Abschied nehmen Geregelte Trauer

Foto: BDB
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In Zeiten von Covid-19 gelten besondere, wenn auch gelockerte Auflagen für Bestattungen

Trotz aller Beschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus: Abschied und Trauer ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig, heißt es beim Bundesverband Deutscher Bestatter. Bestattungen waren und sind ausdrücklich vom Kontaktverbot ausgenommen. Bisher galt beispielsweise, dass bei einer Bestattung der Kreis der Teilnehmer auf den engsten Familienkreis bzw. Freundeskreis beschränkt war.

Inzwischen gibt es in unserem Bundesland Lockerungen auch was Bestattungen angeht: Erlaubt sind „Gottesdienste, religiöse Veranstaltungen und Zeremonien der Religionsgemeinschaften in Kirchen, Synagogen, Moscheen, Tempeln und Gebetsräumen mit bis zu 50 Personen“ sowie „nicht-religiöse Bestattungen mit bis zu 50 Personen sowie die Begleitung Sterbender im engsten Familienkreis“ heißt es. Und weiter heißt es : Die Verantwortlichen haben die Einhaltung der Hygiene und Abstandsregeln sicherzustellen: Zugangskontrollen, Erstellung einer Anwesenheitsliste und Aufbewahrung derselben für vier Wochen, Mindestabstand von 1,5 Meter, Markierung von Steh- und Sitzplätzen vorab, zeitversetztes Betreten und Verlassen von Räumlichkeiten. -

In anderen Bundesländern sieht das anders aus; also gibt es keine einheitlichen Regelungen. Was einen würdigen Abschied nicht gerade einfach macht. Mit den Herausforderungen dieser Tage sind die Bestatter vertraut. Sie kennen die genauen Bedingungen vor Ort, die sich von Kommune zu Kommune unterscheiden können; sie wissen die sperrigen Verordnungen und sich stetig ändernden Regeln umzusetzen. Das ist nicht immer einfach, denn Beschränkungen, Zugangskontrollen und Listenführen stoßen nicht unbedingt auf vollstes Verständnis. Die Einhaltung aller Regeln erfordern zusätzliche Organisation und Aufwände.

Allgemein gilt aber nach wie vor, dass die Bestattungsarten Erdbestattung und Feuerbestattung derzeit frei wählbar bleiben. Angehörige können daher weiterhin entscheiden, ob sie Verstorbene in einem Sarg beerdigen, oder in einer Urne beisetzen lassen möchten.

Der Bundesverband Deutscher Bestatter spricht noch folgende Empfehlungen aus: Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sollte bei Trauerfeiern auf körperliche Gesten der Kondolenz und Anteilnahme verzichtet werden. Dazu gehören Umarmungen, Küsse und Händeschütteln. Auf dem Friedhof gilt für die Teilnehmer an der Bestattung die 1,5 Meter Abstandsregel.

Auch die Trauerfeiern werden nun verändert gestaltet: Die Sitzplätze für Trauergäste sollten möglichst weit auseinander liegen. Auch hier sollte ein Abstand von 1,5 Meter eingehalten werden. Dort, wo das alles allerdings nicht gewährleistet werden kann, werden weiterhin Trauerfeiern unter freiem Himmel empfohlen.

Stand 9. Mai ist das Betreten der Friedhöfe im Rahmen der vorgegebenen Regeln gestattet, also ebe nso die Grabpflege. Friedhofskapellen dürfen zu stillen Einkehr geöffnet werden, wenn die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen sichergestellt ist. Beides Schritte, die Trauer auch in diesen Tagen zu bewältigen. (cmi/Quelle)
   

Digitales Erbe nicht vergessen

An ihren digitalen Nachlass, an Nutzerkonten bei Facebook oder Instagram, an E-Mail-Postfächer oder ihr Guthaben bei Zahlungsdiensten und wer darauf Zugriff haben soll, daran denken die wenigsten.

Ist der Nachlass im Netz überhaupt vererblich? „Grundsätzlich ja“, sagt Rebekka Weiß vom IT-Branchenverband Bitkom und verweist auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH; Az.: III ZR 183/17). Der BGH hat 2018 entschieden, dass die Eltern eines verstorbenen Mädchens als Erben Zugriff auf deren Facebook-Konto bekommen sollen. Die Richter stellten klar: Auch digitale Inhalte werden vererbt. Demnach treten Erben in die Nutzungsverträge ein, die Verstorbene zu Lebzeiten etwa mit Musik-Streamingdiensten, E-Book-Anbietern, Cloud-Diensten oder eben mit sozialen Netzwerken geschlossen haben. Damit Erben jederzeit auf den digitalen Nachlass zugreifen können, ist es wichtig, dass sie über die jeweiligen Zugangsdaten verfügen. Darum sollte man sich irgendwann einmal die Zeit nehmen, eine Übersicht mit all seinen Accounts samt Benutzernamen und Kennwörtern zu erstellen und diese an einem sicheren Ort zu hinterlegen etwa auf einem verschlüsselten USB-Stick speichern und in einem Tresor oder Bankschließfach.

Konkret empfiehlt sich dieses Vorgehen: Sie setzen eine Vollmacht auf und ermächtigen darin eine Vertrauensperson, nach dem eigenen Tod den digitalen Nachlass zu regeln. (dpa)
   
Bestattungshaus Schönholz
Bestattungshaus Konrad
Grabmale Kneifel
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