Bauen und Wohnen

Holzöle enthalten Schadstoffe

Schlechte Testergebnisse: Nur wenige der geprüften Holzpflegeöle erhielten die Bewertung „gut“ oder „sehr gut“. Foto: Silvia Marks/dpa-mag

03.03.2026

Holzpflegeöle sollen Kratzer ausbessern und Oberflächen pflegen. Eine Untersuchung von „ÖkoTest“ (Ausgabe 2/2026) zeigt jedoch, dass viele Produkte problematische Inhaltsstoffe enthalten, die Allergien auslösen, die Raumluft belasten oder als krebserregend und erbgutschädigend gelten.

Von 19 getesteten Ölen enthielten sechs Phthalsäureanhydrid, das Augen und Atemwege reizen kann. Zehn Produkte wiesen hohe Anteile flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) auf, die laut Öko-Test die Raumluft belasten und Müdigkeit sowie Kopfschmerzen verursachen können.

Zudem fanden die Tester in einzelnen Ölen erhöhte Kobaltwerte, künstliche Moschusdüfte wie Galaxolid sowie Teebaumöl, das für allergische Reaktionen und ein mögliches reproduktionstoxisches Risiko bekannt ist. Im Gesamtergebnis fielen zwei Produkte mit „ungenügend“ durch, zwei waren „mangelhaft“, während nur ein Öl - das farblose Arbeitsplattenöl Vincent von Hellweg - mit „sehr gut“ bewertet wurde. Öko-Test empfiehlt, Holzoberflächen vor dem Ölen sorgfältig anzuschleifen und rät von der Verwendung herkömmlicher Pflanzenöle ab - mit Ausnahme von Leinöl. dpa/hü