Den alten Duschkopf abschrauben, den neuen montieren, fertig! Ein Sparduschkopf ist schnell angebracht. "Der Sparduschkopf ist eine der einfachsten, aber besonders effektiven Maßnahmen, um Kohlendioxid und Kosten zu sparen", sagt Michael Bilharz vom Umweltbundesamt (UBA). "Das Schöne daran: Einmal getauscht, profitiert man davon dauerhaft."
Sparduschkopf arbeitet mit Luft
Die Grundidee dahinter ist simpel: Der Sparduschkopf reduziert den Wasserdurchlauf. "Gleichzeitig wird mithilfe von Mischdüsen der Wasserstrahl mit Luft verwirbelt. Dadurch bleibt er schön füllig", so Bilharz. "Verbraucher merken bei guten Modellen also keinen Unterschied."
Ein guter Sparduschkopf kostet meist zwischen 20 und 60 Euro. Weil dadurch weniger Wasser erwärmt werden muss, können Verbraucher laut Bilharz kräftig sparen - wer regelmäßig warm duscht, besonders viel - etwa 40 bis 50 Prozent Warmwasser pro Duschgang.
Das sind außerdem rund 240 Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr, bei acht Minuten pro Duschgang und täglichem Duschen - das entspricht etwa einer Fahrt von 1.000 Kilometern mit dem Auto. Oder geldmäßig ausgedrückt: über 150 Euro Energie- und Wasserkosten pro Jahr und Person.
Die genauen Ersparnisse hängen - neben den eigenen Duschgewohnheiten - auch davon ab, wie das Wasser erhitzt wird, also etwa mit Strom oder Gas. Wer neugierig ist, kann sein persönliches Sparpotenzial auch mit dem Duschrechner der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ermitteln.
dpa/hü
Hoher Bedarf
Modernisierung An mangelnder Einsicht unter Immobilien-Eigentümern liegt es nicht, dass die Modernisierungsquote in Deutschland zu niedrig ist: Fast zwei Drittel schätzen den Modernisierungsbedarf ihrer Wohnimmobilie als mittel bis sehr hoch ein. Je älter, desto weniger motiviert sind sie jedoch, anstehende Maßnahmen auch wirklich umzusetzen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Landesbausparkasse.
Konkret plant zwar fast jeder zweite der Befragten in den kommenden drei Jahren eine Modernisierung - meist, um die Wohnqualität oder den Immobilienwert zu verbessern und die Energiekosten zu senken. Allerdings gibt es dabei große Altersunterschiede: Bei den unter 50-Jährigen sind es deutlich mehr als die Hälfte, ab 60 Jahren nur noch gut ein Drittel, jenseits der 70 Jahre gerade noch ein Viertel.
Ähnliches gilt auch für die oftmals älteren privaten Vermieter und Vermieterinnen unter ihnen: Bei Modernisierungskosten ab 50.000 Euro denkt ein Viertel eher daran, die Immobilie zu verkaufen als sie zu sanieren.
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