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Berufe vorgestellt: Heute Ein Beruf mit Wow-Effekt

Traumberuf für Autobastler: Azubi Konstantinos Tsigaloglou und Ausbilder Marco Baumgartner besprechen die Arbeiten am Karosserieträger des Fahrzeugs. Fotos: Tobias Hase/dpa-mag
Traumberuf für Autobastler: Azubi Konstantinos Tsigaloglou und Ausbilder Marco Baumgartner besprechen die Arbeiten am Karosserieträger des Fahrzeugs. Fotos: Tobias Hase/dpa-mag

Karosserieinstandhaltungstechniker lassen Beulen verschwinden

Das Schrauben und Montieren, das Schweißen und Geradebiegen, das Prüfen und Reparieren - Konstantinos Tsigaloglou liegt das im Blut. Schon sein Vater war Karosserieinstandsetzer und hat verbeulte und kaputte Autos wieder schick gemacht. „Als Kind habe ich ihm viel geholfen, das war immer bereichernd und ich habe ständig etwas Neues dazu gelernt“, erinnert sich Tsigaloglou. Heute tritt der 33-Jährige in die Fußstapfen des Vaters und ist Auszubildender im zweiten Lehrjahr zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker: „An dem Beruf macht einfach alles Spaß, man muss es von Herzen machen.“ Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und ist in Industrie und Handel sowie im Handwerk angesiedelt. Zu unterscheiden sind die beiden Fachrichtungen Karosserie- und Fahrzeugbautechnik sowie Karosserieinstandhaltungstechnik.

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Während die einen Karosserien und Fahrzeugbauteile herstellen und montieren und meist in Betrieben von Fahrzeugherstellern tätig sind, kümmern sich die anderen um Reparaturen an beschädigten Wagen, um die Pflege und Instandhaltung bestehender Karosserien und die Montage spezieller Aufbauten oder Zusatzeinrichtungen.

Zu den Instandhaltungstechnikern gehört auch Tsigaloglou. Er stellt fest, welche Schäden an einem Fahrzeug vorliegen, repariert sie und bereitet Wagen etwa für spätere Lackierarbeiten vor. „Wenn ein Unfallauto in die Werkstatt kommt und man es so repariert, dass niemand mehr merkt, dass es einen Unfall hatte, ist das erfüllend und es bestätigt mich in dem, was ich lerne. Man hat gleich ein Ergebnis und in kurzer Zeit einen echten Wow-Effekt“, so der junge Mann.

Damit das mit dem Wow-Effekt auch klappt, sollten Auszubildende nicht nur Spaß an der Verarbeitung verschiedenster Materialien haben, sondern auch „ein hohes Maß an Genauigkeit, Wissbegierde, technischem Verständnis und Interesse an mechanischen Zusammenhängen mitbringen“, findet Ausbildungsleiterin Sandra Gapel.

Längst legen Karosserie- und Fahrzeugbauchmechaniker nicht mehr nur Hand an Kotflügel und Autobleche. „Die Umstellung auf Hybrid- und Elektrokonzepte setzt die Unternehmen und Mitarbeiter vor ganz neue Herausforderungen“, sagt Gapel. Die Auszubildenden müssen inzwischen auch lernen, unterschiedliche Verbundstoffe zu bearbeiten, beispielsweise durch Kleben oder Vernieten. (dpa/ms)
  

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Foto: M.Lerm
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