Bestrebungen einiger gutwilliger Menschen, anderen zu helfen. Einen Hospitalaufenthalt konnten sich nur wenige reiche Menschen leisten, bei der Geburt eines Kindes halfen „alte Frauen“ und wer alt und gebrechlich war, musste auf die Hilfe seiner Familie zählen.

Die sogenannten Gesundheitsberufe wie Arzt, Pfleger, Chirurg und Therapeut, die sich erst in den vergangenen 150 Jahren herausgebildet haben, haben sich in unzählige Fachdisziplinen aufgesplittet und unterliegen strengen Ausbildungskriterien. (pm/cr)
IHK Potsdam
GBM Gleisbaumechanik Brandenburg / H. GmbH
Wepoba Wellpappenfabrik GmbH & Company KG
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG
Datenschutz