Bauen und Wohnen

Vogelwohnung gesucht

Regen? Kein Problem! Unter dem Dachvorsprung bleibt der Kasten trocken.    Foto: Benjamin Nolte/dpa-mag

16.03.2026

Man hört sie bereits singen: Amsel, Blaumeise und Co. bereiten sich allmählich auf den Frühling vor und machen sich wieder auf die Suche nach passenden Brutplätzen.
"Auch in der Vogelwelt ist der Wohnungsmarkt angespannt", so Biologin Angelika Nelson vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV). Natürliche Brutplätze, etwa in morschen Bäumen, gibt es nur begrenzt. Wer Vögel bei der Wohnungssuche unterstützen möchte, kann die Zeit in der ersten Hälfte des März nutzen, um Nistkästen im Garten oder auf dem Balkon aufzuhängen.

Das passende Zuhause

Dabei sollten Garten- und Balkonbesitzer beachten: Nicht jeder Nistkasten passt zu jeder Vogelart. Halboffene Nistkästen eignen sich besonders für Arten, die ihre Nester gern in Nischen oder unter Vorsprüngen bauen. Zu den typischen Bewohnern zählen zum Beispiel Arten wie Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Bachstelze oder Grauschnäpper.

Wichtig ist, dass die Vögel den Kasten gut anfliegen können und sich in der Nähe offene Flächen wie Wiesen befinden - dort finden die Vögel genügend Insekten als Nahrung. 

Und dann gibt es da noch die geschlossenen Höhlenbrüterkästen mit einem Einflugloch, die bevorzugt von Arten wie Meisen, Sperlingen, Kleibern oder Staren angenommen werden.
Hier sollte man auf die passende Lochgröße achten. Kleinere Öffnungen locken eher kleine Arten (etwa Meisen) an. Größere Arten wie Sperlinge oder Stare hingegen brauchen auch größere Öffnungen. Für Vogelkolonien wie Spatzen sollte man mehrere Kästen nebeneinander anbringen.



dpa/hü