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Tag der älteren Generation Leih mir deine Sinne: Schmecken und Würzen im Alte

Der Geruchs- und Geschmacksinn kann sich mit dem Alter ändern. Folglich muss auf das Würzen von Speisen mehr Acht gegeben werden. Foto: Silvia Marks/dpa-maga
Der Geruchs- und Geschmacksinn kann sich mit dem Alter ändern. Folglich muss auf das Würzen von Speisen mehr Acht gegeben werden. Foto: Silvia Marks/dpa-maga

Der Geschmackssinn lässt sich eher nicht trainieren, aber beim Geruchssinn geht noch was

Plötzlich ist alles anders. Versalzt die gestandene Köchin auf einmal das Mittagessen oder verlangt der Großvater öfter nach einer Nachspeise als sonst, dann könnte dahinter eine Alterserscheinung stecken: Ihr Geschmackssinn hat sich geändert. „Im Alter wird tatsächlich das Schmecken weniger“, erklärt Prof. Thomas Hummel von der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde an der Uniklinik Dresden. Dabei spielt unsere Nase eine Rolle. „Denn Riechen und Schmecken sind im Alltag nah beieinander.“

Was die meisten Leute unter Schmecken verstehen, ist der Feingeschmack oder das Aroma, ein Zusammenspiel aus Nase und Zunge. „Damit unterscheidet man den Apfel von der Birne“, sagt Prof. Hummel.

Die Medizin definiert mit „Schmecken“ dagegen nur einen Teil des Zusammenspiels, die sogenannte gustatorische Wahrnehmung. Dazu gehören die fünf Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, bitter und umami („fleischig“, „würzig“). „Diese Unterscheidung ist wichtig, denn Leute, die ihren Geruchssinn verloren haben, können weiterhin süß, sauer, salzig und bitter schmecken“, erklärt Prof. Hummel. Rieche aber jemand nicht mehr, fehle ihm der Feingeschmack. Das empfinden Betroffene oft als tragisch. Denn beim Verlust des Geruchs ist das Essen keine Belohnung mehr. „Wenn Sie ein Schnitzel essen, kommt die Befriedigung größtenteils über das Riechen“, erklärt Hummel. „Können Sie das nicht mehr, wird das Schnitzel langweiliger.“

Einzelne Gerüche nehmen Senioren intensiver wahr

Im Alter schmecken und riechen wir aber nicht nur schlechter, sondern manchmal sogar besser. „Einzelne Düfte, die klein sind und eine geringe Molekülgröße haben, werden auf einmal besser wahrgenommen oder bleiben stabiler als die, die eine große Molekülgröße haben“, sagt Prof. Hummel.

Die gute Nachricht: Um das umfassende Geschmackserlebnis bis ins hohe Alter zu erhalten, kann man etwas tun. Der gustatorische Sinn lässt sich nicht trainieren, aber mit gesundem Lebensstil beeinflussen: nicht rauchen und ein Verzicht auf Alkohol helfen, ihn zu bewahren. Beim Geruchssinn allerdings, der den Feingeschmack trägt, ist sogar eine Verbesserung möglich: „Sie sollten regelmäßig an verschiedenen Düften schnüffeln“, sagt Prof. Hummel.

Aufs Nachwürzen setzen

Als Senior gar keinen Geschmack mehr zu haben ist sehr selten. Aber schon ein Verschlechtern der Wahrnehmung führt zu einer Änderung der Präferenzen: Die Textur wird häufig wichtiger. Die persönliche Vorliebe kann sich dann auf die Konsistenzen verschieben. „Das schwankt aber von Person zu Person“, erklärt Prof. Hummel. „Manche essen dann lieber Kartoffelbrei, andere ganze Kartoffeln.“

Senioren mit weniger Geruchs- oder Geschmacksinn, die gleichzeitig für Alt und Jung kochen und sich unsicher beim Würzen sind, sollten vorsichtig sein. Denn das Geschmacksempfinden und die Präferenzen können stark auseinander gehen. „Ich würde dann immer erst weniger würzen und auf das Nachwürzen setzen“, sagt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern. Prof. Hummel rät, sich eine „Leihnase oder -zunge“ dazu zunehmen. Das sollte jemand sein, der jünger ist und auch gut schmecken und riechen kann. Dieser könne dann beim Abschmecken helfen. (dpa)

Getrennt und doch zusammen

Ostern 2020 feiern mit der Familie ist diesmal anders

Mit den Kindern und Enkeln in Verbindung bleiben: Über Ostern werden in diesem Jahr viele Menschen ihre Familien nicht besuchen - per Videoschaltung lässt sich das Fest aber zumindest ein wenig gemeinsam feiern.                  Foto: Silvia Marks/dpa-mag
Mit den Kindern und Enkeln in Verbindung bleiben: Über Ostern werden in diesem Jahr viele Menschen ihre Familien nicht besuchen - per Videoschaltung lässt sich das Fest aber zumindest ein wenig gemeinsam feiern.                  Foto: Silvia Marks/dpa-mag
Auf Abstand bleiben, die Großeltern nicht sehen und keine Freunde besuchen: Wie können Familien unter diesen Umständen gemeinsam Ostern feiern? „Es bleibt allen wohl nur, kreative Wege zu finden“, sagte der Diplom-Psychologe und Familientherapeut Björn Enno Hermans im Gespräch mit dem dpa-Themendienst.

Konkret bedeutet das: so viel Nähe herstellen, wie es die technischen Möglichkeiten zulassen. „Also ruhig zum gemeinsamen Osterkaffee trinken verabreden mittels Videotelefonie“, empfiehlt Hermans.

Dafür gibt es kostenlose Dienste. Skype etwa funktioniert über Hersteller- und Gerätegrenzen hinweg und erlaubt das Zusammenschalten von bis zu 50 Personen. Die App Facetime stellt eine gute Option dar, wenn alle Nutzer Apple-Geräte wie iPhone oder iPad haben – sie ist dort vorinstalliert. Weit verbreitet und für iOS- und Android-Geräte gleichermaßen nutzbar ist Whatsapp - allerdings können bei diesem Messenger maximal vier Kontakte gemeinsam per Video telefonieren.

Wer die Großeltern in der Nähe hat, kann ihnen natürlich auch kleine Geschenke oder etwas Gebackenes vor die Tür stellen. Wer mehr räumliche Distanz überbrücken muss, weicht dafür auf die Post aus.

Ergebnis der Ostereiersuche im Videoanruf präsentieren

Auch die Ostereiersuche muss nicht ausfallen. Wohnen die Großeltern in der Nähe, können sie sogar einen aktiven Part spielen: „Vielleicht einigt man sich auf eine bestimmte Stelle im Wald oder einen nicht zu bevölkerten Park, an dem Sachen versteckt werden, und die Kinder suchen sie eine Stunde später“, schlägt Hermans vor. Im Videogespräch können sie dann Oma und Opa später zeigen, was sie gefunden haben.

Und wie gehen Familien damit um, wenn einzelne Mitglieder die Kontaktsperre über die Ostertage ausnahmsweise aussetzen wollen? „Da muss man ganz ehrlich sagen: Das Abstandhalten über die Feiertage aufbrechen und es danach wieder einhalten zu wollen, bringt nichts. Entweder man hält sich da ganz dran oder eben nicht, das müssen Familien individuell entscheiden“, sagt Hermans. Er rate allerdings niemandem dazu, von den offiziellen Empfehlungen abzuweichen.

Wichtig bei diesem Konflikt sei, dass alle Beteiligten ihre Meinung offen kund tun dürfen und über niemanden hinweg entschieden wird. (dpa)

Wann ist man der/die Ältere?

Der Tag der älteren Generation ist ein internationaler Aktionstag, der Mitmenschen auf die Situation und die Belange der älteren Generation aufmerksam machen soll. In Deutschland wurde dieser Tag 1968 durch die Kasseler Lebensabendbewegung (LAB) ins Leben gerufen.

Ab wann beginnt eigentlich das Seniorendasein? Mit Mitte 50 oder 60 oder darüber? Gemeinhin sieht man heutzutage nicht mehr unbedingt das Alter als Indiz, und gern wird der Begriff doch auch nicht verwendet, wenn man noch im Arbeitsleben steht. Da werden schon eher Pensionäre und Senioren gleich gesetzt.

Wobei Senior nicht wirklich gleich bedeutend ist mit untätig sein. Schließlich finden gerade Senioren außerhalb der Arbeitswelt vielfältige Betätigungen in der Familie , im Hobby oder im Ehrenamt. (Quelle: kleiner-kalender.de /ms)
Seniorenheime des LOS gGmbH
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