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25 Jahre Wolf GmbH Handwerksberuf mit Raum für Kreativität und Ideen

Alexander Wolf vor seinem Meisterbrief. Die Prüfung legte er 1994 vor der Handwerkskammer in Frankfurt (Oder) ab. Wenige Monate später begann er sein eigenes Unternehmen aufzubauen. Fotos (3): Andrea Steinert
Alexander Wolf vor seinem Meisterbrief. Die Prüfung legte er 1994 vor der Handwerkskammer in Frankfurt (Oder) ab. Wenige Monate später begann er sein eigenes Unternehmen aufzubauen. Fotos (3): Andrea Steinert

Tätigkeit des Fliesenlegers bietet viel Abwechslung / Kunden erhalten bei Bedarf Anregungen und Vorschläge für passende Lösungen

Großen Wert legt der Geschäftsinhaber auf die Ausbildung in seinem Handwerk, und das von Anfang an. Schon in den ersten Jahren nach der Betriebsgründung hatte er Lehrlinge. „Wenn niemand mehr ausbildet, stirbt der Beruf irgendwann aus“, gibt er zu bedenken. Deshalb begrüßt er es auch, dass ab 2020 die Meisterpflicht für Fliesenleger wieder eingeführt wird. 

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„Auch Fachbetriebe ohne Meister liefern gute Arbeit ab, aber sie dürfen keine Lehrlinge ausbilden“, erklärt Alexander Wolf. In seinem Betrieb gibt es zur Zeit drei Auszubildende. Vom oft beschworenen Mangel an Lehrlingen spürt er bisher nichts. In den letzten Jahren sei die Zahl in Brandenburg sogar gestiegen, so der Fliesenlegermeister, der Vorstandsmitglied der Handwerkskammer ist und auch im Prüfungsausschuss der Innung sitzt.
  
Die Fliesen, die der Betrieb verlegt, sind so unterschiedlich wie der Geschmack der Kunden. Foto: Wolf Fliesen
Die Fliesen, die der Betrieb verlegt, sind so unterschiedlich wie der Geschmack der Kunden. Foto: Wolf Fliesen
Über die Unternehmensnachfolge, ein weiteres Problem vieler Betriebe, muss er sich ebenfalls keine Gedanken machen. Im letzten Jahr hat mit Sascha Eulenberger ein langjähriger Mitarbeiter die Meisterprüfung abgelegt. Er hatte als 14-jähriger Praktikant bei Alexander Wolf angefangen und war danach in den Ferien immer wieder im Betrieb, bis er dort schließlich seine Ausbildung begann. Jetzt ist Sascha Eulenberger Bauleiter. An seinem Beruf schätzt er vor allem, dass er kreativ sein und eigene Ideen verwirklichen kann. Wichtig für ihn ist auch der Kontakt zu den Kunden und die Möglichkeit, ihnen Anregungen zu geben und passende Lösungen zu finden.
  
Sascha Eulenberger hat schon als Schüler bei Alexander Wolf gearbeitet. Seit einem Jahr ist er Fliesenlegermeister.
Sascha Eulenberger hat schon als Schüler bei Alexander Wolf gearbeitet. Seit einem Jahr ist er Fliesenlegermeister.
Die Aufträge, die Alexander Wolf erhält, sind ebenso unterschiedlich wie die Auftraggeber selbst. Seine Mitarbeiter sind auf den Baustellen der Wohnungsbaugesellschaften in der Region unterwegs, aber auch in Industriebetrieben und öffentlichen Einrichtungen. Und selbstverständlich nimmt der Betrieb nicht nur Großaufträge an. „Wir kommen auch vorbei, um eine einzelne Fliese auszutauschen“, betont der Inhaber. Privatkunden erhalten auf Wunsch ein komplett ausgestattetes Badezimmer. Das Unternehmen setzt sich in diesem Fall mit Klempnern, Elektrikern und Malern in Verbindung, so dass sich der Auftraggeber um nichts mehr kümmern muss. „Nur die Fliesen muss er selbst aussuchen“, sagt Alexander Wolf. Die Nachfrage reicht dabei vom Mosaik bis zur wandhohen Fliese, die fast ohne Fugen auskommt.
  
Birgitt Semrau ist die „gute Seele“ des Betriebs. Seit mehr als 20 Jahren hält sie im Büro die Fäden zusammen und kümmert sich unter anderem um die Kalkulation.
Birgitt Semrau ist die „gute Seele“ des Betriebs. Seit mehr als 20 Jahren hält sie im Büro die Fäden zusammen und kümmert sich unter anderem um die Kalkulation.
Es ist diese ständige Abwechslung, die Birgitt Semrau an ihrer Arbeit so gut gefällt. Kein Tag sei wie der andere, erzählt die studierte Bauingenieurin, die seit 1998 in der Firma arbeitet. Als „gute Seele“ ist sie dort die erste Ansprechpartnerin. Außerdem kümmert sie sich um die Kalkulation, um Rechnungen und organisatorische Fragen.

Nach 25 Jahren Selbständigkeit denkt Alexander Wolf mittlerweile darüber nach, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen und sich anderen Aufgaben zu widmen. Deshalb hat er erste Vorbereitungen zur Übergabe getroffen. Seit Anfang des Jahres ist sein Unternehmen als GmbH im Handelsregister eingetragen. Für die zwölf Mitarbeiter und seine Kunden wird sich dadurch nichts ändern, denn er hat frühzeitig für einen Nachfolger aus den eigenen Reihen gesorgt. (stt)
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