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25 Jahre Schmidt Bau GmbH

Auf sicherem Boden

Gefragter Fachbetrieb für Estrichbau / Auftraggeber aus allen Bereichen

Firmengründer Jörg Schmidt (2. v. r.) und seine Frau Beate (r.) feiern das Jubiläum zunächst im kleinen Kreis mit den Angestellten des Fachbetriebs. Foto: Nadin Göller

13.10.2020

Groß Lindow. Direkt hinter dem Sportplatz im Knappenweg befindet sich ein altes Gebäude aus Tonziegeln. Es ist das letzte Überbleibsel der ehemaligen Brikettfabrik, die über ein eigenes Hafenbecken an den Friedrich- Wilhelm-Kanal angebunden war. Der historische Industriebau ist heute Sitz der Firma Schmidt Bau GmbH. Der Fachbetrieb für Estrichbau kann inzwischen ebenfalls auf eine langjährige Tradition zurückblicken. Jörg Schmidt, der zuvor eine Hochbaufirma führte, hat das Unternehmen am 1. Oktober 1995 gegründet. Die Geschäftsräume befanden sich in der ehemaligen Backstube in Groß Lindow. In den ersten Jahren übernahm die Firma auch Putzarbeiten, spezialisierte sich dann aber auf das Verlegen von Estrich. „Man musste sich natürlich erst einen Namen machen“, erinnert sich Jörg Schmidt. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Betrieb weiter, „mit Höhen und Tiefen“, so der Inhaber. 1997 erfolgte der Umzug auf das Gelände der alten Brikettfabrik. Das Gebäude, das genügend Platz für das Büro, die Fahrzeuge und ein Materiallager bietet, war zunächst angemietet. Nachdem die Eigentumsverhältnisse geklärt waren, konnte Jörg Schmidt die Immobilie erwerben. Inzwischen hat sich die Schmidt Bau GmbH auf dem Markt positioniert. Ihre Mitarbeiter sind auf Baustellen im gesamten Umkreis bis nach Berlin und Potsdam im Einsatz.
    

Weit mehr als die Hälfte der Aufträge kommt aus öffentlicher Hand und von Wohnungsbaugenossenschaften. Außerdem arbeitet die Firma für Baubetriebe und private Bauherren. Zurzeit sind die Fachleute vor allem mit der Blocksanierung in Eisenhüttenstadt beschäftigt. „Wir haben dort im Sanierungsgebiet bisher rund 60 000 Quadratmeter Estrich verlegt“, erläutert Jörg Schmidt. In Berlin war der Betrieb unter anderem an den Bauarbeiten am Friedrichstadtpalast und am Reichstag beteiligt. Jetzt sind die Mitarbeiter in der Hauptstadt mit dem Estrichbau in zwei großen Wohnanlagen beschäftigt, die noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Für die LVA, das Kleist Forum und das Klinikum in Frankfurt hat die Spezialfirma ebenfalls Estricharbeiten ausgeführt. „Der Auftrag für das Kleist Forum war schon richtig groß“, bemerkt Jörg Schmidt und betont gleichzeitig, dass er kleine Aufträge ebenfalls jederzeit annimmt. „Wenn jemand einen Estrichleger für seine Garage braucht, machen wir das“, so der Firmeninhaber. Für die Arbeiten auf der Baustelle beschäftigt er fünf gewerbliche Angestellte.
    

Im Büro steht ihm Beate Schmidt, seine Frau, zur Seite. Sie bearbeitet unter anderem die Ausschreibungen und die Rechnungen sowie die Abrechnung der Baustellen. Gern würde er noch mehr Mitarbeiter einstellen, denn die Leistungen des Fachbetriebs sind in der Branche gefragt. Doch es gibt kaum Bewerber für die ebenso anspruchsvolle wie körperlich schwere Tätigkeit des Estrichlegers. Lehrlinge würde der Firmeninhaber ebenfalls annehmen, doch das Interesse für den anerkannten Ausbildungsberuf ist offenbar gering. „Es gibt keine Estrichleger mehr“, stellt Jörg Schmidt fest. Dabei sind erfahrene Facharbeiter immer gesucht und müssen sich deshalb um ihre Zukunft keine Sorgen machen. Darüber hinaus erhalten sie bei der Schmidt Bau GmbH einen attraktiven Lohn. „In Brandenburg gilt unabhängig von der Qualifikation ein einheitlicher Mindestlohn im Baugewerbe, während es in Berlin zwei Lohngruppen gibt. Wir bezahlen unsere Facharbeiter auf allen Baustellen nach der höheren Lohngruppe“, erläutert Beate Schmidt.

Doch es ist offenbar nicht nur die Bezahlung, mit der der Firmeninhaber seine Anerkennung den Mitarbeitern gegenüber ausdrückt. Drei der fünf gewerblich Beschäftigten sind dem Betrieb seit seiner Gründung vor 25 Jahren treu geblieben. Auch der älteste Mitarbeiter, der nächstes Jahr das Rentenalter erreicht, „zieht noch voll mit“, so Jörg Schmidt. Er selbst möchte in den kommenden fünf Jahren seine Nachfolge regeln. Dem zukünftigen Geschäftsführer kann er ein solide aufgestelltes Unternehmen übergeben, das sich bei seinen Auftraggebern einen guten Ruf erarbeitet hat. Das Jubiläum bietet einen Anlass, diesen Erfolg zu feiern. Aufgrund der aktuellen Situation gibt es zunächst nur ein Fest im kleinen Kreis zusammen mit den Mitarbeitern. Die große Feier gemeinsam mit den Geschäftspartnern ist für das nächste Jahr geplant, „wenn sich die Lage gebessert hat“, so Jörg Schmidt. (stt)