Bauen und Wohnen

Trennen für den Klimaschutz

Nur pflanzliche Küchenabfälle sowie Gartenabfälle aus einem Haushalt gehören in den Biomüll.    Foto: Scheurer/dpa

24.03.2026

Doch Plastik findet sich nicht nur in den Meeren, sondern auch in unserem Bioabfall - etwa durch Abfalltüten, aber auch sogenanntes "Bioplastik“ in Kaffeekapseln und ähnlichen Produkten. Doch diese Fremdstoffe sind bei der Herstellung von BioKompost störend und auf lange Sicht schädlich für unsere Umwelt.

Was darf in den Biomüll?
Generell gilt: alle pflanzlichen Küchenabfälle sowie Gartenabfälle können in den Biomüll. Ausnahmen sind Öle, Fette und dicke Hölzer - sie dürfen im Allgemeinen nicht in die Biotonne. Was konkret hinein darf, hängt davon ab, wie die Bioabfälle weiter verwertet werden, so die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Plastikmaterial, egal ob als kompostierbar ausgewiesen oder nicht, sollte nie in der Biotonne landen. Genaue Informationen kann man über die Websites des Entsorgers bekommen, oder über die Abfallberatung, die viele Kommunen anbieten. 

Nur aus sauberen Bioabfällen - ohne Störstoffe - kann etwa hochwertige Komposterde hergestellt werden, die dann wieder Verwendung in der Landwirtschaft oder auch im Garten findet. 

Falsch befüllte Tonne wird markiert
Unter dem Motto "Dein Biomüll ist wichtig für's Klima" wollen mehr als 50 teilnehmende kommunale Entsorgungsbetriebe für die richtige Befüllung von Biotonnen sensibilisieren. Um die Öffentlichkeit auf die Notwendigkeit unvermischter organischer Abfälle aufmerksam zu machen, zeigen Müllwerkerinnen und Müllwerker mit einem Ampelsystem an, wenn die Biomülltonnen offensichtlich falsch befüllt wurden. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) weist darauf hin: "In einigen Fällen kann es sein, falsch befüllte Biotonnen stehen zu lassen und die Haushalte zur Nachsortierung aufzufordern.“



dpa


Keine Raumsprays für Allergiker

Auch wenn der BioMüll stark riecht, sollte man auf Duft- und Raumsprays besser verzichten, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn solche Mittel entfernen keine üblen Gerüche, sie überdecken diese meist nur. Zudem können sie die Raumluft mit Chemikalien belasten - gerade Menschen mit Allergien und Asthma sollten also vorsichtig sein, so die Verbraucherschützer. Bei empfindlichen Menschen können Duftstoffe zu Atembeschwerden, Hustenreiz, tränende Augen und Kopfschmerzen führen.

Was gegen den Muff und unangenehme Gerüche hilft
Statt Düfte zu versprühen, empfehlen die Verbraucherschützer: Fenster öffnen und unangenehme Geruchsquellen beseitigen - also etwa den Bio-Müll herausbringen. Gegen müffelnde Schuhe können schon einfache Hausmittel wirksam sein, etwa Backpulver und Zitronenschale, so Öko-Test.



dpa/hü

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