Bauen & Wohnen Form und Funktion in perfekten Einheit

Im Trend sind schwarze Hausgeräte, dabei sehen sie nicht nur gut aus, sondern sind smart vernetzt und öffnen sich auf Befehl. Foto: amk
Im Trend sind schwarze Hausgeräte, dabei sehen sie nicht nur gut aus, sondern sind smart vernetzt und öffnen sich auf Befehl. Foto: amk

Die moderne Küche soll individuellen Ansprüchen genügen und smart sein

Innerhalb der Wohnung nimmt die Küche eine besondere Stellung ein. Im Altbau ist sie meist in einem abgegrenzten Raum, im Neubau oft mit Ess- und Wohnbereich in einer Räumlichkeit. In beiden Fällen ist die Küche Treffpunkt, Kommunikationszentrale und der Ort des Zubereitens von Speisen. Moderne Küchen vereinen heute die beiden wichtigsten Ansprüche von Käufern perfekt: „Die Menschen wollen eine Küche mit rational gestalteten Funktionsbereichen und gleichzeitig eine Ästhetik, die sie emotional begeistert“, summiert Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK).
Diese modernen Backöfen verfügen über eine Dampfstoßfunktion und zusammen mit dem Brat-Thermometer sorgt dies für ein optimales Garen. Foto: amk
Diese modernen Backöfen verfügen über eine Dampfstoßfunktion und zusammen mit dem Brat-Thermometer sorgt dies für ein optimales Garen. Foto: amk
Dieser Küchentrend zeigt sich im aktuellen Herbstangebot besonders stark. Dafür gibt es gute Gründe, denn die Küchenhersteller haben es geschafft, modernste Technik mit schönem Design zu vereinen. „Mit einer neuen Küche verbinden die Menschen zu Recht Innovationen. Sie wissen, was technisch geht und erwarten eine optimale und zukunftsfähige Ausstattung in ihrer neuen Küche,“ so Irle weiter. Die Sprachsteuerung, die das Öffnen und Schließen von Schränken und Backofentüren, das Starten und Stoppen von Küchengeräten und das Ein- und Ausschalten von Licht ermöglicht, ist daher genauso angesagt wie der energieeffiziente Kühlschrank und die wassersparende Armatur. Die optimale Anordnung der Arbeitszonen, die ergonomisch richtige Höhe der Arbeitsplatten, bestmöglicher Stauraum oder ein fast geräuschloser Dunstabzug sind heute ohnehin Standard der modernen Küche. Doch die Funktionen, die technischen und elektronischen Errungenschaften, müssen heute mit einer sehr anspruchsvollen Gesamtästhetik kombiniert werden. „Noch nie war die Küche so schön wie heute“, sagt Irle und ergänzt: „Unsere Käufer wollen sehr ausgesuchte Materialien bei den Oberflächen.

Sie wünschen sich Lack, Glas, Furnier, Massivholz, Keramik oder Stein. Daneben kommen glänzende Kupfer-, Gold- oder Messingelemente zum Einsatz, die noch einmal die Wertigkeit unterstreichen - sei es als Griff oder Armatur.“ Passend dazu sind auch die Farben der aktuellen Saison eher dunkel, denn schwarz, anthrazit oder dunkelbraun wirken elegant und hochwertig. Auch für kleine Küchen eignen sich dunkle Farben oder sogar Schwarz, etwa in Kombination mit natürlichen Furnierfronten. „Dieser Mix überzeugt viele Menschen, denn es entsteht ein bildschöner Flirt zwischen echtem Holz und etwa Antifingerprint-Oberflächen,“ erläutert Irle.

Regale sind bei modernen Küchen im Kommen. Zum einen wirken sie im offen gestalteten Küchenbereich wohnlich-schick und können auch als Raumteiler dienen. Zum anderen sind Dunstabzüge heute so gut, dass sich das Bratfett kaum im Raum verteilen kann. Viele Küchenmöbelhersteller bieten außerdem Möbel mit tollen Ideen für den Hauswirtschaftraum, den Garderobenbereich oder die Ankleide an. Hier punkten die innovativen Stauraummöglichkeiten genauso wie die schöne Gestaltung. (amk)

Möbel mit neuem Aussehen

Mit frischer Farbe gelingt es leicht, Möbeln einen neuen Look zu verleihen. Wer die Einrichtung in seinem Zuhause aufhübschen möchte, fängt am besten mit klassischen Holzmöbeln an. Dazu rät Mareike Hermann von der DIY Academy.

Auch Metall könne man lackieren. Bei Kunststoff wird es schon etwas schwieriger: Die Oberfläche ist sehr glatt. Dadurch haftet die Farbe nicht so gut. Doch auch bei Holzmöbeln gibt es unterschiedliche Materialen und eine große Auswahl an Farben und Lacken. Was gibt es also zu beachten? Holz kann man sowohl im Rohzustand als auch mit einem Altanstrich lackieren. „Wichtig ist, dass der Untergrund tragfähig ist“, erklärt Hermann. Das bedeutet: Löst sich der alte Lack schon und blättert ab, sollte man ihn abschleifen. Ist die Lackschicht nur sehr dünn, reicht es teilweise, den alten Lack anzurauen. Bei einer großen Fläche kann ein Schleifgerät hilfreich sein. Bei einem Stuhl oder Nachtkästchen genügt meist der Schleifklotz mit Schleifpapier. “Je glatter der Untergrund ist, desto schöner wird der Lackierauftrag“, erläutert Hermann. Sie empfiehlt ein stufenweises Abschleifen: Also grob mit Schleifpapier mit 120er-Körnung beginnen und sich dann bis zum Feinschliff vorarbeiten mit einer 180er- oder 220er-Körnung. Anschließend das Möbelstück sorgfältig entstauben, etwa mit einem alten Baumwolltuch. Dadurch hält der Lack besser.

Farbige Oberflächen kann man durch Beizen, Lasuren oder Decklacke erhalten, erklärt Achim Völker vom Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie. Lasuren sind Lacke mit geringem Pigmentanteil. Sie lassen den Untergrund durchscheinen. Alle drei Verfahren gibt es auf lösemittelhaltiger oder wässriger Basis. Wasserbasierte Acryllacke sind besonders leicht verwendbar. Sie sind weniger geruchsintensiv, und man kann die Arbeitsmaterialien mit Wasser auswaschen, erklärt Hermann. Bei vielen dieser Lacke ist die Grundierung bereits integriert.

Bevor es mit dem Lackieren von Kommoden oder Schränken losgeht, besser die Scharniere abschrauben oder abkleben. Die Umgebung sollte sauber und gut gelüftet sein: Am besten arbeitet man in der Garage oder bei gekipptem Fenster. Im Garten kann es passieren, dass sich Fliegen in den frischen Lack setzen oder Baumpollen und Blätter hineinfallen.

Gerade bei unbehandelten Möbeln braucht es meist mehrere Lackiervorgänge. Der erste Anstrich erfolgt nass in nass, um sichtbare Spuren zu vermeiden. Das heißt, man streicht jede Bahn einmal vor und zurück. Wichtig ist, nicht zu viel Farbe zu nehmen.

Nach einem Anstrich richten sich oft die Holzfasern wieder auf, weshalb es einen Zwischenschliff braucht: Dabei schleift man das lackierte und getrocknete Holz mit feinem Schleifpapier oder Schleiffließ ab, entstaubt es und lackiert ein weiteres Mal. Heimwerker lackieren meist mit einer Rolle oder Pinseln. Für größere dreidimensionale Gegenstände eignen sich auch Spritzlacke, erklärt Völker. Dafür benötigt man einen Spritzstand, Pressluft, Spritzpistolen und geeignete Aufhängungen und Ablagen. Um ein Möbelstück zu renovieren, muss man sich nicht das komplette Equipment neu kaufen, sagt Mareike Hermann. Viel Werkzeug kann man sich auch leihen: entweder vom Nachbarn oder aus dem Baumarkt. (dpa)

Putz-Tipps für Kochfelder aus moderner Glaskeramik

Fett aus der Pfanne oder Ölspritzer vom Salat: Wenn bei der Essenzubereitung etwas daneben geht, braucht das Kochfeld die richtige Pflege. Foto: Klose/dpa-mag
Fett aus der Pfanne oder Ölspritzer vom Salat: Wenn bei der Essenzubereitung etwas daneben geht, braucht das Kochfeld die richtige Pflege. Foto: Klose/dpa-mag
Wenn es in der Küche heiß hergeht, kann schon mal was überkochen. Wenn Sie den Schmutz von Kochfeldern aus Glaskeramik entfernen wollen, immer daran denken: Die Oberfläche ist zwar einfach zu reinigen, aber auch empfindlich. Darauf macht die Hersteller-Initiative Hausgeräte+ aufmerksam.

Damit Sie die Oberfläche beim Reinigen nicht zerkratzen, sollten Sie ein weiches Tuch verwenden. Finger weg von Topfschwämmen, Reinigern für Edelstahltöpfe und Scheuermilch: Solche Hilfsmittel können empfindliche Oberflächen anrauen, warnen die Experten.

Am einfachsten entfernen Sie Verschmutzungen sofort. Ist der Schmutz eingebrannt oder festgetrocknet, sollten Sie besser ein Glasschaber verwenden - und unter Umständen die Rückstände vorher mit einem feuchten Tuch einweichen. Anschließend das Kochfeld gut abtrocknen, damit keine Kalkrückstände entstehen.

Sollte beim Kochen Zucker, Kunststoff oder Alufolie auf die Glaskeramikfläche gelangen, müssen Sie die Kochplatte sofort ausstellen. Dann Verschmutzungen direkt mit einem Glasschaber entfernen. Ist das Kochfeld abgekühlt, können Sie es mit einem Spezialreiniger säubern. Das Kochfeld sollten Sie nach jeder Nutzung reinigen. Am besten vorher in der Bedienungsanleitung nachschauen, welche Angaben der Hersteller dazu macht. (dpa)

Neue Wohnung: Nicht nur per Video besichtigen

Wohnungsbesichtigungen werden derzeit mitunter per Video angeboten. Eine solche Online-Besichtigung ersetzt aber nicht den Ortstermin, erklärt der Deutsche Mieterbund (DMB). Nur die reale Besichtigung ermöglicht einen umfassenden Eindruck der Wohnung. Interessenten sollten sich daher immer selbst ein Bild von dem Angebot machen, bevor sie einen Mietvertrag unterschreiben.

Ist die Anmietung der Wohnung nur ohne tatsächliche vorherige Besichtigung möglich, sollten Mieter die Kaution nicht vor Mietbeginn bezahlen. Denn der Mieter kann nicht sicher sein, ob die online besichtigte Wohnung und der angebliche Vermieter wirklich existierten. Rechtlich darf der Vermieter die Kaution ab Beginn des Mietverhältnisses in drei Monatsraten verlangen.

Verschweigt der Vermieter dem Mieter vor Abschluss des Vertrages wesentliche Mängel der Wohnung, zum Beispiel Schimmel oder defekte Fenster, ist der Mieter unter Umständen berechtigt, den Vertrag anzufechten und Schadenersatz zu verlangen.

Konnte der Mieter die neue Wohnung nur online besichtigen und schließt er dann per Mail, Brief oder telefonisch einen Mietvertrag ab, steht ihm gegebenenfalls auch ein Widerrufsrecht zu, sollte die Wohnung nicht dem entsprechen, was sich der Mieter aufgrund der Online-Besichtigung vorstellen durfte. (dpa)
Opitz Holzbau
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