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Traut Euch - die Hochzeitstipps Der frühe Vogel heiratet entspannt

Traurednerin Sabine John-Tancredi (r) empfiehlt, für die Suche nach der richtigen Traurednerin oder dem richtigen Trauredner genügend Zeit einzuplanen, um Vertrauen aufbauen zu können. Foto: Franziska Molina/dpa-mag
Traurednerin Sabine John-Tancredi (r) empfiehlt, für die Suche nach der richtigen Traurednerin oder dem richtigen Trauredner genügend Zeit einzuplanen, um Vertrauen aufbauen zu können. Foto: Franziska Molina/dpa-mag

Der frühe Vogel heiratet entspannt

Countdown der Hochzeitsvorbereitungen

Mit perfekter Location, bewegender Zeremonie und großartigem Essen soll sie das schönste Fest im Leben werden: die eigene Hochzeit. Kaum ein Event ist mit so vielen Erwartungen belegt wie eine Hochzeitsparty. Und sie steigen immer mehr an, wie Svenja Schirk vom Bund deutscher Hochzeitsplaner in Berlin berichtet.

Die Hochzeitsplanerin beobachtet, dass Paare immer mehr Geld in die Hand nehmen, um ihre Traumhochzeit wahr werden zu lassen. Damit das gelingt, hilft nur frühe Planung. Und die sieht so aus:

15 bis 18 Monate vorher:
Zuerst muss sich das Paar einig werden, wie viele Gäste kommen, wie viel Geld es ausgeben möchte und in welchem Ambiente geheiratet werden soll. „Paare sollten sich für ihre Hochzeit nicht verschulden“, rät Schirk. „Es ist sehr belastend, mit Schulden in die Ehe zu starten.“

In der Regel startet die Planung mit der Location-Suche – damit steht das Datum. Sofort Save-the-Date-Karten an die Gäste schicken.

12 bis 15 Monate vorher:
Dienstleister wie Trauredner, Caterer oder Band kontaktieren. „Ich habe jetzt schon Anfragen für 2020“, sagt Traurednerin Sabine John-Tancredi aus Stuttgart. Sie trifft ihre Paare dreimal: Beim Kennenlernen stellt man fest, ob man sich sympathisch ist, die Stimme und das Konzept mag. Wenn das Konzept der Zeremonie steht, bucht man gleich den DJ oder die Live-Band dazu. Auch wer kirchlich heiraten möchte, sollte sich möglichst frühzeitig um einen Termin kümmern.

10 bis 12 Monate vorher:
Wird das Essen nicht von der Location gestellt, sollte man sich jetzt auf einen Caterer festlegen, rät Holger Stuth vom Restaurant Hannes Ossenkopp im mecklenburgischen Dümmer. Besondere Buffet-Komponenten müssten frühzeitig bestellt werden. „Wenn es Knall auf Fall geht, kriegen wir ein Catering auch zwei Wochen vorher hin – dann aber nur mit Tiefkühl-Ware“, sagt Stuth. Sein Tipp: Auf die Hochzeitssuppe verzichten und nur die Hälfte an Desserts bestellen. „An beidem haben die Gäste meist wenig Interesse.“

6 bis 10 Monate vorher:
Das Brautoutfit wählen. Maßgeschneiderte Kleider haben oft vier Monate Lieferzeit. Außerdem: Hochzeitsreise buchen.

6 Monate vorher:
Termin beim Standesamt sichern. Einladungen verschicken. Für das Catering abfragen, ob Gäste Vegetarier sind oder Allergien haben.

5 Monate vorher:
Ringe aussuchen, Blumen bestellen, gegebenenfalls Transporte oder Shuttle-Services zu den einzelnen Locations buchen.

4 Monate vorher:
Tisch-, Menü- und Platzkarten in Auftrag geben.

3 Monate vorher:
Probestyling für die Braut organisieren, die letzten Weine aussuchen. Eventuell noch einen Tanzkurs belegen.

2 Monate vorher:
Gästebuch organisieren, Gastgeschenke fertigstellen, zum Polterabend einladen und die letzten Abläufe mit allen Dienstleistern besprechen.

2 Wochen vorher:
Entspannen. Gemeinsam Wellness machen und sich Schönheitsbehandlungen gönnen.

Am Hochzeitstag:
Ausschlafen und ab zum Styling. Dafür sollte man etwa zwei Stunden einplanen. Dann: Hochzeit genießen und nicht stressen. Schirk: „Man sollte gemeinsam darüber lachen, wenn Dinge schiefgehen.“ Die Geschichte vom Hund, der auf das Brautkleid pinkelt, erzähle man sich schließlich noch Jahre später. (dpa)

Frisuren von elegant bis unkompliziert

Fotos: Archiv (2)
Fotos: Archiv (2)
Komplizierte Hochsteckfrisur sind nicht mehr die Regel: Die Braut möchte bezüglich Frisur und Make up natürlich wirken. Und so sind die Frisuren oft unkompliziert. Highlights sind Schleier und Haarreif.

In Szene gesetzt

Für die Hochzeitsfotos sollte das Paar einen Profi engagieren. Foto: ©Evgenyrychko/Shutterstock.com
Für die Hochzeitsfotos sollte das Paar einen Profi engagieren.
Foto: ©Evgenyrychko/Shutterstock.com
Die Eindrückte der Hochzeit möchte man festhalten. Und mit anderen teilen. Das geht am besten mit Fotos.

Viele Paare suchen sich dafür einen Profi aus. Einen, der auf dem Gebiet der Hochzeitsfotografie erfahren ist. Der weiß, worauf es ankommt, auf Wünsche eingeht und die Bilder digital veredeln kann. Dazu kann das Brautpaar alle Gäste bitten, Bilder zu machen. Da kommen viele liebevolle oder lustige Details zusammen, die dann nach Sichtung mit anderen geteilt werden können. (cmi/pm)

Die Hochzeitstorte als Unika

Wie soll die Hochzeitstorte aussehen? Geht auch mehr beerig als cremig? Wie können die eigenen Vorlieben bezüglich des Geschmacks berücksichtigt werden? Und welche Größe muss sie eigentlich haben?

Wer nicht selber backt, wird sich an den Fachmann wenden. Konditoren haben eine kreative Ader. Denn nicht jeder, der eine Geburtstags- oder eine Hochzeitstorte in der Konditorei ordert, hat genaue Vorstellungen, wie sie zusammengesetzt und verziert werden soll. „Hier machen die Beratung und später die Umsetzung besonders viel Spaß“, sagt Konditorazubi Sophie Meier.

Sie freut sich, wenn sie einem Paar zur Eheschließung mit einer individuell gestalteten Hochzeitstorte eine Freude bereiten kann. „Das sind dann echte Unikate“, betont sie. (dpa/ms)

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