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Neueröffnung Ärztehaus in Müllrose

Ein schmucker Stadtbaustein

Bei der Planung des Wohn- und Praxisgebäudes gab es viel zu berücksichtigen

Großzügig geschnitten: Blick in eine der Wohnungen über den Praxisräumen Fotos (2): Planungsbüro Holzmann

29.09.2020

Müllrose. „Ein Objekt, das nicht ausschließlich auf Einzelnutzung angelegt ist, ist immer etwas Besonders“, sagt Caroline Holzmann vom gleichnamigen Planungsbüro, das das neue Ärztehaus samt Wohneinheiten in Müllrose entworfen hat. Die Herausforderung sei nicht nur gewesen, die Ansprüche von drei Ärzten an die Praxisräume in dem Neubau zu realisieren sowie moderne Wohnungen für ein gemischtes Publikum zu schaffen. Da es sich um ein repräsentatives Grundstück entlang der Frankfurter Straße handele, sei es genauso wichtig gewesen, das Gebäude auch stimmig in das Umfeld einzufügen, schildert Caroline Holzmann den Auftrag. Das Wohn- und Praxisgebäude sollte zwar einen harmonischen Lückenschluss bilden, sich aber trotzdem in der Häuserzeile behaupten.

Dr. Jürn von Stünzner und Ehefrau Julia von Stünzner-Karbe als Bauherren hätten dem Planungsbüro Holzmann sehr großen gestalterischen Spielraum gewährt, freut sich die Architektin. „Es gab eine relativ lange Entwurfsphase, in der wir viel ausprobiert aber auch viel wieder verworfen haben“, berichtet Caroline Holzmann. Entstanden sei nach gut einjähriger Bauzeit schließlich ein „Stadtbaustein“, der sich zu allen drei Straßenseiten hin in seine Umgebung einfügt und hinter dessen Fassade drei individuell gestaltete Geschosse unterschiedliche Wohnungsformen und Arbeitsräume bieten. Die beiden Maisonette-Wohnungen verfügen zum Beispiel über eine innen liegende Loggia, die durch eine Glasfront attraktiv vom Wohnraum abgetrennt ist. Und während die Fassade zur Frankfurter Straße hin wie die der Nachbargebäude eher klassisch gehalten ist, konnte man hofseitig mit verschiedenen Fensterformaten arbeiten, nennt Caroline Holzmann eine weitere Auffälligkeit. Auf dem Hof lag ohnehin besonderes Augenmerk bei der Planung. Da sich hier der Praxiseingang befindet, wurden das Wohn- und Praxishaus und die Außenanlagen als Einheit entworfen. Noch parken auf dem Hof die Patienten. Diese können ihre Fahrzeuge aber auch entlang der Frankfurter Straße abstellen. Denn in Kürze beginnen die Arbeiten an den Garagen für die Mieter sowie an den Abstellräumen, dem Müllplatz und einer Pergola.

Das Planungsbüro Holzmann gehört übrigens selbst zu den neuen Mietern in dem Gebäude. „Es ist eine interessante Erfahrung, in ein Objekt einzuziehen, das man selbst entworfen hat“, sagt Caroline Holzmann. abe