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Fertigstellung Gerätehaus in Manschnow

Feuerwehr zog in ein neues Domizil

Neubau ist am vergangenen Wochenende in Manschnow mit zahlreichen Gästen eingeweiht worden

Am roten Band: An der feierlichen Übergabe des Objektes nahmen unter anderem die Amtsausschussvorsitzende Gudrun Wurl, der Amtsdirektor Golzows, Tino Krebs, und sein Vorgänger Lothar Ebert sowie der Staatssekretär Dr. Markus Grünewald, der Amtswehrführer Andreas Zwick, der stellvertretende Ortswehrführer Manschnows, Kai Henze, Dr. Uwe Schieferdecker von der Brandenburgischen Stadterneuerungsgesellschaft mbH und der Fachbereichsleiter Bauen und Wirtschaft Seelows, Jörg Krüger, sowie der Bürgermeister Küstriner Vorland, Werner Finger, teil.

25.11.2021

Manschnow (igo). Was lange währt, wird gut, heißt es und in diesem Fall stimmte es sogar. Am vergangenen Sonnabendvormittag, den 13. November, nahmen die Feuerwehrkameraden und -kameradinnen von Manschnow im Beisein zahlreicher Bürger sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft - wie Landtagsabgeordnete Kristy Augustin und zahlreichen Bürgermeistern und Kommunalvertretern der Region - ihr neues Feuerwehrgebäude in Besitz.

Zu Beginn der Einweihungsfeier des Objektes fuhren Mitglieder der Jugendfeuerwehr Golzows in einem Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht und tönendem Martinshorn zur Demonstration eines Löschangriffs vor die Fahrzeughalle. Ohne Zeitverzug rollten Lennard, Oskar, Marc und Eric schnell mehrere Feuerwehrschläuche aus und verbanden sie mit dem Löschwassertank der Feuerwehr. Nach dem Kommando: “Wasser, Marsch!“ gelang es ihnen schnell, unter dem Beifall der Veranstaltungsgäste ein in einer Metallschale loderndes Feuer zu löschen.

Anschließend sprachen und gratulierten zur feierlichen Übergabe des Objektes unter anderem die Amtsausschussvorsitzende Gudrun Wurl, der Amtsdirektor Golzows - Tino Krebs und sein Vorgänger Lothar Ebert sowie der Staatssekretär Dr. Markus Grünewald, der Amtswehrführer Andreas Zwick, Dr. Uwe Schieferdecker von der Brandenburgischen Stadterneuerungsgesellschaft mbH und der Fachbereichsleiter Bauen und Wirtschaft Seelows, Jörg Krüger. Der Bürgermeister Küstriner Vorland, Werner Finger, erklärte: „Ich denke, wir haben den richtigen Standort - mitten im Ort - gefunden.“ Jörg Krüger sagte: „Die Feuerwehr ist Anker im ländlichen Raum und wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens“ und Lothar Ebert hob die solidarische Leistung aller Amtsgemeinden für das Projekt hervor. Alle Redner dankten zudem den Planern und Bauarbeitern und wünschten allen Feuerwehrleuten des Ortes eine gesunde Rückkehr von zukünftigen Einsätzen.
 

Die Pläne für den Feuerwehrneubau gehen, schon auf das Jahr 2008 zurück. Damals erarbeitete das Architekturbüro Ripp aus Seelow, das den Bau später auch begleitete, eine Vorplanung. Mit der konkreten Umsetzung konnte jedoch erst 2018 begonnen werden. Zu diesem Zeitpunkt übernahm das Amt Golzow die Bauträgerschaft. Weil es am bisherigen Standort der Feuerwehr im Bereich des Forts Gorgast aus Denkmalschutzgründen nicht möglich war, einen Neubau zu errichten, gingen Amt und Gemeinde Küstriner Vorland auf Grundstückssuche. Man erwarb schließlich ein unbebautes Gelände in der Nähe des Manschnower Edeka-Marktes.

Anfang des Jahres 2020 erfolgte für das Projekt in 17 Losen die Bauausschreibung. Die einzelnen Aufträge gingen fast ausschließlich an regionale Firmen. Am 1. Oktober 2020 erfolgte der Baubeginn. Insgesamt kostet das Projekt gute 1,2 Millionen Euro. Einen großen Teil der der Summe tragen das Amt Golzow und seine Mitgliedsgemeinden. Beträchtliche Förderanteile übernahmen der Bund, das Land Brandenburg und der Landkreis über das Kreisentwicklungsbudget. Unterstützung gab es zudem vom Projekt „Kleine Städte und Gemeinden“ unter örtlicher Trägerschaft der Stadt Seelow.

Bei ersten Planungen war man 2008 noch von Kosten in Höhe 650.000 Euro ausgegangen. Den Umstand der Verdoppelung der Bausumme erklären der Bauamtsleiter von Golzow, Axel Kraetzer, und Projektleiterin Ilka Nickel mit Hinweisen auf in den letzten zehn Jahren rasant gestiegene Preise im Baubereich sowie auf eine gravierende Projektänderung.

In der Erstplanung ging die Gemeinde lediglich vom Bau einer neuen Fahrzeughalle aus. Am neuen Standort mussten jedoch zusätzlich Sozialräume, zu denen nach modernem Standard auch Duschen, WC und ein Aufenthaltsraum gehören, hinzugeplant werden.

Der mit 63 Jahren älteste noch im aktiven Dienst befindliche Feuerwehrmann Manschnows, Wolfgang Kranich, erinnerte sich an drei alte Standorte der Ortsfeuerwehr. Zuerst befand sich die Feuerwehr in der Kirchstraße, in den 60er Jahren dann mit dem Bau eines neuen Gebäudes in der Friedensstraße. Danach zog man auf das Gelände des Fort Gorgast um.

Anfangs stand den Kameraden lediglich ein Löschanhänger zur Verfügung, den sie mit einem Trecker zum Einsatzort zogen. Heute verfügen sie über zwei Löschfahrzeuge, einen TSFW MAN Baujahr 2002 und einen TLF 20/40 MAN Baujahr 2006.

Gemeinsam mit allen anderen Feuerwehrmitgliedern, den Gästen und den Rednern auf der Eröffnungsveranstaltung freute sich Wolfgang Kranich, dass sich nach vielen Jahren des Wartens die Tätigkeitsbedingungen für die heutigen und alle zukünftigen Feuerwehrmitglieder des Ortes jetzt nachhaltig verbessern.

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