Genussvoll essen in Eberswalde & Umgebung

Globus Naturkost in Eberswalde: Schlemmer-Glück aus aller Welt

Jeden Tag ein bisschen die Welt retten und dabei nicht auf den Genuss verzichten - das beweisen Heidi und Torsten Pelikan seit mehr als einem Vierteljahrhundert.

Pioniere und Feinschmecker aus Eberswalde: Heidi und Torsten Pelikan von Globus Naturkost in Eberswalde.    FOTOS: ANNETT POGUNTKE

04.03.2026

Regionalität, Nachhaltigkeit, Qualität und Genuss - dafür steht seit mehr als einem Vierteljahrhundert Globus Naturkost in Eberswalde. Hier können es sich Schleckermäuler mit gutem Gewissen schmecken lassen. 

Wenn der Käse nicht nur gut schmeckt, sondern auch dem Gewissen keine Probleme bereitet, dann zergeht er noch besser auf der Zunge. Das ist nur ein Beispiel für das Konzept von Heidi und Torsten Pelikan, den Inhabern von Globus. Vor fast 30 Jahren übernahmen sie das Geschäft von Matthias Tavernier, der den Laden, damals noch unter der Bezeichnung "Globus Naturwaren" 1994 in der Weinbergstraße gegründet hatte.

Die Anfänge
Heidi und Torsten, damals noch Studenten in Eberswalde, wollten das Geschäft unbedingt am Leben erhalten und starteten in die Selbstständigkeit. In Zeiten, in denen ökologisch produzierte Lebensmittel noch kaum ein Thema waren, wurden die Eberswalder zu Pionieren. Sie überzeugten Kunden und Neugierige von der Vielfalt und den Vorzügen einer nachhaltigen Lebensweise - und bewiesen, dass man dabei keineswegs auf den guten Geschmack verzichten musste. 

Das Ergebnis: Globus Naturkost hat sich mit den Jahren zu einer etablierten Adresse für den Genuss entwickelt. Denn obwohl der ökologische Gedanke die Grundlage für das Geschäftskonzept bildete, die Qualität und damit der gute Geschmack sind ebenso entscheidend und machen Globus heute zu einem beliebten Anlaufpunkt für alle, die gern ohne schlechtes Gewissen genießen wollen. 

Große Bandbreite
Wer heute im Globus vorbeischaut, der merkt schnell: Hier gibt's alles, was Feinschmecker lieben. Obst und Gemüse aus nachhaltigem Anbau, eine Gewürz-Auswahl, die Vergleiche mit denen in der Hauptstadt nicht scheuen muss, Aufstriche und andere Feinkost-Angebote, Wein, Fleisch und Milchprodukte - die nächste Mahlzeit ist hier nicht weit weg. Bestes Beispiel ist die fünf Meter lange Käsetheke, an der man sich einmal um die Welt futtern kann. Über 300 Sorten Wein sind ebenfalls vorrätig, sodass niemand auf einen passenden Begleiter zur Käseplatte verzichten muss. 

Unternehmen aus der Region

Was dabei ganz deutlich wird: Die Inhaber stecken viel Herzblut in ihre Produktauswahl. Regionalität ist ihnen wichtig, aber Produzenten, die vor Ort sind, müssen nicht selten erst einmal aufgespürt werden. Stimmt die Qualität, kommt dabei eine Partnerschaft zustande, die Jahre überdauert.

Im Auftrag des Geschmacks
Die Pelikans sind auch in ganz Deutschland unterwegs, um für ihre Kunden noch mehr Genüsse mit gutem Gewissen zu entdecken. Gerade erst ist Torsten Pelikan von der Messe Biofach aus Nürnberg, der größten Messe für Biolebensmittel und ökologisch produzierte Konsumgüter, zurückgekehrt. Mit leeren Händen? "Natürlich nicht", beruhigt der Inhaber, und berichtet unter anderem von besonderen Keksen, die in Sizilien von Gefängnisinsassen hergestellt werden. 

"Mit der Produktion wird ihnen eine Perspektive für die Zukunft aufgezeigt. Und sie schmecken, saftig, lecker, einfach herrlich“, schwärmt Torsten Pelikan von den Knast-Keksen, die aus Mandelmehl und viel frischem Aroma von Orange und Zitrone bestehen. Schon bald sollen sie in Eberswalde eintreffen und dann verkostet werden. Erst nach dem Urteil der Eberswalder wird entschieden, ob die kleinen Appetithappen dauerhaft ins Sortiment aufgenommen werden. Echte Zweifel, dass die Kekse den Geschmackstest nicht bestehen werden, hat Torsten Pelikan allerdings nicht. "Unsere Kunden wissen, dass sie sich auf meinen Geschmack verlassen können und ich nur empfehle, was auch wirklich gut ist."

Gesammelte Gaumenfreuden: das Globus-Kochbuch
Gesammelte Gaumenfreuden: das Globus-Kochbuch

Eigenes Kochbuch
Alle Zutaten im Einkaufskorb, aber was nun? Auch dafür hat das Globus-Team, das mittlerweile auf 35 Mitarbeiter angewachsen ist, eine Lösung: das Globus-Kochbuch mit leckeren Rezepten. Die Idee stammt von der Eberswalder Studentin Sofia Suvorov, die in ihrem Praxissemester erst von den Inhabern in die Globus-Geschmackswelt eingeführt wurde und sich dann mit der liebevoll zusammengestellten Rezeptsammlung bedankte. Torsten Pelikan ist immer noch voll begeistert von der Idee und der tollen Umsetzung. Die erste Auflage des Kochbuchs, das in kleiner Auflage erschienen war, ist schon fast vergriffen, jetzt wird nachgedruckt.

Pläne für morgen
Die Pelikans sind übrigens auch nach fast 30 Jahren weiter voller Ideen. Das umfasst nicht nur die ständige Weiterentwicklung des eigenen Betriebs. Geplant sei es, in naher Zukunft die Kantine der Sparkasse anzumieten, berichtet Torsten Pelikan. Das ermögliche es ihnen, ihr Catering-Geschäft noch auszubauen. Außerdem weiter könnten auch mehr Veranstaltungen in eigener Regie organisiert werden.