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Bauen im Havelland Heizkosten sparen in der Potsdamer Straße 7-8 

Die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR) sanierte die Potsdamer Straße 7/8. Foto: Archiv/Weber
Die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR) sanierte die Potsdamer Straße 7/8. Foto: Archiv/Weber

Heizkosten sparen in der Potsdamer Straße 7-8 

Wohnungsbau-Unternehmen sanierte Plattenbau mit 16 Wohneinheiten energetisch 

Rathenow. Ab Mitte der 1980er Jahre wurden Baulücken in DDRStädten durch so genannte Lückenbebauung geschlossen. Dafür wurden kleine Plattenbauten errichtet, die den großen Neubaublöcken, den benachbarten Häusern, in Größe und etwas individuellerer Gestaltung angepasst wurden. So entstand auch um 1987 das Gebäude mit vier Etagen in der Potsdamer Straße 7/8, mit 16 Wohnungen.

„Schon in den 1990er Jahren wurde das Gebäude energetisch teilsaniert”, so Hartmut Fellenberg, 2018 noch Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR). „Dabei wurden die äußerlichen Lücken zwischen den Platten geschlossen und der Keller gedämmt.“

Seit Juni nun nahm die KWR die komplette energetische Hüllensanierung des Gebäudes in Angriff. Dabei wurde die Fassade, mit „Glaswolle“-Platten gedämmt. Ebenso wurde das Dach gedämmt und neu eingedeckt. Zusätzlich wurden die Fenster der Wohnungen gegen moderne ausgetauscht. Die an der Vorderseite bereits vorhandenen Balkone erhielten eine neue Brüstung. Vier Einraumwohnungen erhielten zudem an der Stirnseite erstmals Balkone.

Im Zuge der Sanierung wurde die Fassade des Gebäudes farblich neu gestaltet und das Farbkonzept bei der Neugestaltung der Treppenhäuser aufgegriffen. Auch die Haustüren wurden erneuert.

Während der Hüllensanierung konnten die Mieter in ihren acht Zwei- und vier Dreiraumwohnungen wohnen bleiben. Lediglich die Mieter der Stirnseite, die neue Balkone erhielten, bezogen für einige Wochen Ausweichquartiere. Durch die energetische Sanierung werden die Mieter künftig Heizkosten einsparen. Die 39 Solarstrompanele wurden bereits vor einigen Jahren auf dem Dach montiert und an die Energiegenossenschaft Westhavelland verpachtet.

Die Häuser in der Potsdamer Straße gehören zum Wohn-Quartier zwischen Curlandstraße, Goethestraße und Perleberger Straße bis zur Spandauer Straße. Die KWR nahm seit 2006 Umgestaltungen vor. 57 Wohneinheiten wurden in der Potsdamer-, Perleberger-, Spandauer- und Havelberger Straße abgerissen. Dem stehen Sanierungen von Plattenbauten und historischen Wohnhäusern in der Havelberger Straße gegenüber, die von dem kommunalen Unternehmen teils denkmalgerecht saniert wurden. Hier finden sich Bauten aus den 1920er und 1930er Jahren. In den sogenannten Curlandgärten sind die Sanierungspläne komplett umgesetzt. Auch direkt am neuen Stadtplatz sind alle KWR-Objekte saniert. In der Goethestraße wurde 2017 ein Plattenbau energetisch saniert. Die Sanierungsvorhaben der KWR sind in dem Stadtbereich fast abgeschlossen.

Außengelände und Dach sind saniert 

Kita „Neue Schleuse“ hat Plätze für bis zu 80 Kinder 

Die Wege im Gebäudeumfeld wurden neu gepflastert.
Die Wege im Gebäudeumfeld wurden neu gepflastert.
Rathenow. Ein Wassereinbruch verursachte in der Kita „Neue Schleuse“ einen erheblichen Schaden, der wohl noch nicht behoben werden konnte. So können noch nicht alle Kita-Kinder der Einrichtung in den Genuss der Neuerungen in dem Traditionskindergarten kommen.

Im März begannen die Arbeiten zur Sanierung des Gebäudes der Kita „Neue Schleuse“ und der Neugestaltung eines großen Teils der Außenflächen. Im Herbst wurden diese Arbeiten abgeschlossen. Zuerst wurde das Dach saniert. Wege wurden neu gepflastert, die Regenentwässerung und das Abwassersystem wurde komplett erneuert. Der Abenteuerspielplatz hinter dem Gebäude wurde neu gestaltet und aufgewertet. Ein neuer Sandspielkasten und ein neues Spielhaus wurden errichtet. Zusätzlich ist ein Sonnensegel für diesen Bereich geplant. Nach den Arbeiten zur Neugestaltung wurden letztlich die Rasenflächen neu angelegt.

Der Abenteuerspielplatz wurde neu gestaltet und aufgewertet. Fotos: Archiv/Weber
Der Abenteuerspielplatz wurde neu gestaltet und aufgewertet.
Fotos: Archiv/Weber
Nicht im Umfang der geplanten Baumaßnahme ist die Beseitigung der Wasserschäden vom genannten Havariefall im Mai. Von diesem Wassereinbruch war der Großteil des Gebäudes der Kindertageseinrichtung betroffen. Seitdem werden in der Kita nur die drei Gruppen der Krippenkinder und die Gruppe der kleinsten Kita-Kinder betreut. Die größeren Kinder sind derzeit in der Kita „Olga Benario“ in der Saarstraße untergebracht. Mit den Arbeiten zur Beseitigung des Wasserschadens wurde in der Semmelweißstraße zwar bereits im vergangenen Herbst begonnen. Noch sind die Arbeiten wohl nicht abgeschlossen. Betroffene Eltern monieren, dass 35 der Kinder, die eigentlich die Einrichtung „Neue Schleuse“ besuchen sollten, Plätze in einer anderen Kita blockieren würden. Die Einrichtung in Rathenow-West verfügt eigentlich über eine Kapazität von 80 Plätzen und wäre derzeit auch ausgelastet.

Drei neue Horträume

Premnitz investierte in seinen Grundschulstandort 

Auf den einstöckigen Anbau wird die Stadt Premnitz sechs weitere Horträume in zwei Etagen bauen. Foto: Archiv/Bohm
Auf den einstöckigen Anbau wird die Stadt Premnitz sechs weitere Horträume in zwei Etagen bauen.
Foto: Archiv/Bohm
Premnitz. In der Premnitzer Grundschule „Am Dachsberg“ lernen bereits die Jahrgänge von der ersten bis zur vierten Klasse dreizügig. Auch die kommenden Jahre lassen erahnen, dass weiterhin pro Jahrgang drei erste Klassen eingeschult werden. Daher hat die Stadt an die Schule 2018 einen Anbau für 400.000 Euro realisiert, in dem drei neue Horträume Platz fanden.

In diesem Jahr, so steht es im Haushaltsplan, sollen weitere sechs Horträume entstehen. Sie werden auf dem Anbau aus 2018 aufgesetzt. Zurzeit nutzen die Klassen 2a bis 2c die neuen Räume. Sie können sich in ihnen ganz unterschiedlich beschäftigen, erklärte Carmen Henke im Sommer, kurz bevor die ersten Hortkinder die Räume mit Leben füllten. Bürgermeister Ralf Tebling versicherte, dass die sechs weiteren Horträume auch dann gebaut werden, wenn keine Fördermittel dafür fließen. Die weiteren Baukosten wurden mit 580.000 Euro beziffert. Die Stadt hat Förderung in Höhe von 350.000 Euro beantragt.

Nach aktuellen Zahlen werden 80 Premnitzer Kinder (24. Januar) im August schulpflichtig. Im Folgenden Schuljahr sind es nach aktuellen Erkenntnisstand 70 Jungen und Mädchen. Zuzüge und Abwanderungen sowie Rückstellungen lassen die Zahlen schwanken. (boh)

lnh. Mike Ensminger
Carmen Euen
Stahlbau Koch GmbH
Heine-Dach GmbH
Weber & Co. GmbH
lnh. Mike Ensminger
Horst Maier
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