Bauen und Wohnen

Glas ist nicht gleich Glas

Keramikund Porzellan-Scherben werden im Restmüll entsorgt. Foto: Franziska Gabbert/dpa-mag

04.03.2026

Glas gehört in den Glas-Container. Das gilt jedenfalls für alte Getränkeflaschen und Konservengläser, etwa Senf-, Marmeladen- oder Gurkengläser. Doch im Container darf längst nicht alles aus Glas landen, schreibt die Verbraucherzentrale NRW.

Vasen, Fensterscheiben, Trinkgläser oder Auflaufformen aus Glas haben eine andere Zusammensetzung als Glasflaschen und Gurkengläser. Sie würden den Recyclingprozess stören. Deshalb gehören sie in den Restmüll – genauso wie kaputte Gegenstände aus Glas sowie Keramik und Porzellan-Scherben.

Tipp: Scherben am besten in Zeitungspapier wickeln und erst dann in den Restmüll geben, um Verletzungen zu vermeiden.

Warum sich Altglas-Recyceln lohnt und was besser laufen könnte

Beim Entsorgen scheint es eine große Unsicherheit zu geben. Die aktuelle Recyclingquote für Altglas, die Ende Januar veröffentlicht wurde, zeigt jedenfalls: Die gesetzlich vorgegebene Quote wurde im Jahr 2024 verfehlt. Statt 90 Prozent wurden demnach nur 82,9 Prozent der Glasverpackungen in Deutschland wiederverwertet.

Ein Problem: Es wird zu wenig Altglas zu den Sammelcontainern gebracht und so landet zu viel davon noch im Restmüll. Dabei sei Glasrecycling sehr sinnvoll, sagt Philip Held von der Verbraucherzentrale NRW. „Denn gegenüber der Neuproduktion spart der Einsatz von Altglas erhebliche Mengen an Energie und Rohstoffen“, so der Experte für Umwelt und Ressourcenschutz. dpa/hü