Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bauen im Havelland Schulstandort mit moderner Sporthalle

Bürgermeister Ronald Seeger überreichte Schulleiterin Kerstin Pollak eine Vorher-Nachher-Aufnahme zur Erinnerung an die Sanierung der Turnhalle. Foto: Bohm
Bürgermeister Ronald Seeger überreichte Schulleiterin Kerstin Pollak eine Vorher-Nachher-Aufnahme zur Erinnerung an die Sanierung der Turnhalle. Foto: Bohm

Schulstandort mit moderner Sporthalle

Grundschule Am Weinberg: Sanierung und Umbau von Halle und Sanitärbereichen

Rathenow. Fünf Millionen Euro werden am Schulstandort am Weinberg in Rathenow investiert. Begonnen hatten die Arbeiten mit der Sanierung des Hauses 1 - Kosten: rund 2 Millionen Euro. In der Endphase befinden sich die Modernisierung am Haus 2. Im Frühjahr werden wohl die Handwerker ihre Arbeiten abschließen können - Kosten: 1,5 Millionen Euro. Auch die Turnhalle erfuhr eine Sanierung und wurde umgestaltet. Seit April 2018 können die Grundschüler sie im Sportunterricht wieder nutzen. Für Halle, Umkleiden, Sanitäreinrichtungen, Geräteraum und Heizanlage wurden ebenfalls 1,5 Millionen Euro aufgewendet.

Gut ein Jahr Bauzeit mussten Lehrer und Schüler überbrücken, in der sie ihre Turnhalle nicht nutzen konnten. Der Sportunterricht fand in anderen Hallen statt. „Die Halle ist schön geworden“, strahlte Kerstin Pollak, Leiterin der Bildungseinrichtung. Aus Sicht der Sportpädagogin stimme einfach alles an der Halle, bis hin zum Schallschutz. Hell ist seit Fertigstellung der Maßnahme der Eingangsbereich. Von der Rückseite her ist die Halle barrierefrei über den neuen Haupteingang zu erreichen. Zuvor befanden sich an dieser Stelle die alten Umkleideräume. Um sie erreichen zu können, mussten Schüler und Vereinssportler eine Treppe hinunter steigen. Nun sind die Umkleiden ebenerdig vom Foyer her zu erreichen und sind funktional eingerichtet. Die Sanitärbereiche sind ebenso hell und freundlich sowie modern gestaltet.

Die Halle ist mit einem grünen Fußboden ausgestattet, auf den Markierungen für Handball und Basketball aufgebracht sind. „Wir arbeiten in enger Kooperation mit dem Sportverein Red Eagles zusammen. So haben wir nun neben vier Basketballkörben zwei weitere, die man in der Höhe an die Grundschulkinder anpassen kann“, erklärte Kerstin Pollak. Die Handballtore finden Platz im neu angebauten Geräteraum. Dieser ist derart gestaltet worden, dass er großzügig Platz bietet und funktional geschnitten ist. Alle Geräte seien seither einfach zu erreichen.

Zur Lärmminimierung wurde in Decke und Wände ein Schallschutz eingebracht. Kleine Löcher in der Verkleidung schlucken den Schall. „Als wir das erste mal die Halle betraten, hat es sich gleich ganz anders angehört“, hob Pollak dieses Detail würdigend hervor.

Für die Sanierung der Halle wurde das Gebäude mit seinen zwei Hallen komplett entkernt. Der ehemalige Sanitärbereich wurde abgerissen, ebenso der alte Geräteraum. Neue Fenster wurden in die Halle eingebaut - eine zusätzliche Tür gilt als weitere Fluchtmöglichkeit von der kleineren Halle hinaus auf den schuleigenen Sportplatz. (boh)

Früherer Kuhstall kaum wiederzuerkennen

Neuer Meilenstein zum 10-jährigen Bestehen gesetzt/Gesundheitshaus Liepe Metatron investiert in Wohnungen 

Bachsteinbau von 1871: Der frühere Kuhstall in Liepe ist nun ein Haus mit 13 Betriebswohnungen. Der Umbau wurde im Sommer 2018 fertiggestellt. Fotos: privat
Bachsteinbau von 1871: Der frühere Kuhstall in Liepe ist nun ein Haus mit 13 Betriebswohnungen. Der Umbau wurde im Sommer 2018 fertiggestellt. Fotos: privat
Liepe. Gemeinhin von Scheune gesprochen, war es doch ein riesiger Kuhstall, in das die Gutshaus Liepe Metatron GbR investiert hatte.

Der etwa 65 Meter lange Backsteinbau von 1871, wie es eine geschmiedete Jahreszahl verrät, verfügt seit September über 13 Betriebswohnungen für Mitarbeiter des Gesundheitshauses. Zwei dieser Wohnungen dienen überdies als Praxen. Im Erdgeschoss wurde ein barrierefreier Saal von etwa 85 Quadratmeter Größe geschaffen, der Saal im ersten Obergeschoss ist indes 170 Quadratmeter groß. Laut Planer Karl-Heinz Kraka wurde der Stall in den 1950er Jahren mit einem Anbau versehen. In diesem, freilich auch dafür ausgebaut, kommen nun jene Tiere unter, die sich sonst im weitläufigen Gehege frei bewegen können. Die Planungen absolvierte Kraka noch allein. Bauleitung und -überwachung erfolgten im Zusammenspiel mit seinem Brandenburger Architektenkollegen Thomas Schlicht. Beide gehören neben acht anderen der GbR an, die auf Initiative von Bärbel Prenzel-Hermansen gegründet wurde, die freilich ebenso Geschäftsführerin ist.

Schulstandort mit moderner Sporthalle Image 1
Zum zehnjährigen Bestehen des Gesundheitshauses Metatron wurde die Einweihung des umgestalteten Kuhstalles gefeiert. Mit Gästen und Therapeuten um Heilpraktikerin Bärbel Prenzel-Hermansen wurde der „Meilenstein“ begangen. Wichtig sei die Erfahrung der unendlichen Liebe in einer Gemeinschaft, indem jedes Mitglied nicht nur „Teilnehmer“, sondern auch „Teilgeber“ mit seinen Gaben und Fähigkeiten ist. Die Gemeinschaft der Therapeuten hat eine intensive Schulung bei Bärbel Prenzel-Hermansen durchlaufen, was ihrem Menschsein und ihrer Arbeit eine besondere Tiefe und Qualität gibt. Nach schwerer Krankheit habe es Prenzel-Hermansen den Tieren, der Natur und vielen Menschen zu verdanken, dass sie wieder Zugang zu ihrer inneren Stimme bekam. Die Verbindung von Körper, Geist und Seele gilt als Grundlage von Ganzheit, Gesundheit und Glück.

Im Jahr 2004 kaufte die Heilpraktikerin mit ihrer Tochter einen Vierseithof in Damm mit zehn Wohnungen. Als das Gutshaus in Liepe zum Verkauf stand, gründete sie mit Partnern das Gesundheitshaus Metatron. Dazu wurde 2009 der Gutspark mit dem Restaurant Alte Brennerei gekauft, die im Jahr 2012 größtenteils in Eigenregie saniert und umgebaut wurde. Im gleichen Jahr wurde der Verein „Leben aus der Mitte e.V.“ gegründet. Rund 100 Frauen und Männer sind Mitglied dieses Vereins, der sich nun „Leben aus der Fülle“ nennt. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, Menschen das große Spektrum der Naturheilkunde nahe zu bringen und will sowohl Gesundheitsfürsorge und Kultur als auch Kinder- und Jugendarbeit im ländlichen Raum fördern. „Ich bin selbst überrascht, wie schnell die Zeit vergangen ist, wie viel wir geschafft haben und was noch alles kommt“, so Bärbel Prenzel-Hermansen. (red)

Fünf weitere Plätze in Kita Garlitz

Kinder schauten Handwerkern bei achtwöchigem Umbau über die Schultern 

Blick in den Flur der Kita in Garlitz, von dem aus die Gruppenräume zu erreichen sind. Diese sind nunmehr nach dem Umbau auch untereinander verbunden. Foto: Dagmar Schubert
Blick in den Flur der Kita in Garlitz, von dem aus die Gruppenräume zu erreichen sind. Diese sind nunmehr nach dem Umbau auch untereinander verbunden. Foto: Dagmar Schubert
Garlitz. Als bleibende Erinnerung dürfte wohl die Umbauzeit den Jungen und Mädchen der Kita in Garlitz im Gedächtnis bleiben. Wurden doch die Arbeiten in den acht Wochen im vergangenen Jahr bei laufenden Betrieb vollzogen. In die Einrichtung, die sich in Trägerschaft des Amtes Nennhausen befindet, wurden 130.000 Euro investiert, 78.000 Euro davon kamen als Förderung vom Land. Die Kapazitäten sind nun erhöht.

Als willkommene Abkürzung empfinden einige Kinder der Einrichtung die mit dem Umbau entstanden Verbindungen zwischen den Gruppenräumen. Wie diese entstanden, erlebten sie live. Sie sahen wie an einer Stelle eine Wand aufgestemmt und an anderer eine Tür zugemauert wurde. Aber nicht nur die Profis griffen zum Werkzeug, vielmehr legten auch Eltern und Erzieher Hand an, um für mehr Kapazitäten im Haus zu sorgen und freundliche Räume für den Nachwuchs zu schaffen. Fünf Plätze mehr kann die Kita anbieten - 50 Kinder können hier spielen und lernen. Um den Ansprüchen einer modernen Kita gerecht zu werden, wurde so manches geändert. Was vormals Küche war, ist nun ein zusätzlicher Sanitärbereich mit Toiletten, Waschtisch und Wickeltisch. Und wo sich zuvor ein Lagerraum befand, steht nun die neue Küche. Überdies wurden die Räume renoviert. Dabei haben Eltern und Erzieher tatkräftig mitgewirkt. Eingeworbene Spendengelder wurden dafür genutzt, um Schränke und Regale zu kaufen. Den Aufbau übernahmen wiederum fleißige Eltern und Erzieher. Dafür gab es Extralob von der Kita-Leiterin Stephanie Eckle. Zur Einweihung am 12. Oktober brachte Amtsdirektorin Ilka Lenke nicht nur Glückwünsche für die neuen schönen Gruppenräume, sondern auch ein großes Kuscheltier mit.

In diesem Jahr wird es Erweiterungen im Außenbereich geben. Ein Carport soll über dem Sandkasten entstehen und für Schatten bei Buddelarbeiten der Jungen und Mädchen sorgen. Zudem wird weiterer Stauraum für Spielgeräte benötigt. Dieser soll ebenso noch geschaffen werden.

Die Kita „Zum Wiesenhaus“ in Garlitz wurde im Jahr 1992 eröffnet. Die Einrichtung befindet sich ruhig gelegen und ist umgeben von Feldern und Wiesen.

Bautechnik GmbH
Weber & Co. GmbH
Pfeiffer Haustechnik GmbH
André Schindelhauer
exzellent estrich GmbH
K & A Dachbau GmbH
Raimund Architekt Prill
HSE-Heizung Sanitär Elektro GmbH
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG
Datenschutz