Bauen und Wohnen

Obstbäume pflanzen

Auch im Frühjahr können Obstbäume einen guten Start haben, sofern i man passende Sorten wählt und beim Einpflanzen richtig vorgeht.

Der Start ins Baumleben: Pflanzloch ausheben, Hauptwurzeln abschneiden, Baum gerade einsetzen. Foto: Christin Klose/dpa-mag

12.05.2026

Der Industrieverband Agrar (IVA) gibt praktische Tipps. Obstgehölze mit Topfballen lassen sich in der Regel ganzjährig pflanzen. Für wärmeliebende Arten wie Pfirsich, Aprikose oder Nektarine ist jetzt - Anfang Mai ein guter Pflanzzeitpunkt vorausgesetzt, es sind keine stärkeren Nachtfröste mehr zu erwarten. Vor dem Kauf sollten Hobbygärtner neben der Obstart auch die Wuchsform berücksichtigen. Sie bestimmt den späteren Platzbedarf und den Pflegeaufwand:

• Hochstamm: benötigt viel Raum, etwa 100 Quadratmeter
• Buschbaum: wird bis zu drei Meter hoch, pflegeleicht
• Spindelbaum: kompakt, gut für kleinere Gärten geeignet
• Säulenobst: wächst schmal nach oben, braucht wenig Platz

Für kleine Gärten gilt: Säulenbäume liefern meist weniger Ertrag und sind oft teurer als Busch- oder Spindelbäume. Dafür lassen sie sich gut im Kübel halten, etwa auf Balkon oder Terrasse. Auch das Alter der Bäume kann bei der Wahl eine Rolle spielen. Junge Bäume wachsen in der Regel besser an. Ältere Exemplare tragen dagegen früher Früchte, sind aber teurer. Wer nur einen Baum pflanzt,sollte auf selbstfruchtbare Sorten achten.

So wird der Obstbaum gepflanzt

Der gewählte Obstbaum braucht einen sonnigen Standort und einen lockeren, humusreichen Boden. Vor dem Einpflanzen die Spitzen der Hauptwurzeln sauber abschneiden. Anschließend wird das Pflanzloch ausgehoben, das breiter als der Pflanzballen sein sollte.

Den Boden des Pflanzlochs noch etwas auflockern. Den Baum gerade einsetzen, möglichst senkrecht ausrichten, die Aushuberde - bei Bedarf mit etwas Kompost vermischt - einfüllen und gut antreten. Anschließend kräftig angieBen. Ein flacher Erdwall rund um den Stamm (etwa 5 Zentimeter hoch) hält das Wasser im Wurzelbereich.

Wichtig: Mit dem Baum kommt auch ein Pfahl in die Erde, an dem das Gehölz zum Schutz vor Windschäden mit einem Strick festgebunden wird. Der Pfahl sollte 10 bis 15 Zentimeter Abstand zum Stamm haben und nach Westen ausgerichtet sein.

Der Landesverband Schleswig-Holstein des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt außerdem, einen Pflanzkorb aus Kaninchendraht mit ins Pflanzloch zu setzen, um die Wurzeln vor Wühlmäusen zu schützen. dpa


Auf Plastik verzichten

Außenbereich Derzeit wird wieder gesät, gepflanzt, umgetopft und gedüngt. Dabei sollte man am besten auf Plastik verzichten, empfiehlt die Verbraucherzentrale Bayern. Denn durch Folien, Töpfe und Deko aus Kunststoff kann Mikroplastik entstehen. Gelangt Mikroplastik in den Boden, kann das langfristig das Bodenleben belasten. Besonders Einwegprodukte sind ein Problem, also etwa Folien, Saatbänder oder Pflanzschalen. Denn oft werden sie nach nur einer Saison entsorgt oder noch schlimmer - bleiben im Garten zurück.

Doch was kann man stattdessen verwenden? Die Verbraucherzentrale Bayern rät, zu wiederverwendbaren oder kompostierbaren Produkten zu greifen  - etwa Tontöpfe oder recycelbare Gefäße aus Kunststoff.

Ebenso gibt es viele natürliche Materialien, mit denen man im Garten arbeiten kann. Zum Mulchen etwa kann man statt Folien oder Vlies organische Alternativen wie Laub, Schafswolle oder Rasenschnitt verwenden. Verzichten sollte man auch auf beschichtete Langzeitdünger, die mit einer Kunststoffschicht umhüllt sind. dpa