Warme Tage, kalte Nächte - der März hat davon noch viele zu bieten. Was Hobbygärtner jetzt am besten tun, das verrät erneut der Schwedter Landschaftsarchitekt Jens Ihle.
Wer früh sät...
... der wird Leckeres ernten. Gemüse aus dem eigenen Garten oder vom Balkon schmeckt nicht nur um Längen besser als die Produkte aus dem Supermarkt. Noch dazu ist das selbst angebaute Gemüse deutlich günstiger. Etwas Zeit und Geduld müssen Sie allerdings schon investieren.
Einige Sorten sollten jetzt zu Hause vorgezogen werden: Dazu gehören etwa der Vitamin-C-Knaller Paprika, aber auch der beliebte Chili. Beide keimen eher langsam und sind auch in Sachen Wachstum nicht die Allerschnellsten. Es werden also einige Wochen benötigt, um sich für die Zeit an der frischen Luft zu wappnen. Deshalb gilt: Paprika und Chili, die später als Freilandkultur ins Beet ziehen sollen, spätestens jetzt im März in torffreier und mild gedüngter Anzuchterde aussäen.
Pflanzen, pflegen und mehr
Der März ist die beste Pflanzzeit für Aprikosen- und Pfirsichbäume, Quitten, Kiwi, Mispel, Weinreben sowie für Johannis- und Stachelbeersträucher und Himbeeren. Der Boden sollte vorher mit Kompost angereichert werden. Bis spätestens Ende des Monats sollte der Obstbaumschnitt beendet sein. Wer versäumt hat, seine Beerensträucher nach der Ernte bzw. im Winter zu schneiden, hat jetzt auch noch die Möglichkeit dies nachzuholen - und zwar so lange die Sträucher nicht ausgetrieben haben. Denn je weiter der Austrieb fortgeschritten ist, desto stärker bremst das Entfernen von Zweigen das Wachstum und schwächt die Pflanze.
Vorsicht beim Kirschlorbeer
Vom Winter geschädigte oder zu lange Zweige an Ihrem Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) sollten jetzt einkürzt werden. Auf keinen Fall den Strauch mit der elektrischen Heckenschere rasieren, wenn eine Blüte bevorzugt wird. Die kerzenartigen Knospen, die das immergrüne Gehölz im letzten Jahr angelegt hat, sind bereits gut zu erkennen.
Die betroffenen Triebe am besten einzeln mit der Gartenschere schneiden. Diese Methode ist etwas zeitaufwendiger, hat aber den Vorteil, dass die Blüten nicht versehentlich mit abgeschnitten werden. Die gleiche Schnitttechnik gilt auch für andere immergrüne Blütensträucher wie Rhododendron und Lavendelheide (Pieris).
Kletterer auslichten
Großblumige Clematis, die zweimal im Jahr blühen, sollten Sie spätestens im März auslichten. Wenn die Kletterpflanzen nur schwach zurückschnitten werden, zeigen sie ihre Hauptblüte im Frühsommer. Ein stärkerer Rückschnitt hingegen reduziert die Intensität der ersten Blüte und fördert die zweite, die im Spätsommer an den neuen Trieben erscheint.
Lückenfüller im Beet
Lücke im Beet? Dann sei das Hornveilchen empfohlen. Die frostharte Stiefmütterchen-Verwandte gedeiht am besten auf frischen Böden in sonniger Lage. Mit Hornveilchen lassen sich hervorragend größere Gehölze unterpflanzen, Randbereiche von Beeten aufwerten und sogar Pflasterfugen verschönern. Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert eine zweite Herbstblüte und verhindert eine ungewollte Versamung.
Rasen vertikutieren
Um Moos und Rasenfilz zu beseitigen, sollte der Rasen ab Ende März vertikutiert werden. Es ist darauf zu achten, nur trockene Rasenflächen zu bearbeiten. Die Vertikutierhöhe ist wichtig: Die Messer dürfen die Grasnarbe maximal zwei bis drei Millimeter tief einritzen. Der Rasen sollte vor dem Vertikutieren auf zwei Zentimeter Höhe abgemäht werden. Das Gerät zunächst in Längs- und dann in Querbahnen über die Fläche zu bewegen, sodass ein feines Schachbrettmuster entsteht.
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