Was macht ein Erzieher?
1. Betreuen und Fördern: Im Kindergarten fördert man die geistige und körperliche Entwicklung der Kinder – zum Beispiel durch Spiele, die die Sinneswahrnehmung stärken, wie etwa Memory. Erzieher können in ihrem Job aber auch bei der Hausaufgabenbetreuung oder in Sportvereinen eingesetzt werden.
2. Pflegen und Versorgen: Erzieherinnen und Erzieher unterstützen die Kinder bei der Körperhygiene – also zum Beispiel beim Zähneputzen nach dem Mittagessen. Bei der Betreuung von Kleinkindern kann auch das Windelwechseln mit zu den Aufgaben gehören. Außerdem achten Erzieher darauf, dass die Kinder regelmäßig essen und trinken.
3. Erziehungsmaßnahmen entwickeln: Als Erzieherin beobachtet man unter anderem das Sozialverhalten und die Lernfortschritte der Kinder und überprüft so, ob sie psychisch stabil sind oder Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Für Kinder mit einer Lernschwäche entwickeln Erzieher beispielsweise Pläne, anhand derer sie gezielt auf die individuellen Schwierigkeiten der Kinder reagieren können.
4. Erziehungsmaßnahmen dokumentieren und reflektieren: Die Entwicklung der Kinder durch die Erziehungsmaßnahmen wird in Berichten festgehalten – in Einzelfällen erstellt man auch Gutachten für Jugendämter, zum Beispiel bei Kindern, die auf die Hilfe des Amtes angewiesen sind. Im Team mit anderen Erziehern oder mit Sozialpädagogen reflektiert man in regelmäßigen Abständen die erzieherische Arbeit.
5. Informieren und Anleiten: Im Rahmen von Elternabenden und -kursen führt man mit Eltern und Erziehungsberechtigten Informationsgespräche über die Kinder oder über anstehende Veranstaltungen. Als Erzieherin leitet man zudem Hilfskräfte oder Praktikanten an. Darüber hinaus koordiniert man Elternarbeit wie das Aufteilen von Backzutaten für gemeinsame Koch- oder Backprojekte.
Wo kann man als Erzieher arbeiten?
stätten arbeiten. Es gibt aber noch viele weitere Tätigkeitsfelder im Sozialwesen. Möglich ist zum Beispiel auch ein Job bei der Familienberatung. Hier stehst du Menschen in schwierigen familiären Situationen zur Seite. Oder du betreust Jugendliche in einer Wohngruppe. Ein weiterer Bereich, der für dich infrage kommt, ist die Tourismusbranche: Ob in Hotels oder Jugendherbergen – als Erzieher kannst du in ganz unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden.
Auch wenn der Großteil der Fachkräfte in Kitas nach wie vor Frauen sind, entscheiden sich auch immer mehr Männer für diesen Beruf. Beispielsweise der jährliche Girls' und Boys' Day (2025 fand er im April statt) trägt dazu bei.
www.ausbildung.de/cr
Weiterbildung zum Heilpädagogen
Heilpädagoginnen betreuen Kinder, Erwachsene und Jugendliche, die eine Behinderung haben oder in ihrer Entwicklung gestört sind. Dabei steht die individuelle Förderung im Vordergrund. Je nachdem, in welcher Einrichtung sie tätig sind, variieren die Aufgaben von Heilpädagogen.
In Kinderheimen, Kindergärten oder Therapiezentren erziehen Heilpädagogen verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche. Sie analysieren das Verhalten der Klienten, erarbeiten pädagogische Erziehungsmaßnahmen und setzen diese auch um. „Klient“ ist übrigens der Fachbegriff für Personen, die von einem Heilpädagogen oder Erzieher betreut werden.
Heilpädagogen möchten die vorhandenen Fähigkeiten ihrer Klienten fördern. Das können sowohl geistige Fähigkeiten als auch körperliche Fertigkeiten sein.
Mit den richtigen Therapiemaßnahmen wie der Frühförderung beugen sie drohenden Behinderungen vor. Außerdem stärken sie das Selbstvertrauen der Klienten, um sozialer Ausgrenzung vorzubeugen.
Die Weiterbildung zum Heilpädagogen lässt sich in Teilzeit, Vollzeit oder als Fernstudium absolvieren – in Vollzeit dauert das anderthalb bis zweieinhalb Jahre, in Teilzeit zwei bis vier Jahre. In der Weiterbildung gibt es theoretische und praktische Phasen. Die Theorieabschnitte werden in einer Fachschule oder an einer Fachakademie vermittelt. Wird die Ausbildung berufsbegleitend als Fernstudium absolviert, findet das Lernen zuhause statt, die Praxisphasen in verschiedenen Einrichtungen. Am Abschluss der Weiterbildung steht der offizielle Titel „Staatlich anerkannter Heilpädagoge“ beziehungsweise „Staatlich anerkannte Heilpädagogin“, verliehen.


