Der Schauspieler Joachim „Blacky“ Fuchsberger sagte einst: „Altwerden ist nichts für Feiglinge.“ Wie recht der Mann doch hatte. Mal zieht es hier, mal knarzt es da, man kann nicht mehr so lange stehen und mitunter hat man Angst, zu stürzen.
Kleine Maßnahmen und großer Umbau
Erscheinung des Alters machen sich auch bei der täglichen Nutzung des heimischen Badezimmers bemerkbar. Das stellt sich die Frage: Wie gelingt es, dass ich mein Bad sicher und angstfrei nutzen kann? Da gibt es zwei Möglichkeiten: Die erste Möglichkeit besteht darin, kleine Anpassung vorzunehmen. So kann man zum Beispiel in die Dusche eine Antirutschmatte legen, neben der Toilette oder Badwanne Haltegriffe an der Wand anbringen oder sich einen Hocker in den Raum stellen, auf den man sich beim Zähneputzen setzen kann. Die zweite Möglichkeit besteht aus einem größeren Badumbau. Dabei kann man die Dusche mit Einstieg durch ein bodenebenes Modell ersetzen oder sich eine Sitzbadewanne einbauen lassen.Â
Auch eine barrierefreie Toilette bringt Sicherheit. Wer im Alter auf einen Rollstuhl angewiesen ist, der tut sich leichter, wenn der Waschtisch, der Spiegel oder Schränke nach unten versetzt werden und man sich leichter an seine Sachen kommt. Es gibt auch speziell unterfahrbare Waschtische für Menschen im Rollstuhl. Auch kann man die Einrichtung eventuell so anordnen, dass man mehr Bewegungsfreiraum hat. Wer auf die Badewanne nicht verzichten will, kann sich auch mit einem Badewannenlift etwas Erleichterung beim Ein- und Ausstieg verschaffen. Das Gewicht des Nutzers und die Größe der Badewanne sind die wichtigsten Kriterien bei Modellauswahl. Hier kommt es auf eine gute Beratung vor Ort an.
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Förderung des Umbaus
Der Umbau eines Badezimmers ist finanziell gesehen ein ganz schöner Brocken. Doch es gibt Fördermöglichkeiten.
Mit Pflegebedarf ist bei einem Menschen im Haus oder in der Wohnung bereits ein Pflegegrad festgestellt worden, können Umbaumaßnahmen für den barrierefreien Alltag bis zu 4000 Euro pro Person pro Maßnahme bei der Pflegekasse beantragt werden. Pflegehilfsmittel wie ein Badewannenlift, Haltegriffe oder ein Toilettenstuhl werden extra gefördert.
Ohne Pflegebedarf Die KfW bietet zum Beispiel zinsgünstige Kredite und Zuschüsse, wenn man barrierefrei umbauen möchte oder eine bereits umgebaute Immobilie kauft.
5,7 Quadratmeter sollte ein Badezimmer mindestens groß sein, damit es sich rollstuhl- oder rollatorgerecht umbauen lässt.
Quelle: www.pflege.de