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Gewerbe- und Industriepark Fürstenwalde

Beliebter Standort mit Zukunft

Firmen auf dem Gewerbe- und Industriepark an der Fürstenwalder Lindenstraße starten in die Frühlingssaison

Aus der Vogelperspektive: Der Gewerbe- und Industriepark Fürstenwalde ist für viele der hier ansässigen Firmen ein toller Standort. Foto: MOZ

8.03.2021

Fürstenwalde. Die im Gewerbe- und Industriepark Fürstenwalde ansässigen Unternehmen sind gut durch den Winter gekommen, der in diesem Jahr heftiger ausfiel, als in den Vorjahren. Auch mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie hatten vor allem die Bau-Firmen kaum zu kämpfen und sind bislang glimpflich durch diese Zeit gekommen. Bis auf vereinzelte Erkrankungen von Mitarbeitern oder Lieferprobleme auswärtiger Firmen gab es kaum Auswirkungen. Der eingeschränkte direkte Kontakt mit Auftraggebern oder Kunden erschwerte allerdings die Arbeit. Das ergab eine Umfrage bei Fürstenwalder Betrieben im Gewerbepark. Jetzt schauen sie aber optimistisch in die Frühjahrssaison und wollen durchstarten.

Wie andere Baufirmen auch, hat die Helmut Schmidt GmbH das Ende der kalten Jahreszeit herbeigesehnt. „Nach der auf dem Bau üblichen Winterpause sind wir jetzt voller Tatendrang“, berichtet Betriebsstättenleiter Marco Ludwig. Die Auftragsbücher der Firma, die bereits seit 1991 am Standort Fürstenwalde und seit 1996 im Gewerbeparkring ansässig ist, sind voll. Die 48 Mitarbeiter, fünf Azubis und sechs Bürokräfte haben gut zu tun. Im Moment sind einige Kolonnen auf Baustellen tätig, die vor dem Winter nicht mehr fertig gestellt werden konnten. Aber auch die aktuellen Baumaßnahmen sind schon angelaufen. So zum Beispiel in Neuenhagen, Fredersdorf-Vogelsdorf und Woltersdorf, die vom Wasserverband Strausberg-Erkner beauftragt wurden. Hier werden TW- und AW-Leitungen verlegt und die Hausanschlüsse für die Kunden hergestellt. Weitere Auftraggeber sind der Zweckverband Fürstenwalde und Umland, der Wasserverband Storkow und die EWE NETZ GmbH sowie die e.dis AG. Aber auch Privatkunden beauftragen das Unternehmen u. a. mit der Baufeldfreimachung sowie dem Bau von Abwasser- und Trinkwasseranlagen bei der Errichtung neuer Häuser. Die Gestaltung der Außenanlagen, z. B. Pflasterarbeiten aller Art gehören ebenso zum Leistungsspektrum der Firma wie der Straßenbau, die Durchführung von Horizontalbohrungen und LWL-Montagen mit dem Know-how der Firma. Vielfältige Tätigkeiten im Elektrobereich - von der Straßenbeleuchtung bis zum Verlegen von Telekommunikationskabeln - gibt es ebenfalls zu tun. „Gerade im Elektrobereich als auch im Rohrleitungs- und Kanalbau suchen wir gern noch weitere Mitarbeiter“, so Marco Ludwig, denn die Firma wächst weiter. So ist beispielsweise eine Objekterweiterung für den Fuhrpark, Technik und die Lagerhaltung in Planung.

Auch die Mitarbeiter des Dachdeckerbetriebes Nachtigall legen wieder los. „Wir haben gut zu tun und schon viele Aufträge für dieses Jahr“, berichtet Inhaber Frank Nachtigall. Sein 1907 vom Urgroßvater gegründeter Handwerksbetrieb gehört zu den ältesten in Fürstenwalde. 1996 hat er seinen Firmensitz im Gewerbepark bezogen und ist „mit dem Standort hochzufrieden“, wie er sagt. Mit seinen sechs Mitarbeitern steigt er vor allem Privatkunden zwischen Fürstenwalde und Berlin aufs Dach. Fachleute, die Arbeit suchen, sind zur Unterstützung gern gesehen.

Die 1982 gegründete Firma Andres GmbH hat seit 1995 ihren Standort im Gewerbepark. Fotos (2): A. Winkler
Die 1982 gegründete Firma Andres GmbH hat seit 1995 ihren Standort im Gewerbepark. Fotos (2): A. Winkler

Auch die renommierte Andres GmbH sucht zur Verstärkung noch Techniker wie Schlosser, Kfz-Mechaniker, Landmaschinen-Mechatroniker oder Elektriker. „Das 1982 gegründete Unternehmen, das seit 1995 seinen Sitz im Gewerbepark hat, wächst und entwickelt sich stetig weiter“, sagt Geschäftsführer Max Devin. So soll der Werkstatt- und Servicebereich erweitert werden. Das Unternehmen mit seinen 20 Mitarbeitern und zwei Kfz-Mechatroniker-Azubis ist spezialisiert auf den Verkauf und die Vermietung von Gabelstaplern sowie Lager- und Reinigungstechnik und ist Servicepartner von Kärcher. Um das Qualitätsniveau der Berufsausbildung im Betrieb noch weiter zu erhöhen, will auch der Firmenchef den Ausbilderschein machen.

Die Gewinnung des Berufsnachwuchses hat in der Schlosserei und Stahlbau GmbH Klink ebenfalls einen hohen Stellenwert. „Bei uns werden Konstruktionsmechaniker ausgebildet“, sagt Inhaber Ronny Klink. Bewerbungen von künftigen Lehrlinge sind ebenso gern gesehen, wie von Fachleuten, die das elfköpfige Mitarbeiter-Team unterstützen wollen. Das Unternehmen, das bereits seit Anfang der 1990er Jahre seinen Standort im Gewerbepark hat, ist gefragter Partner, wenn es um individuelle Stahlbaufertigungen und -lösungen geht. Aufzugsschächte in großen Wohnhäusern aber auch Geländer und Zäune von Privatkunden gehören zum Leistungsspektrum.

Mitarbeiter der MRM Glas- und Fassadentechnik GmbH sind deutschlandweit unterwegs.
Mitarbeiter der MRM Glas- und Fassadentechnik GmbH sind deutschlandweit unterwegs.

Die Spezialität der seit 1994 im Gewerbepark ansässigen MRM Glas- und Fassadentechnik GmbH sind individuelle Wintergärten, Fenster, Türen sowie Alu-Glas-Fassaden. In Fürstenwalde werden vor allem Aluminiumprofile verarbeitet. Produziert werde allerdings „nichts von der Stange“. „Wir sind deutschlandweit unterwegs und arbeiten insbesondere für größere Auftraggeber“, erläutert MRM-Geschäftsführer Mirko Kammer. Dazu gehört beispielsweise Bonava. In der Region hat die Firma MRM unter anderem am einstigen NCC-Turm am Fürstenwalder Bahnhof, am aktuellen Bonava-Gebäude, an der Fürstengalerie, am Sozialgebäude der Samariteranstalten oder in zahlreichen Kitas mitgewirkt. Aber auch Privatkunden lassen beispielsweise Haustüren bei MRM fertigen. Dabei sind die 20 Mitarbeiter der Firma, insbesondere die Metallbauer, in der Werkstatt wetterunabhängig und können rund ums Jahr produzieren.

Vom Wetter abhängig ist dagegen der Blitzschutzanlagenbau von Geschäftsführer Uwe Wendlandt, der seit 2013 sein Büro und Lager im Gewerbepark hat. „Wir haben schon in den vergangenen Jahren immer gut zu tun gehabt in Berlin und Brandenburg und die Auftragsbücher für die fünf Mitarbeiter sind voll. Deshalb suchen wir händeringend nach tatkräftiger Unterstützung von Fachkräften mit handwerklichen Fähigkeiten“, so der Firmenchef des Familienbetriebes, der sich bereits 1986 selbstständig gemacht hat. Auch „höhentaugliche“ Seiteneinsteiger sind gern gesehen, denn Blitzschutz- bzw. Erdungsanlagen werden oft auf Dächern und in Höhen installiert.

Auf dem Boden finden dagegen die Arbeiten der Firma Ahrensdorf Fußbodenverlegung statt. Geschäftsführer Sascha Ahrensdorf ist mit seinem Büro und dem Lager seit 2015 im Gewerbepark ansässig und lobt den „Super-Standort“: „Etwas Besseres konnte uns nicht passieren.“ Mit seinen 18 Mitarbeitern ist er nicht nur im Raum Berlin-Brandenburg sondern auch deutschlandweit unterwegs, wenn es um das Verlegen von Teppichen, Laminat, Parkett oder Linoleum geht. „Wir verlegen alles - außer Fliesen“, so Sascha Ahrensdorf. Seine Auftraggeber sind zum größten Teil Privatkunden, aber auch große Firmen wie Bonava, wenn es beispielsweise um Strangsanierungen geht. „Wir haben mehr als genug zu tun“, freut sich der Firmenchef.

Auch bei der Korallus Bau GmbH ist die Auftragslage gut. Nach der üblichen Winterpause wird jetzt wieder durchgestartet. „Wir sind vorrangig mit dem Neubau von Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern beschäftigt“, so Geschäftsführer Andreas Korallus. Das Unternehmen hat darüber hinaus beispielsweise auch Einkaufsmärkte, Ärztehäuser, Feuerwehr- und Mehrzweckgebäude in der Region errichtet. Zu seinem Familien-Unternehmen mit zwölf Mitarbeitern gehören auch Frau und Tochter. Seit 1994 hat die Firma im Gewerbepark ihr Büro, Lagerhalle und Platz für Baumaterialien und Maschinen. Sie war schon beim Ausbau des Gewerbeparks 1993/94 beteiligt und wurde dann dort selbst ansässig.

Die bereits am 1. Juli 1990 durch Gerhard Fettke gegründete Fettke Transport GmbH verlegte ihren Sitz im Jahr 2008 von Molkenberg in das Fürstenwalder Gewerbegebiet. Inzwischen übernahm sein Sohn Swen Fettke die Leitung des Unternehmens. An diesem bewährten Standort im Gewerbeparkring mit einem Büro und einer eigenen Werkstatt findet sich viel Platz für die 25 Fahrzeuge, Bagger und Radlader sowie das Zwischenlager für Baustoffe und Schüttgüter. Von dort aus gehen die Lastwagen (je nach Auftrag 5- bis 40-Tonner) mit ihren zu liefernden Erdbaustoffen, wie z.B. Kies, Steine, Splitt oder andere Baustoffen, auf den Weg. Insgesamt 30 Mitarbeiter – Fahrer und Bürokräfte – sind bei der Fettke Transport GmbH beschäftigt und sorgen für einen reibungslosen Betriebsablauf. Es werden vorrangig Bauunternehmen im Raum Berlin-Brandenburg mit Baustoffen und Schüttgütern beliefert, berichtet Geschäftsführer Swen Fettke. Aber auch Privatleute können in seinem Unternehmen Baustoffe kaufen und sich diese liefern lassen.

Wer viel arbeitet, muss sich auch stärken. Dafür sorgt im Gewerbe- und Industriepark das GIP Casino. Geschäftsführerin Sylvia Sossna, die bereits seit 1992 am Standort das Betriebsrestaurant betreibt, wird momentan durch Corona aber etwas ausgebremst. „Seit 1. November 2020 können wir unser Essen nur außer Haus verkaufen.“ Dennoch halten viele Stammkunden, darunter Mitarbeiter der benachbarten Firmen, Bauarbeiter, aber vor allem auch viele Rentner, dem vierköpfigen Küchen-Team die Treue. „Obwohl wir momentan durch die Corona-Beschränkungen im Schnitt nur 35 Prozent des Umsatzes machen, sind wir zufrieden und den Stammgästen dankbar“, so Sylvia Sossna. Wenn etwas Besonderes zum Mittagessen im Angebot ist, wie beispielsweise Entenkeule, dann läuft das Geschäft noch besser. Auch Schnitzel, Bouletten, Gulasch, Kohlrouladen, Eintöpfe, Chili con carne, Hefeklöße oder Putengeschnetzeltes werden gern verspeist. Zudem ist Frühstück mit belegten Brötchen im Angebot. Einen positiven Aspekt kann Sylvia Sossna der Corona-Zeit aber trotzdem abgewinnen: „Die Leute sind ruhiger geworden und nicht so hektisch“. (MOZ/Uy)

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