Bauen & Wohnen

Haus auf mögliche Schäden prüfen

Wenn der Schnee taut: Jetzt Dachziegel, Rinnen und Anschlüsse kontrollieren. Foto: Jan Woitas/dpa-mag

16.02.2026

Der Sturm ist vorübergezogen, die Temperaturen steigen, Schnee und Eis schmelzen dahin: Dann ist es an der Zeit, das Zuhause auf mögliche Schäden zu überprüfen. Vor allem das Dach verdient einen genaueren Blick. Denn verrutschte oder beschädigte Dachziegel, gelockerte Einfassungen und verstopfte Dachrinnen und Fallrohre können hier zu Wassereintritt führen. Darauf weist der Haus & Grund Landesverband Bremen hin.

Hat der Sturm unter die Dachziegel oder durch Lüftungsziegel in den Dachboden geblasen und dabei Feuchtigkeit hineingeweht, kann das ebenfalls zu Problemen führen – und sollte kontrolliert werden.

Fassade und Fenster prüfen

Prüfen Sie Fassade und Mauerwerk auf neue oder vergrößerte Risse, Abplatzungen und Spuren von Feuchtigkeit. Kontrollieren sollten Sie auch, ob Dichtungen, Rahmen und Rollläden von Fenstern und Türen unbeschädigt sind. Außerdem sinnvoll: die Kellerwände jetzt auf Undichtigkeiten und Feuchteschäden prüfen.

Beim Kontrollgang sollte man auch Außenwasserhähne und Wasserleitungen nicht vergessen – vor allem die ungeschützten. Denn sie sind besonders frostgefährdet, auch wenn man sie natürlich ohnehin schon vor dem Winter entleert und hoffentlich darauf geachtet hat, dass auch das Restwasser abgelaufen ist. In jedem Fall dürfen eingefrorene Leitungen nicht mit Heißluftpistolen oder offenen Flammen aufgetaut werden, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Es besteht dann Brandgefahr.

Ist tatsächlich ein Wasserrohr geplatzt, sollten man sofort das Wasser am Hauptwasserhahn und den Strom abstellen. Auch wenn die Leitung nur tropft, ist Handeln angesagt. Dokumentieren Sie die Schäden und informieren Sie Fachbetriebe und Ihre Wohngebäudeversicherung.
dpa/hü