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Ausbildung und Studium Initiative stärkt den Einzelhandel

Lokale Gewerbetreibende haben es immer schwerer. Foto: rawpixel/txn
Lokale Gewerbetreibende haben es immer schwerer. Foto: rawpixel/txn

Handelsverband wird in Städten aktiv

Im Internet zu bestellen, hinterlässt Spuren - auch in zahlreichen deutschen Innenstädten. Vielerorts begegnet einem ein leerstehender Laden neben dem anderen.

Der Handelsverband Deutschland warnt schon länger vor einer Verödung der Stadtzentren und geht von einem Verlust von 50.000 Geschäften in den nächsten Jahren aus.

Dabei müsste das nicht so sein, denn stationärer Einzelhandel und Online-Shopping gehen Hand in Hand. Kleingewerbetreibenden sei nur oft nicht bewusst, wie man beides miteinander verbindet, sagt Dr. Gerrit Heinemann, Professor für Handel an der Hochschule Niederrhein. Er ist einer der Experten, die der Initiative für das Gewerbe nebenan mit ihrem Fachwissen zur Verfügung stehen. „Ob ich ein Schaufenster in meinem Laden liebevoll dekoriere oder den Online-Auftritt aktualisiere - die Wertigkeit sollte für Gewerbetreibende dieselbe sein. Der Kunde möchte die Bequemlichkeit des Onlineshoppings mit der fachlichen und persönlichen Beratung im Einzelhandel kombiniert haben.“

Die Initiative für das Gewerbe nebenan wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, breite Aufmerksamkeit für das Thema „Verödung der Innenstädte“ zu bekommen und aktiv gegenzusteuern. Und das erstmals bundesweit.

„Dazu haben wir eine Online-Plattform gestartet, die in erster Linie der Vernetzung von lokalen Projekten, Vereinen und Experten dient“, erzählt Michael Wolf, der Geschäftsführer der Das Telefonbuch Servicegesellschaft, und erläutert das gemeinsame Anliegen: „Voneinander lernen, sich Anregungen holen und natürlich ein breites Informationsangebot über aktuelle Themen, die die Gewerbevielfalt betreffen - das sind auf dem Internetportal www.gewerbe-nebenan. de unsere Hauptanliegen.“ (txn)

Gefragte Verkaufstalente

Drogisten müssen gut organisiert sein

Viele Kunden suchen Beratung, zum Beispiel, wenn es um den richtigen Duft geht. Foto: Ina Fassbender/dpa-mag
Viele Kunden suchen Beratung, zum Beispiel, wenn es um den richtigen Duft geht. Foto: Ina Fassbender/dpa-mag
Welche Tagescreme eignet sich am besten für empfindliche Haut? Wie richtet man den Fotoautomaten richtig ein? Und welche Nebenwirkungen können bei Erkältungsmitteln auftreten? Diese Fragen haben auf den ersten Blick nicht unbedingt etwas gemeinsam. Doch Janine Rosenbaum kennt sich inzwischen mit all diesen Themen aus. Die 20-Jährige absolviert eine Ausbildung zur Drogistin. „Das Beste im Tagesgeschäft ist, Kunden zu beraten“, findet Rosenbaum. Drogisten erklären zum Beispiel, wie Produkte richtig angewendet werden. Sie kassieren und machen am Ende des Tages die Kassenabrechnung. Waren annehmen, lagern und sie im Ladenlokal ansprechend zu präsentieren - das gehört ebenfalls zum Alltag. Die unterschiedlichen Aufgaben machen den Beruf sehr abwechslungsreich. „Es kommt auch vor, dass ich ein Verkaufsplakat gestalte und dafür die Preise selbst aufmale“, erzählt die Auszubildende. Auch wenn viele Kunden im Laden sind, müssen Drogisten souverän bleiben. Dann ist Teamfähigkeit und Organisationstalent gefragt: Gemeinsam mit Kollegen sorgen sie für reibungslose Abläufe. Wer sich für den Beruf interessiert, sollte gute Kenntnisse in Biologie und Chemie vorweisen können - denn Kunden fragen oft nach Inhaltsstoffen, etwa von Gesichtsmasken. Daneben zählen Mathematik und Rechtschreibung, um Rabatte zu berechnen oder Geschäftsbriefe an Lieferanten zu schreiben.

Die Ausbildung dauert drei Jahre. An der Berufsschule steht zum Beispiel Gesundheitslehre auf dem Stundenplan. Die Auszubildenden erfahren, wie Arzneimittel wirken, wie sie zu dosieren sind und welche Wechselwirkungen auftreten können. (dpa)

Diese Top-Jobs bietet die Flachglasindustrie

Glas ist ein faszinierender Werkstoff, den man auch kreativ gestalten kann - Ausbildungs-Berufe mit Potenzial

Diesen Teil der Arbeit mit Glas lernen alle: Auszubildende der Flachglasindustrie beim Glaszuschnitt. Foto: Glasfachschule Zwiesel
Diesen Teil der Arbeit mit Glas lernen alle: Auszubildende der Flachglasindustrie beim Glaszuschnitt. 
Foto: Glasfachschule Zwiesel
Die Flachglasindustrie bietet hochinteressante Jobs für Berufs-Ein- und -Aufsteiger – bei guter Bezahlung und mit einer langfristigen Perspektive. Ein paar davon stellt der Bundesverband Flachglas (BF) vor.

Die Flachglasindustrie ist der perfekte Arbeitgeber für jeden, der sich für den faszinierenden Werkstoff Glas begeistern kann. Es winken höchst unterschiedliche Berufe mit einem gemeinsamen Nenner: dem natürlichen Zukunftsmaterial Glas.

Der Flachglastechnologe ist ein ausgewiesener Experte für die Herstellung von Glasplatten für Möbel, Fenster oder Automobile und viele weitere Einsatzgebiete. Er schneidet zu, schleift, poliert und produziert die benötigten Glasplatten mit modernster Technik. Dazu kommen die Qualitätskontrolle und die Instandhaltung der Maschinen. Er benötigt sowohl technisches Verständnis als auch Umsicht, Sorgfalt und mathematische Fähigkeiten. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Betrieb sowie in der Berufsschule statt. Wichtig: Mindestens ein Hauptschulabschluss.

Der Glasveredler ist künstlerisch aktiv, beschäftigt sich mit dem konstruktiven Glasbau und er ist Profi in der dazu gehörenden Elektrotechnik. Er verleiht Flachglas den perfekten Kantenschliff, beschäftigt sich mit Glasmalerei, bearbeitet Gläser mit Säuren oder per Sandstrahlung, schleift Muster in die Glasoberfläche, stellt Glasbeschichtungen her und bringt diese auf. er kümmert sich um fast alles, was in der Innenarchitektur aus Glas ist: vom Spiegel über die gläserne Trennwand bis hin zu kunstvoll bearbeiteten Fenstern und Türen. Grundvoraussetzung: Eine ruhige Hand, zeichnerisches Talent und Kreativität. Die duale Ausbildung im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule dauert drei Jahre.

Der Verfahrensmechaniker Glastechnik bedient Anlagen zum Glasschneiden sowie für die Formung, die Veredelung und die Bedruckung von Glas. Er versorgt unter anderem Rechner mit den für die Glasbearbeitung notwendigen Daten und kümmert sich um die Qualitätskontrolle. Die duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule dauert drei Jahre.

Vorausgesetzt werden handwerkliches Geschick, eine gute Beobachtungsgabe, Teamfähigkeit und Sorgfalt. Außerdem wichtig: Ein besonderes Interesse für Mathematik, Physik und Chemie sowie für technische Anlagen. Dazu gehören auch IT-Kenntnisse, die für die Bedienung von CNC gesteuerten Maschinen notwendig sind. (BF/DS)

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