Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

3.4. Tag der älteren Generation Studieren light - Hochschulangebote für Senioren

Lernen mit Gleichgesinnten: Immer mehr Hochschulen wie hier in Halle bieten Vorlesungen und Seminare speziell für Senioren an. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa-mag
Lernen mit Gleichgesinnten: Immer mehr Hochschulen wie hier in Halle bieten Vorlesungen und Seminare speziell für Senioren an. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa-mag


Noch einmal Neues lernen - dieser Gedanke reizte die 74-jährige Friederike Wittmann. Und eine Idee, in welchen Fachbereich sie sich vertiefen will, hatte sie auch. Geschichte sollte es sein.

Wittmann entschied sich für ein Angebot der Seniorenakademie des Münchner Bildungswerks, getragen vom Verein Katholische Erwachsenenbildung in der Stadt und im Landkreis München. Drei Jahre lang besuchte sie einmal pro Woche jeweils drei Kurse. Neben Geschichte standen Literatur, Architektur und Psychologie auf dem Stundenplan. Kostenpunkt: knapp 300 Euro pro Semester.

Neben Angeboten von Volkshochschulen oder freien Trägern gibt es auch an den Universitäten verschiedene Möglichkeiten, die oft sogar günstiger sind. Einen Überblick gibt der regelmäßig erscheinende Studienführer des Akademischen Verein der Senioren in Deutschland (AVDS). Der Weg in den Hörsaal oder Seminarraum ist relativ einfach. Meist benötigt man kein Abitur, eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Bewerben kann man sich in der Regel auf das gesamte Angebot der Uni, lediglich manche NC-Fächer wie Psychologie sind für Gasthörer ausgeschlossen. Die Kosten schwanken von Uni zu Uni und können je nach Anzahl der besuchten Kurse zwischen 40 und 300 Euro liegen. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, sich ganz regulär für einen Studiengang zu immatrikulieren. Eine Altersgrenze gibt es auch dafür normalerweise nicht, nur die NC-Fächer sind hier wieder eine Ausnahme. (dpa)

Seniorenheime des Landkreises Oder-Spree gGmbH

Vor dem Geh-Fußballtraining erst einmal zum Arzt

Geselligkeit kontra Einsamkeit im Alter

Gerannt wird beim sogenannten Walking Football für Ältere nicht. Vor dem ersten Training im Gehfußball sollten sich Senioren- Kicker aber trotzdem einmal vom Arzt durchchecken lassen. Gleiches gilt, wenn beim Kicken Beschwerden wie Gelenkschmerzen oder Atemnot auftreten. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) hin.

Hat der Arzt keine Einwände, ist Walking Football eine gute Alternative zu anderen Sportarten: Einen positiven Gesundheitseffekt hat die Bewegung auch ohne Sprints, durch den spielerischen Wettbewerb ist die Motivation hoch. Außerdem ist das Kicken in geselliger Runde ein gutes Mittel gegen Einsamkeit im Alter.

Die Regeln beim Walking Football sind grundsätzlich dieselben wie beim regulären Fußball - nur ohne Laufen. Ein Fuß muss deshalb immer auf dem Boden sein, Tacklings und Grätschen sind ebenfalls tabu. Viele große und kleine Fußballvereine haben den Angaben nach inzwischen eigene Mannschaften für den Gehfußball; in England und den Niederlanden gibt es sogar schon Ligen für diesen Sport. (cmi/pm)

Was für ein Tag

Der Tag der älteren Generation findet jährlich am ersten Mittwoch im April statt. Dieser Tag wurde 1968 von der Kasseler Lebensabendbewegung (LAB) ins Leben gerufen. Mit dem Tag möchte man auf die Situation und die Belange von der älteren Generation, sowie die Rolle der Senioren in der Gesellschaft aufmerksam machen.

International wird dieser Tag auf Beschluss der Vereinten Nationen seit 1991 am 1. Oktober begangen.

Im Land Brandenburg leben über 598.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Das sind rund 24 Prozent der Gesamtbevölkerung. (Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Stand: 31.12.2017). (ms)
Evangelische Pflegeheim Pillgram gGmbH
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG
Datenschutz