Frauenpower - Erfolgreiche Unternehmerinnen

Karriere: Netzwerk mit Gleichgesinnten aufbauen

Wer als Frau die Karriereleiter nach oben klettern möchte, sollte sich konkrete Ziele setzen und die Schritte dahin in Absprache mit dem Arbeitgeber planen. Foto: Klose/dpa-mag

09.03.2026

Für Frauen gibt es in der Arbeitswelt zum Teil immer noch hohe Hürden, etwa was Arbeitszeiten oder Karrierechancen betrifft. Wer beruflich vorankommen will, kann aber einige Dinge selbst in die Hand nehmen. Rike Pröbstl vom Personaldienstleister Robert Half rät zum Beispiel, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Hilfreich sei dabei insbesondere, sich Kontakte außerhalb des eigenen Unternehmens zu suchen, erklärt die Führungskraft auf dem Karriereblog des Unternehmens.

Frischer Blick von außen

So lassen sich nicht nur hilfreiche Erfahrungen austauschen. Pröbstl zufolge ist vor allem auch der „frische Blick von außen“ gewinnbringend: Womöglich sieht ein neuer Kontakt Dinge, die einem bislang gar nicht aufgefallen sind und hat gute Tipps zur Hand.

Darüber hinaus rät Rike Pröbst Frauen, die den nächsten Karriereschritt anstreben, ihre Ziele immer offen zu kommunizieren. Das zeigt Engagement und Motivation und stößt bei Führungskräften in der Regel auf Anerkennung. Wichtig sei, konkrete Ziele festzulegen und die Schritte dahin in Absprache mit dem Arbeitgeber zu planen. Raum dafür bietet etwa das jährliche Mitarbeitergespräch.
dpa


Wechseljahre und Beruf

Nach einer schlaflosen Nacht erschöpft und irgendwie unkonzentriert: Manche Frauen fühlen sich in den Wechseljahren weniger leistungsfähig – auch im Beruf. Da meldet sich bei einigen schnell ein schlechtes Gefühl, wenn man gerade nicht so viel schafft wie man es vielleicht gewohnt ist.

Es kann helfen sich bewusst zu machen, dass der Körper sich verändert – „und dass es wichtig ist, auf sich selbst zu achten“, sagt Emma Erhard, Psychologin bei IFBG. Ein wertvolles Werkzeug dabei sei das Gedankenmanagement.

Der erste Schritt: Negative Gedanken in sich selbst erkennen, wie etwa „Ich muss es immer allen recht machen“. Der zweite Schritt: Diese Gedanken bewusst umformulieren und belastende Denkmuster durch positive, realistische Sätze ersetzen. Hilfreiche Alternativsätze könnten in dem Fall zum Beispiel sein: „Meine Bedürfnisse sind genauso wichtig.“ Oder „Ich darf mir Pausen gönnen, ohne mich schuldig zu fühlen.“

„Damit diese neuen Überzeugungen verinnerlicht werden, braucht es Übung“, sagt Erhard. Eine einfache Methode sei, sich solche Sätze aufzuschreiben, um sich regelmäßig daran zu erinnern – etwa mit einem Post-it am Badezimmerspiegel. Zusätzlich könne es stärkend sein, bewusst den Fokus darauf zu lenken, was weiterhin oder sogar noch besser gelingt. „Viele Frauen berichten, dass sie mit den Wechseljahren entschlossener und entscheidungsfreudiger werden“, so Erhard. Eine positive Veränderung, die man selbstbewusst nutzen kann.
dpa