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Umbau Alte Post Wittstock zum Polizeirevier Mosaikstein für Gesamtkunstwerk „Historische Altstadt“

Aus dem historischen Gebäude des alten Postamts wurde eine moderne Dienststelle der Polizei. Der Umbau und die Sanierung kosteten 3,9 Millionen Euro, inklusive Mitteln der Städtebauförderung. Fotos (4) : Lerm
Aus dem historischen Gebäude des alten Postamts wurde eine moderne Dienststelle der Polizei. Der Umbau und die Sanierung kosteten 3,9 Millionen Euro, inklusive Mitteln der Städtebauförderung. Fotos (4) : Lerm

Ehemaliges Postamt ist nun Polizeirevier / Historisch und doch hochmodern

Wittstock. Das ehemalige Postamt in Wittstock hat in den vergangenen Monaten eine enorme Verwandlung durchlaufen. Das Einzeldenkmal in der Wittstocker Innenstadt ist zum modernen Polizeirevier umgebaut worden. Mehrere Millionen Euro sind aus dem brandenburgischen Innenministerium in das Projekt geflossen, davon auch Mittel aus der Städtebauförderung.

Wittstocks neues Polizeirevier ist nach aufwendiger Sanierung am 23. Mai, dieses Jahres offiziell eröffnet worden. Die Verwandlung des ehemaligen Postamtes kam gut voran und so konnte die Komplettsanierung des Hauses bis zur Eröffnung der Landesgartenschau am 18. April 2019 abgeschlossen werden.

GWV Gebäude- und Wohnungsverwaltung GmbH

Zwar warf ein Schwelbrand am Dach im Juni 2018 das Projekt zurück, da der bereits sanierte Bereich noch einmal in Angriff genommen werden musste. Dennoch erfolgte, Dank des eingehaltenen Zeitplanes, inzwischen die Übergabe an die Polizei als neuen Mieter. Heute deutet an diesem Eckhaus in der Poststraße, mit Baujahr 1885, nichts mehr darauf hin, dass es bei der Sanierung für die Handwerker und den Bauherren einige Überraschungen bereithielt. Die Decken waren in schlechterem Zustand als angenommen, hinzu wurde Hausschwamm entdeckt. Befallene Balken mussten aufwendig ausgetauscht werden. Das alles kostete Zeit.
  
Eine historische Aufnahme aus früheren Post-Zeiten.
Eine historische Aufnahme aus früheren Post-Zeiten.
Die alte Post ist ein Einzeldenkmal, so wurde der Eingangsbereich nach historischem Vorbild wiederhergerichtet und zudem darauf geachtet, originale Materialien wieder zu verwenden. So ist es gelungen, mehrere der alten Fenster zu erhalten. Diese wurden teils erneuert, teils aufgearbeitet und hergerichtet, ebenso auch einige alte Türen, welche heute einen besonderen Charme versprühen und daran erinnern, dass hier ein Stück Baugeschichte geschrieben wurde. Im Publikumsbereich ist mit viel Glas gearbeitet worden und so wirkt dieser Bereich hell und freundlich. Im Foyer sind alte Fotos vom Postamt ausgestellt. Im Außenbereich des neuen Polizeigebäudes sind Parkflächen und Wege entstanden. Die neue Mauer an der Grenze zum Postparkplatz verfügt über einen Notausgang. In die Sanierung des alten Postgebäudes flossen laut dem brandenburgischen Innenministerium insgesamt 3,9 Millionen Euro, davon 0,85 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung.
  
In den Umbau wurde viel Geld investiert. Eine sanierte Treppe im Gebäude.
In den Umbau wurde viel Geld investiert. Eine sanierte Treppe im Gebäude.
Das neue Polizeirevier hat eine Größe von 770 Quadratmetern. Dort verrichten jetzt 35 Polizeibeamte ihren Dienst. Für sie bietet der neue Standort bessere Arbeitsbedingungen, kürzere Wege zur Autobahn und eine insgesamt motivierende Umgebung. Bei der Eröffnungsfeier sprach Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke davon, dass den Beamten der nötige Respekt entgegengebracht wird, den sie verdienen. Mit der Sanierung der alten Post werde zudem ein weiterer Mosaikstein für das Gesamtkunstwerk „Historische Altstadt“ gesetzt. Hier haben Land, Stadt und das kommunale Wohnungsunternehmen beispielgebend zusammengearbeitet. Mit dem neuen Revier sind nun auch die Debatten um den Erhalt des Polizeistandortes Wittstock endgültig vom Tisch. Im Land gibt es derzeit 8140 Polizisten, bis Ende 2020 sollen es 8300 werden.
  
Auch der historische Briefkasten verbreitet Charme.
Auch der historische Briefkasten verbreitet Charme.
Bürgermeister Jörg Gehrmann und Hans-Jörg Löther, Geschäftsführer der Wittstocker Gebäude- und Wohnungsverwaltung (GWV) lobten die enge Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Letzterer überreichte zur Feier des Tages einen original Postbriefkasten aus der Zeit um 1880. Das imposante Teil in Blau, ist aus Gusseisen wiegt stolze 75 Kilogramm und stammt aus einem Museum. Es soll zukünftig als Postkasten genutzt werden.
  
Tischlerei Mike Altmann
Raumausstatter Kiekbach GmbH
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Metallbau Wolfgang Sell
Aisi-Tec Wittkopf
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Bauunternehmen Frank Martini
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