Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ihr Recht ist unser Zeil Aktien oder Gold: Was bringt 2020 Anlegern?

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird frühestens Mitte 2020 ihre Geldpolitik ändern - und dann unter Umständen den Leitzins anheben. Foto: Boris Roessler/dpa/dpa-mag
Die Europäische Zentralbank (EZB) wird frühestens Mitte 2020 ihre Geldpolitik ändern - und dann unter Umständen den Leitzins anheben. Foto: Boris Roessler/dpa/dpa-mag

Das Jahr 2019 war für Anleger nicht leicht: Es gab keine nennenswerte Zinsen auf Sparbücher oder sichere, mehrjährige Anlagen wie Festgeld. „Wir befinden uns in einer absoluten Niedrigzinsphase“, sagt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen.

Kein ganz neues Phänomen: Seit dreieinhalb Jahren liegt der Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent, seit September zahlen Banken nun 0,5 Prozent Strafzinsen auf Gelder, die sie bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Vor Mitte 2020 plant die EZB nicht, den Leitzins zu erhöhen, ließ sie im Sommer 2019 verlauten.

Risikoarm anzulegen passt nicht zu Niedrigzinsen

Für Immobilienkäufer ist die Niedrigzinsphase gut: Kredite sind derzeit günstig. Anleger haben dagegen das Nachsehen. „Wir Deutschen neigen dazu, risikoarm anzulegen. Das wird uns gerade zum Verhängnis“, sagt Oelmann. Denn: „Wer noch auf herkömmliche Art und Weise spart, der verbrennt mit Blick auf die Inflation regelrecht das hart ersparte Vermögen“, erklärt Maik Bolsmann, Geschäftsführers von B&K Vermögen in Köln. Dies belegen exemplarische Zahlen: Die Inflationsrate lag im November 2019 bei 1 Prozent. Festgeld kam dagegen nach Angaben der FMH Finanzberatung nur auf eine durchschnittliche Rendite von 0,1 Prozent, Sparbücher auf lediglich 0,02 Prozent.

Anders verlief das Jahr 2019 an der Börse: „Es hat sich, gerade im Vergleich zum vierten Quartal 2018, für Anleger überraschend gut entwickelt“, erklärt Jens Hartmann, Geschäftsführer von ficon börsebius Invest in Düsseldorf. Das zeigt auch ein Blick auf den Dax. Der deutsche Leitindex legte bis Ende November 2019 um gut 25 Prozent zu - im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch sei Geduld an der Börse wichtig: „Schwankungen, wie wir sie im vierten Quartal 2018 gesehen haben, gehören einfach dazu“, erklärt Hartmann.

Handelsstreits verunsicherten Märkte

Trotz der leichten Erholung belasteten Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltwirtschaft 2019 die Konjunkturaussichten für den Euroraum. Die Europäische Kommission und die Bundesregierung rechneten für 2019 nur mit einem Wirtschaftswachstum von etwa 0,5 Prozent. Für das Jahr 2020 wird ein Zuwachs von 1,0 Prozent erwartet - 2018 waren es noch 1,5 Prozent.

So verunsicherten der mögliche Brexit und der Handelsstreit zwischen USA und China immer wieder die Märkte. Eine Folge: Gold hat 2019 ein Comeback erlebt. Es gilt als stabil. Doch Erträge wirft es anders als andere Anlageformen nicht ab. Nur wenn der Goldpreis steigt, profitieren Anleger - und dieser unterliegt Schwankungen. Sichere Aussage zur Wertentwicklung kann keiner treffen.

Experten: Etwas Auf und Ab muss sein

Anleger sollten ihre Strategie an die niedrigen Zinsen anpassen. Laut Hartmann seien etwa Aktien mit regelmäßigen Dividendenausschüttungen interessant. Beimischen könne man Edelmetalle wie Gold, die sich häufig gegenläufig zu Aktien entwickeln. Nachdem sich Aktien, Anleihen und Gold 2019 ähnlich entwickelten, werde sich 2020 voraussichtlich ein breiter aufgestelltes Portfolio stärker lohnen, vermutet Bolsmann. So kann man Schwankungen besser ausgleichen.

Oelmann rät ebenfalls, unterschiedliche Anlageformen zu mischen. „Der sogenannte Notgroschen kann ruhig aufs Tagesgeldkonto, aber viel mehr sollte da nicht liegen.“ Mehr Rendite bieten Oelmann zufolge etwa passiv gemanagte Indexfonds (ETFs). Sie bilden einen Index wie den Dax ab und streuen so das Risiko breiter als einzelne Aktien. dpa
   

Gassi gehen von der Steuer absetzen

Wer seinen Hund tagsüber einem Betreuer überlässt, kann die Kosten zum Teil von der Steuer absetzen. Foto: Christin Klose/dpa-mag
Wer seinen Hund tagsüber einem Betreuer überlässt, kann die Kosten zum Teil von der Steuer absetzen. Foto: Christin Klose/dpa-mag
Tierbesitzer können einige Kosten als haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzen. „Haushaltsnahe Dienstleistungen sind alles, was man theoretisch auch selbst machen könnte“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Im Bezug auf Haustiere fallen darunter etwa Ausgaben für den Tierfriseur, -trainer oder -betreuung.

Wichtig: „Es muss ein Bezug zum Haushalt vorliegen“, erläutert Klocke. Der Betreuer müsse etwa nach Hause kommen oder den Hund an der Haustür zum Gassi gehen abholen. Wird die Katze während des Urlaubs dagegen in eine Pension gebracht, lassen sich die Kosten in der Steuererklärung nicht berücksichtigen. Zudem sei entscheidend, dass die Dienstleister eine Rechnung ausstellen, sagt Klocke. Wenn das Finanzamt nachfragt, muss ein Beleg vorgelegt werden. Voraussetzung ist außerdem, dass nicht in bar gezahlt wurde.

Abgesetzt werden können nur Kosten für Profi-Betreuung. Kümmert sich die Nachbarin in ihrer Freizeit um den Hund, kann sie dafür keine Rechnung ausstellen. Außerdem dürfen nur die tatsächlichen Arbeitskosten in der Steuererklärung aufgeführt werden, Materialkosten werden vom Finanzamt nicht akzeptiert, ergänzt Klocke.

Die Kosten für Anschaffung, Futter und Krankenversicherung sowie die Behandlung durch einen Tierarzt können ebenfalls nicht berücksichtigt werden. Auch die Hundesteuer lässt sich nicht absetzen.

„Die Ausgaben für Haustiere von der Steuer abzusetzen, lohnt sich“, sagt Klocke. Steuerzahler können 20 Prozent der angefallenen Kosten für die Haustiere steuerlich geltend machen. Insgesamt können laut Paragraf 35a des Einkommensteuergesetzes für alle haushaltsnahen Dienstleistungen bis zu 4000 Euro pro Jahr eingereicht werden.

Für Haustiere, die aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen gehalten werden, gelten andere Regeln. Halter von Blindenhunden oder Diensthunden bei der Polizei genießen in der Regel mehr Steuervorteile. dpa
   

Wenn Kinder das Erbe ausschlagen

Vorerben müssen den Nachlass für die Nacherben erhalten. Sie dürfen deshalb nicht etwa ein Grundstück aus dem Nachlass verschenken. Das gilt auch, wenn die Nacherben ausschlagen. Wenn sie ihren Pflichtteil nicht erhalten, treten die Enkel als ursprüngliche Ersatznacherben an ihre Stelle, wie das Landgericht (LG) Bremen (Az.: 2 O 179/19) entschieden hat. Die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) berichtet.

Im verhandelten Fall hatte ein Mann seine Ehefrau im Testament als Vorerbin eingesetzt. Die erwachsenen Kinder wurden als Nacherben, die Enkel als Ersatznacherben benannt. Nach dem Tod des Erblassers schlugen die Kinder ihr Nacherbe aus.

Witwe verschenkt Teil des Nachlasses

Daraufhin verschenkte die Witwe als Vorerbin eines der geerbten Grundstücke an ihren Großneffen. Nach dem Tod der Frau verlangten die Enkel das Grundstück als Teil ihres Nacherbes vom Großneffen.

Zu Recht, urteilten die Richter. Die Ehefrau konnte trotz der Ausschlagung der Kinder das Grundstück nicht verschenken. Denn die Enkel sind als Ersatznacherben an die Stelle der Kinder getreten. Im Zweifel fällt das Erbe bei der Ausschlagung durch die Nacherben an den Vorerben zurück. Dies gilt aber nur dann, wenn der Erblasser nichts anderes angeordnet hat. Wurden Ersatznacherben bestimmt, so deutet das nach Ansicht der Richter darauf hin, dass sie bei Wegfall der Nacherben begünstigt werden sollen.

Familie soll nicht doppelt berücksichtigt werden

Dies gilt jedenfalls, wenn die Kinder als eigentliche Nacherben nicht ihren Pflichtteil erhalten, so das Landgericht. Denn dann käme es zu einer doppelten Berücksichtigung der Familie des ausschlagenden Kindes, von der nicht anzunehmen ist, dass der Verstorbene dies wollte. Wenn - wie hier - die Kinder aber keinen Pflichtteil erhalten haben, können die Enkel das Grundstück verlangen, da es Bestandteil der ihnen angefallenen Nacherbschaft ist. dpa
   

Fortbildungen belohnt der Fiskus

Ausgaben für berufliche Fortbildungen können Arbeitnehmer als Werbungskosten geltend machen. Dazu zählen Reisekosten, Verpflegungspauschale oder Übernachtungen, rät die Bundessteuerberaterkammer. Nachzuweisen ist der Bezug zum Beruf. Steuerpflichtige können die Kosten in dem Jahr geltend machen, in dem sie die Rechnung zahlen. Das Bezahlen vorzuziehen kann sich auszahlen, wenn damit die Werbungskostenpauschale von 1000 Euro pro Jahr überschritten wird. dpa

Fachanwalt - Baurecht - Potsdam - Überbau durch Haus/Garage

Aktien oder Gold: Was bringt 2020 Anlegern? Image 1
Viele nachbarliche Situationen sind dadurch gekennzeichnet, dass das Gebäude, gleichsam wie auch Garagen, nicht auf ein und demselben Grundstück errichtet worden sind, sondern sich auf das Nachbargrundstück erstrecken. Dies schadete so lange nicht, wie der Eigentümer des Grundstücks, auf dem das Gebäude/Garage maßgeblich steht, auch gleichzeitig Eigentümer des Nachbargrundstücks/ Flurstückes. Bei Veräußerung der dem Gebäude zugrundeliegenden Grundstücke an verschiedene Erwerber tritt jedoch dann die Überbauproblematik zu Tage. Der Überbau kann vielfach nachteilige Folgen für das überbaute Grundstück haben (z.B. wegen Abstandsflächen). Dies führt vielfach zu rechtlichen Auseinandersetzungen dahingehend, dass der Eigentümer des belasteten Grundstückes den Abriss des Überbaus klageweise verfolgt. Rechtlich stellt sich dann die Frage, ob eine Duldungsverpflichtung gemäß § 912 BGB entsteht, weil der Überbau unverschuldet erfolgt ist. Im Rahmen dessen stellt sich auch die Frage, ob und inwiefern der Überbau genehmigt ist oder nicht und ob es überhaupt einer Baugenehmigung bedurfte. Der Rechtsstreit ist vor allen Dingen dann mit vielen Rechtsproblemen behaftet, wenn die Überbausituation zu DDR-Zeiten eintrat oder möglicherweise noch lange davor. Hier stellt sich sodann auch die Frage einer Verjährung bzw. darüber hinaus auch die Frage der Verwirkung von Ansprüchen, wenn ein Eigentümer des belasteten Grundstücks nicht schon früher die Änderung des rechtswidrigen Zustandes begehrt hat. Derartige Rechtsstreitigkeiten sollten Sie nicht allein führen. Sie sind zeitaufwändig und kompliziert und von vielen Einzelfragen abhängig. Anwaltliche Hilfe ist in solchen Fällen frühzeitig angezeigt und sogar zwingend, wenn als Eingangsinstanz das Landgericht zuständig ist (Anwaltszwang).

Rechtsanwälte Potsdam Teubner & Hülsenbeck, (Fachanwalt für Bau- und Architekten-recht/Dr. A.-M.Teubner); erste kostenlose telef. Infos: 0331-6203060, weitere Infos zum Bauen unter www.teubner-huelsenbeck.de „Veröffentlichungen“
   

Bewertung des Nachlasses bei der Pflichtteilsberechnung

Die Höhe des Pflichtteilsanspruchs ist einerseits abhängig davon, wie viele Personen erbberechtigt sind, und andererseits davon, wie hoch der Nachlass ist. Für diese Berechnung müssen zunächst alle Vermögenswerte, die zum Nachlass gehören, bewertet werden. Danach werden die Schulden, die der Verstorbene hinterlassen hat, abgezogen. Das Gesetzt hält dafür eine ganze Reihe von Einzelvorschriften bereit, allerdings auch für Positionen, welche nicht vom Nachlass abgezogen werden könne.

Nicht abgezogen werden kann der sogenannte Dreizigste. Wer beispielsweise mit den Erblasser bis zu dessen Tod in einem gemeinsamen Haushalt gelebt und von ihm Unterhalt bezogen hat, kann, auch wenn er oder sie nicht Erbe oder Erbin geworden ist, für die ersten 30 Tage nach dem Todesfall von den Erben weiter Unterhalt im bisherigen Umfang verlangen (§ 1970 BGB).

Nicht abgezogen werden können Vermächtnisse und Auflagen, die der Verstorbene verfügt hat, auch nicht die Pflichtteil- und Pflichtteilsergänzungsansprüche von Pflichtteilsberechtigten und der Erbersatzanspruch nicht ehelicher Kinder und Väter bei Erbfällen vor dem 01.04.1998.

Ebenso nicht abgezogen werden können Kosten, die nur die Erben betreffen. So können die Kosten der Testamentseröffnung oder der Erteilung eines Erbscheins ebenso wenig abgezogen werden wie die Kosten Auseinandersetzungen der Miterben untereinander.

Nicht abgezogen werden kann darüber hinaus die Erbschaftssteuer Pflichtteilsberechtigten. Andere Steuerschulden des Erblassers können hingegen durchaus abzugsfähig sein.des jeweils Erb- oder


Der Verfasser, Herr Rechtsanwalt Thomas Brehmel, ist Sozius der Rechtsanwaltskanzlei Mauersberger & Kollegen, Bahnhofstraße 52, 14612 Falkensee, Tel.: 03322/242687 (www.rechtsanwalt-mauersberger.de)
  
Mauersberger & Kollegen
Rechtsanwältin Ursula Müller
Teubner Hülsenbeck
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG
Datenschutz