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Bauen & Wohnen So kann Homeoffice Spaß machen

Der Schreibtisch namens „Workout“ von Müller Möbelfabrikation hängt platzsparend an der Wand. Foto: Müller Möbelfabrikation/dpa-mag
Der Schreibtisch namens „Workout“ von Müller Möbelfabrikation hängt platzsparend an der Wand. Foto: Müller Möbelfabrikation/dpa-mag

Minimalistisches Design mit Fußablage: Schreibtische müssen nicht mehr groß sein

Die Corona-Krise wird die Arbeitswelt vielleicht für immer verändern. Jetzt noch ein Provisorium könnte das Homeoffice für viel mehr Arbeitnehmer künftig auch eine Option im Arbeitsalltag werden. Denn viele haben erkannt, dass das ganz gut funktioniert.

Während in Deutschland im Normalfall rund zwölf Prozent aller Beschäftigten ihre Tätigkeit zu Hause erledigen, sieht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) das Potenzial dass bis zu 40 Prozent der Deutschen im Homeoffice arbeiten könnten. Die moderne Technik macht das in vielen Berufen möglich.
 
Klassischer Look: Der Society Table von Carl Hansen & Søn besteht aus Stahl, Furnier, Leder und Holz. Foto: Carl Hansen & Søn/dpa
Klassischer Look: Der Society Table von Carl Hansen & Søn besteht aus Stahl, Furnier, Leder und Holz. Foto: Carl Hansen & Søn/dpa
Damit sich Privatleben und Job nicht sehr vermischen, sollte man sich einen Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden einrichten - egal ob in einem separaten Zimmer oder in einer Ecke des Wohnzimmers.

Dazu gehört auch ein Schreibtisch, der sich einerseits den räumlichen Anforderungen anpasst und andererseits seinen praktischen Zweck erfüllt. Das Gute: Da Computer in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden sind und das Smartphone die Telefonanlage ersetzt, braucht es keine allzu große Fläche mehr.

Platzsparend sind etwa die flachen Wandmodelle von Michael Hilgers, der Twofold, und von Murken Hansen, der Workout (beide für Müller Möbelwerkstätten). Beide sind im Grunde Regale: Der Twofold lässt sich durch das Herunterklappen einer Holzablage in einen Sekretär verwandeln. Und am Multitalent Workout kann man die Platte in der Höhe verstellen, so dass man wahlweise im Sitzen oder im Stehen arbeiten kann - Ablagefläche inklusive.

Einen auf den ersten Blick nicht als Sekretär erkennbaren Entwurf haben Paolo Lucidi und Luca Pevere für Ligne Roset gestaltet. Stendhal ist eine Referenz an den französischen Maler Pierre Soulages und seine sogenannten Outrenoir-Bilder. Die italienischen Designer haben ein 175 Zentimeter hohes, aber nur 16,5 Zentimeter tiefes Möbel entworfen, das wie ein Gemälde an der Wand zu hängen scheint.

Stahlrahmen an der Wand für eine MDF-Platte: Minimalistisch ist der Rail Desk von Keiji Ashizawa für das dänische Label Menu. Foto: Menu
Stahlrahmen an der Wand für eine MDF-Platte: Minimalistisch ist der Rail Desk von Keiji Ashizawa für das dänische Label Menu. Foto: Menu
Der Korpus aus dunklem Nussbaumfurnier hat zwei Türen, die, wenn man den Look der Outrenoir-Bilder nicht mag, mit Stoff bezogen oder lackiert werden können. Im Inneren gibt es verschiedene Ablageborde und Fächer sowie eine ausklappbare Computerablage. „Wir wollten etwas für kleine Räume entwerfen“, sagt Luca Pevere. „Da der Platz gerade in Städten immer knapper wird, bestand die Idee für diesen Schreibtisch, ihn kompakt zu gestalten.“

Ein extrem minimalistisches Möbel ist der Rail Desk von Keiji Ashizawa für das dänische Label Menu. Der in Tokio ansässige Designer hat sich dafür an der typischerweise geringen Wohnfläche in der Megametropole orientiert, und an der typischen japanischen Ästhetik.

Ein filigraner Stahlrahmen, der an der Wand befestigt wird, dient als Auflage für eine MDF-Platte mit Eichenfurnier. Da der Entwurf in jeder beliebigen Höhe an die Wand gehängt werden kann, ist er nicht auf die Nutzung als Schreibtisch beschränkt, sondern lässt sich auch als Ablage oder Regal verwenden. „Für mich war es wichtig, die Leichtigkeit des Entwurfs durch die Kombination der zwei Materialien zu unterstreichen“, sagt Ashizawa. In die gleiche Richtung geht der Sekretär S 1200 von Thonet. Der Designer Randolf Schott ließ sich dafür von klassischen Bauhausmöbeln inspirieren. Die Basis des kompakten Tisches ist ein Stahlrohrgestell, dessen Neigung das Aufstehen selbst in engen Fluren und Nischen ganz einfach macht. Ein besonderes Extra: Für eine entspannte Sitzhaltung sorgt eine Fußablage. Geradezu mondän erscheint da im Gegensatz der Schreibtisch namens Myself + I von Garth Roberts für das Label Dante Goods and Bads. Er ist nicht nur halb oval gestaltet, sondern auch weich mit Leder gepolstert.

Eine Blende fungiert als Sichtschutz und kreiert für den Arbeitenden einen eigenen Raum. Unter dem Namen Works by String Furniture hat der Hersteller ein umfangreiches Büromöbelprogramm konzipiert, zu dem neben Regalsystemen und Rollcontainern auch ein höhenverstellbarer Schreibtisch gehört. Er ermöglicht ergonomisches Arbeiten im Sitzen sowie im Stehen, dazu gibt es Paneele mit Sicht- und Hörschutz. (dpa)

Mietrecht

Sichtschutz nur mit Zustimmung

Viele Mieter legen auf dem Balkon Wert auf Privatsphäre. Blicke der Nachbarn sollen vermieden werden – gerade in Zeiten von Corona, in denen alle ihre Zeit zu Hause verbringen. Nur in Ausnahmefällen ist es jedoch möglich, den Balkon abzuschirmen, ohne zuvor die Erlaubnis des Vermieters einzuholen. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin.

Wird bei dem Anbau eines Sichtschutzes die Fassade oder Balkonbrüstung angebohrt, so besteht immer eine Zustimmungspflicht des Vermieters. Der Mieter hat in der Regel auch keinen Anspruch auf Genehmigung eines solchen Umbaues. Genauso verhält es sich beim Anbringen eines Vorhangs zur kompletten Verhüllung des Balkons. Dies gehe über die vertragliche Nutzung des Balkons hinaus, entschied das Amtsgericht Münster (Az.: 48 C 2357/01). (dpa)

Kontrollierender Blick nach oben

So oft sollten Hausbesitzer ihr Dach begutachten

Hausbesitzer sollten das Dach prüfen - denn Stürme oder Gewitter können größere Schäden verursachen. Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa-mag
Hausbesitzer sollten das Dach prüfen - denn Stürme oder Gewitter können größere Schäden verursachen. Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa-mag
Hagel, Sturmböen, Regen - das Wetter kann Spuren am Haus hinterlassen. Nicht zuletzt am Dach. Vermeintlich kleine Schäden können mit der Zeit größere Probleme verursachen.

Ohne eine Reparatur besteht etwa das Risiko, dass nach heftigem Wind Dachziegel verrutschen und so Tauwasser, Regen und Schmutz ins Innere des Hauses dringen. Eine der möglichen Folgen: Schimmelbefall. Zudem sind lose Dachziegel eine Gefahr für die Allgemeinheit, schließlich können sie hinabstürzen und Menschen vor dem Haus verletzen. Dann kann es für Immobilienbesitzer teuer werden.

Daher lohnt sich die regelmäßige Überprüfung des Dachs durch Profis. Ein Überblick dazu:

Wie oft sollten Hausbesitzer das Dach überprüfen?

Mindestens einmal jährlich lautet der gängige Tipp. Ratsam ist es außerdem nach Sturm, Hagel oder einem schweren Gewitter, erklärt Josef Rühle vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks. Das hat seine Gründe: „Bei Sturmschäden müssen Hauseigentümer nachweisen, dass ein Fachbetrieb regelmäßig das Dach überprüft hat, sonst können sie haftbar gemacht werden“, sagt Marc Ellinger, Berater im Verband Privater Bauherren (VPB).
 
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Kann man das selber machen oder müssen Profis ran?

Einmal jährlich den Handwerker bestellen, das muss keiner. Bei der Suche nach möglichen Schäden kann man sich erst mal selbst behelfen - mit guten Fotos einer Digitalkamera, die man am Computer-Bildschirm in Vergrößerung betrachtet. Vergleiche mit vorherigen Aufnahmen liefern Hinweise, ob die Dachdeckung Schäden oder Veränderungen aufweist. „Bei steiler geneigten Dächern reichen Fotos von unten“, erklärt Ellinger. Schwach geneigte Dächer sind indes je nach Gebäudehöhe von unten nicht ausreichend einsehbar, bei Flachdächern ist dies in der Regel gar nicht möglich. „Womöglich können Hausbesitzer dann Aufnahmen von den Dachgeschossen benachbarter Gebäude machen“, rät Ellinger. Alternativ geht das mit einer Drohne.

Können Hausbesitzer Reparaturen am Dach selbst erledigen?

Laien fehlt in aller Regel das Fachwissen, um Arbeiten akkurat ausführen zu können – das Dach muss schließlich hundertprozentig dicht sein. „Auch sollten Nicht-Fachleute die Gefahr nicht unterschätzen, vom Dach abzustürzen“, betont Ellinger. Daher sollten Hausbesitzer solche Reparaturen generell Fachleuten überlassen.

Wie teuer ist im Schnitt eine Dachwartung?

„Die Frage ist so nicht zu beantworten, da der Wartungsvertrag individuell mit dem Kunden vereinbart wird“, sagt Rühle vom Dachdecker-Verband. Ebenso stellt der zu erwartende Aufwand – abhängig vom Alter und damit vom Zustand der Dachdeckung oder der Dachabdichtung – eine individuell zu kalkulierende Größe dar.

Was gilt bei Solaranlagen auf dem Dach?

Nach einem Sturm oder einem schweren Gewitter empfiehlt sich ebenfalls ein Check. Auch hier kann man erst mal wieder selbst Bilder mit der Digitalkamera machen. Sollte es für die Sichtprüfung nötig sein, das Dach zu betreten, sollte ein Fachbetrieb beauftragt werden. „Denn beim Betreten des Dachs besteht die Gefahr, die Anlage schwer zu beschädigen“, warnt Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft. (dpa)
 

Glanzlack ist kratzanfällig

Empfindliche Oberflächen können beim Putzen verkratzen. Für Plexiglas- und Glanzlackflächen sollte das passende Reinigungstuch verwendet werden, so die Verbraucherzentrale NRW. Grundsätzlich sind Mikrofasertücher eine gute Alternative zu herkömmlichen Putzlappen. Sie kommen mit wenig Wasser und Reinigungsmittel aus, aber nehmen viel Schmutz auf. Einige Tücher sind allerdings rau, deshalb sollten speziell dafür geeignete Mikrofasertücher genutzt werden. (dpa)
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