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Reifenwechsel jetzt!

Gutes Tauschgeschäft für eine bessere Haftung

Autofahrer sollten bald an den Reifenwechsel denken

Bei steigenden Temperaturen gehören Sommerreifen ans Fahrzeug. Für den Wechsel sollte es allerdings dauerhaft frostfrei sein. Foto: ProMotor/T. Volz

28.04.2021

Es war zwar bis jetzt kaum zu spüren, doch langsam aber sicher bricht sich der Frühling Bahn. Mit dem Aufkommen der warmen Jahreszeit wird es auch Zeit für den Reifenwechsel. Autofahrer sollten also möglichst bald einen Termin für den Reifenwechsel in der Werkstatt buchen, denn die Auftragsbücher sind schnell voll, die Lieferzeit für neue Pneus ist oft lang.

So weit, so gut. Doch warum sollten es gerade Sommerreifen sein? Ganzjahresreifen versprechen Sicherheit bei jedem Wetter. Und wieso reicht es nicht aus, erst dann Luftdruck zu füllen, wenn das RDKS Alarm schlägt? Michael Schwämmlein, Geschäftsführer Technik beim Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk, hat die Antworten.

Was macht Sommerreifen so speziell?

Im Vergleich zu Winterreifen haben sie eine härtere Gummimischung, größere Profilblöcke, weniger Einschnitte und Lamellen sowie stabilere Schultern. Damit bleiben sie selbst bei großer Hitze und Nässe sicher in der Spur.

Lange, frostige Winter gibt es kaum noch. Reichen da nicht auch Ganzjahresreifen?

Ganzjahresreifen sind immer ein Kompromiss. Wer denkt, so rolle er sicher bei Wind und Wetter durchs Jahr und spart dazu noch Geld, weil das zweimalige Umrüsten wegfällt, der irrt. In Reifentests schneiden Ganzjahresreifen in Performance und Laufleistung stets schlechter ab als die Sommer- und Winterspezialisten.

Es gibt jedoch Einsätze, in denen Ganzjahresreifen eine Alternative sein können: Die Fahrzeuge sind nicht in extremen sommerlichen und winterlichen Verhältnissen unterwegs oder die Fahrer dann nicht auf sie angewiesen. Wichtig: Auch Ganzjahresreifen müssen regelmäßig gecheckt und für einen gleichmäßigen Reifenabrieb von der Vorder- auf die Hinterachse umgesteckt werden.

Wie alt können Sommerreifen eigentlich werden?

Der Gesetzgeber schreibt keine Altersbeschränkung vor. Ausnahme: Reifen an Anhängern mit einer 100-km/h-Zulassung dürfen nicht älter als sechs Jahre sein. Nach 10 Jahren sollte aber jeder Reifen gewechselt werden. Auskunft über das Alter gibt die DOT-Nummer auf der Reifenflanke (3015 = 30. Woche 2015).

Kann man für eine längere Lebensdauer von Reifen etwas tun?

Mit einem regelmäßigen Check, der Minutensache ist, eine ganze Menge: Misst das Profil noch mindestens 3 Millimeter? Stimmt der Reifendruck entsprechend den Herstellervorgaben und der Beladung? Gibt es Einfahrschäden? Wer dann noch umsichtig unterwegs ist, zum Beispiel Bordsteinkanten im stumpfen Winkel nimmt, hat schon viel für die Sicherheit und seinen Geldbeutel getan.

Reifendruck-Kontrollsysteme (RDKS) zeigen an, wann gepumpt werden muss. Reicht das?

Nein. RDKS überwachen während der Fahrt zwar ständig den Luftdruck. Das entbindet die Fahrer aber nicht von der Pflicht, selbst Hand ans Druckventil zu legen. Dafür gibt mehrere Gründe: Alle RDKS-Systeme haben eine Messschwelle von 20 Prozent zum Solldruck. Bis dahin kann das Auto bereits deutlich an Grip und Laufleistung verlieren. Auch der Rollwiderstand nimmt zu.

Hinzu kommt, dass indirekt messende RDKS im Vergleich zu vielen direkt messenden Systemen mit Sensoren im Reifen den absoluten Luftdruck gar nicht angeben. Hier sollte immer manuell geprüft werden Die ZDK-Experten empfehlen den Luftdruck mindestens alle zwei Monate, am besten aber 14-tägig, am kalten Reifen zu prüfen.

Was ist bei der Montage von Reifen mit RDKS zu beachten?

Ein indirektes System muss nach dem Umstecken der Räder neu initialisiert werden. Dieser Vorgang entfällt beim direkten RDKS. Dafür müssen oftmals die Sensoren angelernt und bei jedem Reifenwechsel beziehungsweise Umstecken geprüft werden. Je nach Alter der Batterien, von denen die Sensoren Strom ziehen, wird nach rund sechs Jahren ein Wechsel aller Sensoren fällig. (zdk)
   

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