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Ausbildung und Studium Autoindustrie im Wandel

Mit der Umstellung vom Verbrennungs- auf den Elektromotor eröffnen sich neue Jobperspektiven in der Automobilbranche. Hier arbeiten Mitarbeiter an der Produktion des Hybrid-Fahrzeugs BMW i8 im BMW Werk Leipzig. Foto: Sebastian Willnow/dpa
Mit der Umstellung vom Verbrennungs- auf den Elektromotor eröffnen sich neue Jobperspektiven in der Automobilbranche. Hier arbeiten Mitarbeiter an der Produktion des Hybrid-Fahrzeugs BMW i8 im BMW Werk Leipzig. Foto: Sebastian Willnow/dpa

Neue und interessante Jobperspektiven in der Elektromobilität

Die Automobilbranche wandelt sich. Und die Umstellung vom Verbrennungs- zum E-Motor bringt weitreichende Folgen mit sich. Laut einer aktuellen Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) drohen langfristig Zehntausende Jobs in der Automobilbranche zu verschwinden - da die Herstellung von E-Autos weniger arbeitsintensiv ist. Gleichzeitig wollen die Automobilindustrie und ihre Zulieferer bis 2020 40 Milliarden Euro in die Weiterentwicklung alternativer Antriebe investieren. „Durch die weitere Verbreitung von Elektromobilität eröffnen sich interessante Jobperspektiven“, sagt Paul Ebsen, Sprecher der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.

Die Branche sucht jetzt zum Beispiel Absolventen aus dem IT-Bereich. Aber auch Juristen, die sich mit Produkthaftung, Patenten und Lizenzen befassen. Oder Autodesigner, die die Innenausstattung der E-Autos entwerfen, werden benötigt. Volkswirtschaftler, Ingenieure, Maschinenbauer und Elektrotechniker sind ebenso gefragt. „Auch Chemiker haben gute Berufsaussichten“, erklärt Ralf Petri vom VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik. Sie entwickeln zum Beispiel die Batterie-Technologie in E-Autos weiter.

Karrierewege in die Automobilindustrie können Studiengänge wie Fahrzeugtechnik, Automotive Management, Maschinenbau oder Verkehrswirtschaft sein. Aus Sicht von Petri bereitet ein Studium der Elektrotechnik gut auf die Herausforderungen in der Elektromobilität vor. „Gefragt sind auch Absolventen industrieller elektrotechnischer Berufsausbildungen“, erklärt Petri. Gleiches gelte für Fahrzeuglackierer, Automobilkaufleute und Kfz-Mechatroniker. Paul Ebsen sieht darüber hinaus Bedarf für Vertriebs- und Marketingkräfte. Eines gilt für alle Berufe in der sich wandelnden Branche: Wer in der E-Mobilität tätig ist, muss sich auf lebenslanges Lernen einstellen. (dpa)

Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Foto: Corepics VOF/shutterstock
Foto: Corepics VOF/shutterstock
Fachkräfte für Kreislaufund Abfallwirtschaft stellen sicher, dass Abfälle gesammelt, sortiert, wiederaufbereitet oder entsorgt werden. In der Städtereinigung organisieren sie z.B. den Fahrzeugeinsatz der Müllabfuhr und optimieren die Touren. Sie kümmern sich darum, dass an Sammelstellen Container zur Mülltrennung aufgestellt und regelmäßig geleert werden. In Abfallwirtschaftsbetrieben, Wertstoffhöfen, Recycling- oder Aufbereitungsanlagen steuern sie alle Abläufe der Abfallbehandlung. Sie weisen Arbeitskräfte ein, stellen fest, welche Abfälle wiederverwertet und welche entsorgt werden müssen, und überwachen Maschinen und Anlagen, die den Müll sortieren, trennen oder verbrennen. Glas, Weißblech oder Altpapier beispielsweise werden als Sekundärrohstoffe vertrieben, während Bauschutt oder Sonderabfälle in speziellen Deponien gelagert werden müssen. Regelmäßig inspizieren die Recycling-Fachkräfte diese Ablagerungsorte, analysieren Sickerwasser und führen Messungen durch, um sicherzustellen, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen.

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Nötig sind handwerkliches Geschick, Verantwortungsbewusstsein und ein gutes Reaktionsvermögen. Berufliche Perspektiven bieten sich als Meister/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Städtereinigung oder mit einem Bachelorabschluss im Studienfach Abfall-, Entsorgungstechnik.

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