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Hier sind wir zu Hause Ein lebenswertes und liebenswertes Plätzchen

Zu Konzerten und anderen Veranstaltungen treffen sich die Rosengartener in der Kirche und im Garten des Gotteshauses. Auf ein eigenes Gebäude für Feste und Vereinsaktivitäten werden die Bewohner des Ortsteils noch warten müssen. Fotos (3): Andrea Steinert 
Zu Konzerten und anderen Veranstaltungen treffen sich die Rosengartener in der Kirche und im Garten des Gotteshauses. Auf ein eigenes Gebäude für Feste und Vereinsaktivitäten werden die Bewohner des Ortsteils noch warten müssen. Fotos (3): Andrea Steinert 

Wohnraum im Ortsteil Rosengarten ist begehrt / Vereine und engagierte Einwohner wünschen sich Multifunktionsgebäude

Die Pflanzen im Versammlungsraum des Rosengartener Ortsbeirats sind in den letzten Wochen ein bisschen verkümmert. Wie überall hat die Corona-Pandemie auch dessen Mitglieder daran gehindert, sich regelmäßig zu treffen. Der Raum befindet sich im alten Bahnhof und damit direkt an der Brücke über die Zugstrecke nach Berlin. „Die Brücke ist unser Problemkind“, bemerkt Ortsvorsteher Hardy Lodtka. Ende kommenden Jahres wird sie abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. In dieser Zeit ist der Ortsteil südlich der Bahnstrecke für Autofahrer nur über einen kilometerlangen Umweg zu erreichen. Fußgänger und Radfahrer können während der Bauarbeiten eine Ersatzbrücke nutzen. Was jetzt als Provisorium daherkommt, sollte ursprünglich zum Dauerzustand werden. Aus Kostengründen wollte die Stadt Frankfurt die marode Brücke durch einen Fußgängersteg ersetzen lassen. Doch die Rosengartener und ihr Ortsbeirat wehrten sich gegen diese Pläne und konnten sich schließlich durchsetzen. Zeitgleich mit der Erneuerung der Brücke lässt die Deutsche Bahn die Haltestelle Rosengarten umbauen. Der Bahnsteig wird verlängert und ist nach Abschluss der Bauarbeiten über einen Aufzug barrierefrei erreichbar. Anfang 2023 soll alles fertig sein.
     
Auf dem Dorfplatz ist ein großer Spielplatz entstanden. Der Förderverein hat dafür Spenden gesammelt und die Arbeiten unterstützt.
Auf dem Dorfplatz ist ein großer Spielplatz entstanden. Der Förderverein hat dafür Spenden gesammelt und die Arbeiten unterstützt.
Bis dahin werden die Rosengartener immer wieder auf die regulären Buslinien und den Schienenersatzverkehr umsteigen müssen. Hardy Lodtka erhofft sich von der Modernisierung des Bahnhofs mehr Publikumsverkehr. „Rosengarten ist ein lebenswertes und liebenswertes Plätzchen“ erklärt er. Immobilien sind in dem rund 900 Einwohner zählenden Ortsteil begehrt. Pendler schätzen die gute Anbindung an Frankfurt und Berlin. „Hier will jeder her, aber wir haben keinen Platz“ betont der Ortsvorsteher. Zusätzliche Baugrundstücke gibt es nicht. Die einzige freie Fläche in Rosengarten ist der Dorfplatz, den sich die Ortsbewohner ebenso erkämpfen mussten wie die Autobrücke. Die Stadt hatte auf dem Gelände südlich der Bahnstrecke eine Wohnbebauung und ein neues Feuerwehrgebäude geplant. Rosengarten hätte dadurch keinen öffentlichen Treffpunkt mehr gehabt. Dabei ist es für die Gemeinde und ihre Vereine ohnehin schwierig, geeignete Räume zu finden. Das Rosenfest, das in diesem Jahr ausfallen muss, wird im Kirchgarten gefeiert. Für Konzerte und andere Veranstaltungen stellt die evangelische Gemeinde die Kirche zur Verfügung. Die Rosengartener wünschen sich deshalb ein Multifunktionsgebäude auf dem Dorfplatz, das zugleich von der Feuerwehr und den anderen Vereinen genutzt werden kann. Der Ortsverein mit seinen 84 Mitgliedern organisiert das Rosenfest und bietet das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen an. Begeistert angenommen wurde das Rommé-Turnier, das zum ersten Mal auf dem Programm stand. Der Förderverein, der 16 Mitglieder zählt, hat den Bau des Spielplatzes in Rosengarten unterstützt. Er hat Spenden gesammelt und Fördermittel beantragt.
       
Ende kommenden Jahres beginnen die Bauarbeiten an der Brücke und am Bahnhof. Der Bahnsteig wird durch einen Aufzug barrierefrei erreichbar.
Ende kommenden Jahres beginnen die Bauarbeiten an der Brücke und am Bahnhof. Der Bahnsteig wird durch einen Aufzug barrierefrei erreichbar.
Die Vorarbeiten für die Installation der Spielgeräte haben die Vereinsmitglieder übernommen. Das Kinderfest, das jährlich in Rosengarten gefeiert wird, liegt ebenfalls in der Hand des Fördervereins. Alle Aktivitäten müssen vorbereitet werden, doch eine feste Bleibe haben die Ehrenamtlichen bislang nicht. Ein Gemeindehaus wird deshalb dringend gebraucht. Ortsvorsteher Hardy Lodtka verweist in diesem Zusammenhang auf den Dorfentwicklungsplan, der ein entsprechendes Gebäude vorsieht. Doch zur Zeit passiere nichts. Trotz der langwierigen Diskussionen über offene Punkte betont Lodtka die sehr gute Zusammenarbeit mit den städtischen Ämtern wie etwa dem Grünflächenamt und dem Tiefbauamt. Dadurch habe der Ortsbeirat bislang viel erreicht. Als in Pagram der Bürgersteig wiederhergestellt werden sollte, sei alles problemlos verlaufen. Auf Unverständnis stößt beim Rosengartener Ortsvorsteher, dass die direkte Busverbindung zum Technologiepark eingestellt wurde. Viele Pendler hätten diese Verbindung genutzt und müssten jetzt den langen Umweg über den Frankfurter Hauptbahnhof in Kauf nehmen. Hardy Lodtka setzt jetzt darauf, dass die Linie nach dem Bau des Logistik-Parks „LogPlaza“ an der Autobahn wieder aufgenommen wird. Schließlich soll Rosengarten der Knotenpunkt im Westen der Oderstadt bleiben. (stt)
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