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Unternehmensgruppe Krebs & Schulze

Mit richtungsweisender Bauplanung zum Erfolg

Gesellschaftliche Entwicklungen fließen in Konzepte des Ingenieurbüros „Die BAUDENKER“ ein / Neuer Standort bietet Platz für weitere Kapazitäten

Die beiden Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Krebs & Schulze, Dipl.-Ing. Matthias Krebs (r.) und Dirk Schulze vor ihrem neuen Firmensitz in der Robert-Havemann-Straße 8 
Foto: Andrea Steinert

21.09.2020

Frankfurt (Oder). Die Unternehmensgruppe Krebs & Schulze in Frankfurt (Oder) realisiert ebenso anspruchsvolle wie durchdachte Bauprojekte, deren Planung in der eigenen Hand des Ingenieurbüros „DieBAUDENKER“ liegt. Matthias Krebs, einer der beiden Geschäftsführer der Unternehmensgruppe, leitet dieses Büro. Mit ihm und seinem Geschäftspartner Dirk Schulze hat Andrea Steinert über die Arbeit der Bauplaner und die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens gesprochen.

Herr Krebs, Herr Schulze, wir stehen hier in der Robert-Havemann-Straße vor einem ganz besonderen Bauprojekt. Was entsteht hier?

Dirk Schulze (DS): Hier entsteht unser neuer Firmensitz. An unserem aktuellen Standort in der Witebsker Straße haben wir die Kapazitätsgrenze erreicht. Deshalb freuen wir uns auf die neuen Räume, in denen wir genügend Platz für unser Planungsbüro, für unsere Immobilienverwaltung sowie für Werk- und Lagerstätten haben.

Wer sind DieBAUDENKER und welche Leistungen bieten sie an?

Matthias Krebs (MK): Als Teil der Unternehmensgruppe Krebs & Schulze übernehmen DieBAUDENKER den planerischen und kreativen Teil. Wir befassen uns mit der gesamten Palette unserer bebauten Umgebung. Die Entwicklung von neuen Projekten, die Modernisierung von Bestandsobjekten, die Optimierung von energetischen Erfordernissen bilden einige Schwerpunktbereiche unserer alltäglichen Arbeit. Wir übernehmen die Planung für öffentliche Auftraggeber, private Investoren und Unternehmen sowie natürlich für unsere eigenen Projekte.
    

Die Baudenker Krebs Ingnieurgesellschaft mbH & Co.KG

Wie viele Mitarbeiter haben Sie und welche Berufe sind bei Ihnen vertreten?

MK: Unsere Projekte im Planungsbereich werden aktuell von 17 fest angestellten Mitarbeitern betreut. Ingenieure, Architekten, Techniker, Konstrukteure und Kaufleute bilden hier unser Team. Dazu kommt zusätzlich eine Vielzahl von freiberuflichen Fachplanern aus den unterschiedlichen Spezialgebieten.

Gibt es Fachbereiche, in denen Sie eine Berufsausbildung anbieten?

MK: Mit dem geplanten Umzug an unseren neuen Standort in der Robert-Havemann-Straße sind wir in der Lage, Ausbildungsplätze für Kaufleute und technische Zeichner anzubieten. Dazu sollen dann Angebote für duale Studienplätze für Ingenieure und Architekten kommen. Ich möchte hier noch einen Hinweis in eigener Sache geben. Schüler, die sich für eine Ausbildung oder ein Studium bei uns interessieren, können gern während eines Praktikums ihren zukünftigen Beruf bei uns kennenlernen. Wir freuen uns über entsprechende Bewerbungen. Wir können für diesen Zeitraum auch geeigneten Wohnraum zur Verfügung stellen.

Wer gehört zu den Auftraggebern des Ingenieurbüros DieBAUDENKER?

MK: Seit nunmehr 26 Jahren sind wir in unserer Region und darüber hinaus für einen breit gefächerten Kundenstamm tätig. Von der öffentlichen Hand im Schul-, Kita- und Verwaltungsbau über Unternehmen im Industriebau oder im Einzelhandel bis hin zum betreuten Wohnen für soziale Träger übernehmen wir Projekte im gesamten Raum von Ostbrandenburg sowie in den alten und neuen Bundesländern.

Die Konzepte der BAUDENKER werden immer wieder höchsten Ansprüchen gerecht. Wie gehen Sie bei der Planung vor, um dieses Ziel zu erreichen? Welche Punkte sind wichtig?

MK: Zuhören. Beobachten. Zuhören. Und nochmal nachfragen. Nichts besser wissen. Unsere Kunden sind Spezialisten auf ihrem Gebiet. Gebäude und bauliche Anlagen sollen unsere Kunden für die Zukunft noch besser aufstellen. Die eigentlichen Planungsschritte laufen dann schon recht routiniert ab. Bis dieser Punkt aber erreicht ist, sind mit unseren Kunden die Anforderungen, wir sprechen hier von Bedarfsanalysen, zu klären. Aus diesem Prozess sind die Themen Demographie, Mobilität, Klimawandel und Finanzen, aber unter Betrachtung der nachhaltigen Wirtschaftlichkeit, nicht mehr wegzudenken. Aber auch der CO2 Anteil in der Bauausführung und in der späteren Nutzung wird in den nächsten Jahren deutlich in den Vordergrund rücken. Außerdem planen wir Brandschutzkonzepte, kümmern uns um die Barrierefreiheit und die energetische Optimierung von Gebäuden und vieles mehr.

Neben Ihrer Tätigkeit in Frankfurt sind Sie Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer mit Sitz in Potsdam. Wie schaffen Sie das?

MK: Ein gutes Team hier und ein gutes Team in Potsdam machen das möglich. Kommunikation üben und Verantwortung abgeben sind hier für mich maßgebliche Garanten. Ein großer Dank geht an erster Stelle an meinen Geschäftspartner Dirk Schulze aber auch an alle meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vor allem aber danke ich meiner Frau und meiner Familie. Ohne ihre Unterstützung läuft nichts.

Gibt es hier in der Region besondere Herausforderungen bei der Bauplanung?

MK: Die Ausgangslagen sind in den Regionen unterschiedlich. Die Herausforderungen ähneln sich dann aber. Wovon ich aber überzeugt bin, in den nächsten Jahren steht eine tiefgreifende Umstrukturierung unserer Branche an, auch in unserer Region. Viele freiberufliche Kollegen, die sich nach 1990 selbständig gemacht haben, erreichen das Rentenalter. Vergabeverfahren werden immer aufwendiger. Die Honorarordnung für Ingenieure und Architekten verdient kaum noch den Namen. Junge Absolventen, die es zum Glück gibt, zieht es nicht in die Freiberuflichkeit. Die Folge werden wenige, dafür größere Büros sein. Wir können uns dieser Entwicklung nicht entziehen und werden unser Planungsteam durch weitere Kapazitäten verstärken.

Die Unternehmensgruppe Krebs & Schulze hat in den vergangenen Monaten mehrere Firmen übernommen, weitere Übernahmen sind geplant. Wie kam es dazu und wie ist hier der Stand der Dinge?

MK: Aufgrund der demographischen Entwicklung ergibt sich das aktuell häufiger. Es muss aber zusammenpassen. Meistens ist die Sorge um Mitarbeiter die treibende Kraft bei den Kollegen. Die Gespräche laufen. Sobald Neuigkeiten zu vermelden sind, kann ich die gern teilen. Über ungelegte Eier möchte ich hier aber nicht sprechen. Wir werden uns auf jeden Fall weiter mit zusätzlichen Fachkapazitäten in allen Bereichen verstärken.

Seit wann arbeiten Sie, Herr Schulze und Herr Krebs, zusammen beziehungsweise wann wurde die Unternehmensgruppe Krebs & Schulze gegründet?

DS: Unsere Zusammenarbeit begann vor circa 20 Jahren. Seit 2007 gibt es uns gemeinsam als Geschäftspartner in allen Firmenbereichen der Unternehmensgruppe. Zum Glück sind wir so verschieden, das ist vielleicht eines unserer Erfolgsgeheimnisse. Die Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten im Unternehmen sind klar getrennt. Jeder trifft in seinem Bereich die Entscheidungen. Aber wir reden und telefonieren sehr viel miteinander, und das zur „Freude“ unserer Partner auch oft spät am Abend.

Welche Bauprojekte realisiert die Unternehmensgruppe Krebs & Schulze im Moment?

DS: Zurzeit entsteht in Frankfurt (Oder) in der Hafenstraße die Eigentumswohnanlage „An der Marina“ mit insgesamt 78 Wohneinheiten und der Umbau in der Puschkinstraße 1 zum Inklusionswohnen mit 85 Wohneinheiten. Außerdem sind wir an der Sanierung von Schulen und Kitas in der gesamten Region beteiligt. Darüber hinaus haben wir die Planungsarbeiten für ein privates Unternehmen hier in der Region übernommen, das eine große Produktionshalle bauen wird.

Kam es durch die Corona-bedingten Einschränkungen zu Verzögerungen?

MK: Natürlich hatten wir Einschränkungen. Vorsorgliche Quarantänen und Homeoffice sind auch an uns nicht vorbeigegangen. Unterbrechungen der Lieferketten an vereinzelten Vorhaben haben auch ihre Spuren hinterlassen. Durch unsere Mitarbeiter in den Bauleitungsteams konnten diese fast überall wieder aufgeholt werden.

Gibt es Projekte, die Ihnen als besonders erfolgreich in Erinnerung geblieben sind?

MK: Die Entwicklung des südöstlichen Stadtzentrums mit der Fischerstraße in Frankfurt (Oder) hat über 10 Jahre intensives Arbeiten bedeutet. Dies in einer Zeit wo parallel tausende Wohnungen abgerissen wurden, die gesamte Branche am Boden lag und Banken, anders als heute, keine Kredite gegeben haben. Wenn sich dann noch damalige Kunden bei meinem Vater, Dipl.- Ing. Ortwin Krebs, oder bei mir bedanken, dann macht mich das schon stolz.

Welche Projekte sind in den nächsten Monaten geplant?

DS: Für Auftraggeber wie etwa Städte, Gemeinden und Wohnungswirtschaften übernehmen wir Wohnungs- und Umbauprojekte sowie die Planung von Schulen und Kitas. Außerdem stehen Einzelhandelsimmobilien sowie die Entwicklung einer größere Wohnanlage mit mehreren Hundert Wohneinheiten auf unserem Arbeitsplan. Konkrete Auftraggeber möchte ich an dieser Stelle nicht nennen.

Das hört sich nach gut gefüllten Auftragsbüchern an. Nehmen Sie trotzdem noch Anfragen an?

DS: Aufgrund unserer erweiterten Kapazitäten sind für weitere Anfragen gut gerüstet. Wir verfügen über ein dichtes Netzwerk an Projektpartnern und sind deshalb in der Lage, schnell zu reagieren. Ich möchte an dieser Stelle all unseren Auftraggebern und Partnern für ihr langjähriges Vertrauen in unsere Arbeit herzlichbdanken.